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Prana-Yoga: Drehsitz – ganzheitlich und intensiv geübt. Eine Anleitung:

Vorbereitung:

Sich zunächst im Stehen gut durchdehnen und lockern. Beim Dehnen einen vertieften Einatem mit einbeziehen und dabei spüren, wie jeder Einatem Weite in den Körper und frischen Sauerstoff und Energie zu den Zellen bringt. Mit dem Lösen geht auch der Ausatem und mit ihm verlassen die Spannungen den Körper, ebenso Schlackenstoffe und alles, was nicht zu uns gehört. Das Dehnen und den Atem genießen, wie auch die Freiheit, die beide erzeugen.

Im entspannt aufgerichteten Sitzen ca. zwei bis drei Minuten die Wechselatmung anschließen. Die Wechselatmung vitalisiert, indem sie den zentralen Energiefluss fördert. Sie harmonisiert die Energieverteilung und das Vegetativum, sie macht wach und präsent.

 

Der Drehsitz:

Eine der wichtigen und ganzheitlich wirkenden Übungen im Yoga ist der Drehsitz. Wir führen ihn hier unter Einbeziehung eines gezielt gelenkten Atems noch intensiver aus, als er gewöhnlich geübt wird und werden dabei die Erfahrung machen, dass er uns zunächst zentriert und neu aufrichtet, dass er uns innere Weite und Entspannung gibt und mit der Zeit immer mehr Geschmeidigkeit verleiht. Er stärkt unser Energiesystem, ausgehend von der Sushumna, dem zentralen Energiekanal in der Wirbelsäule, bis zu den peripher gelegenen Nadis hin. Er fördert eine kraftvollere und harmonischere Tätigkeit sämtlicher Organe. Er regt das Lymphsystem zu vermehrter Ausscheidung der Schlackenstoffe an. Er dehnt, entkrampft und entmüdet die Muskulatur und löst allmählich die bewegungseinschränkenden Verklebungen zwischen Muskelfaszie und Bindegewebe auf. In diesem Zusammenhang wirkt er entlastend auf die Gelenke und beugt deren Verschleiß vor.  

 

Sitze zunächst im Meditationssitz und mache Dir die Wirbelsäule und den zentralen Energiekanal bewusst. Atme in deiner Vorstellung durch den Wirbelkanal abwärts bis zum Kreuzbein halte den Atem etwas und lasse die Wirbelsäule dabei aufleuchten. Erlebe, wie der von unten aufsteigende Ausatem dir neue Aufrichtekraft gibt. Übe dieses wenigstens zehn Atemzüge lang. Lasse dir danach Zeit zum Nachwirken und spüre den vermehrten Energiefluss im Wirbelkanal. Du hast jetzt ein gestärktes und lichtvolles Zentrum in dir.

 

 

Komme nun in den Drehsitz, zunächst nach rechts ausgerichtet und auf die Weise, wie es dir angenehm ist. Spüre nochmals deine Wirbelsäule, wie sie die Achse deines Körpers bildet und dir Zentriertheit und Größe vermittelt. Nimm nun die Dehnung deiner Muskeln wahr. Beginne mit den Beinen, atme sanft aber tief in die Dehnung oder vorhandene Spannung deiner Beine hinein. Halte den Atem an und lasse Prana die Muskeln, Sehnen und Bänder durchströmen. Wiederhole das einige Male. Dann gehe mit dieser Methode in allmählichen Schritten aufwärts: Beckengürtel – unterer Rücken/Bauch – mittlerer Rücken/Solarplexus – oberer Rücken/Brust – Schultern – Arme/Hände – Hals und Kopf. Entlasse dich daraus. Lockere dich gut und lasse es eine Zeit nachwirken.

 

Danach nimm den Drehsitz nach links ausgerichtet ein und übe in gleicher Weise. Beginne wieder mit der Wirbelsäule und gehe darauf die einzelnen Muskelgruppen, wie für die rechte Seite beschrieben, von unten nach oben durch.

 

Sitze abschließend wieder im Meditationssitz und mache Dir erneut die Wirbelsäule und den zentralen Energiekanal bewusst. Lenke deinen Atem in der Vorstellung durch den zentralen Wirbelkanal abwärts bis zum Steißbein. Halte den Atem und lasse Prana sich jetzt über alle Nadis in deinem Körper bis zur Peripherie hin ausbreiten. Fahre so einige Male fort. Danach wirst du ein insgesamt gestärktes, lichtvolles Energiesystem in dir spüren.

 

Nachruhe: 

Lockere dich nun und ruhe dich im Sitzen oder Liegen aus. Sei in dieser Nachwirkphase innerlich anwesend. Spüre die verändernde Kraft von Prana. Lasse deinen Körper sich tiefer und tiefer entspannen. Ebenso deinen Geist. Sei reines Gewahrsein. Bleibe so lange liegen, wie es dir gut tut.

 

Der Drehsitz, so durchgeführt, stärkt und reinigt dich, macht dir alle Anspannungen bewusst und gibt dir zugleich eine sehr gezielte Möglichkeit, dich von ihnen zu befreien. Übe so täglich und dein Körper wie auch dein Geist werden immer geschmeidiger.

 

- Bhajan Noam -

 

 

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

 

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Tags: Atem, Bhajan_Noam, Drehsitz, Prana, Prana-Yoga, Sushumna, Wechselatmung, Wirbelkanal, Wirbelsäule

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