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Ich lese aus dem Buch: „Licht, Kraft und Weisheit“ von Swami Sivananda. Es hat aufgeschlagen auf dem Kapitel: „Pflege gute Gewohnheiten“.
„Ein großer Teil deines Unterbewusstseins besteht aus untergetauchten Erfahrungen und Erinnerungen, die aber wiedergewonnen werden können. Du kannst im unterbewussten Geist neue Gewohnheiten, neue Ideen, neue Begriffe, neue Ideale, neue Tendenzen und letztlich einen neuen Charakter schaffen, indem du die alten wandelst. Denke nach, sinne und überlege. Pflege Umgang mit Weisen. Übe dich im selbstlosen Dienen – Nishkamya Yoga. Gebrauche die vier Mittel zur Entwicklung deiner Fähigkeiten. Verspotte niemanden und blicke niemanden finster an. Beherrsche deine Sinne. Sei freudig. Blicke nicht zurück. Entsage allem Begehren, allem Zorn und allen eingebildetem Stolz. Wende deinen Blick nach innen, übe dich in der Betrachtung, Kontemplation.“
Wir haben bestimmte Neigungen, wir haben bestimmte Tendenzen und die haben sich irgendwann entwickelt. Vielleicht in der Kindheit, vielleicht in der Jugend, vielleicht vor ein paar Jahren, vielleicht im letzten Leben, vielleicht im vorletzten Leben, mindestens ist das so eine Annahme. Aber der Mensch hat auch die Fähigkeit, unabhängig davon, was er bisher gemacht hat und was er in der Vergangenheit in früheren Leben gemacht hat, Dinge in sich anzulegen und zu entwickeln. Denn dazu hat der Mensch seine Unterscheidungskraft, Buddhi genannt oder Viveka. So sagt Swami Sivananda: „Denke nach, sinne und überlege.“ Wir können überlegen, welchen Teil meines Charakters will ich stärker werden lassen. Und wir entwickeln uns, indem wir uns bewusst dafür entscheiden, diese gewisse Eigenschaft zu pflegen und sie immer wieder zu üben.
Unser Geist folgt Pfaden und die Pfade, die er schon öfter gegangen ist, die läuft er dann von selbst. Ihr habt einen bestimmten Weg, den ihr geht zur Arbeitsstelle. Den geht ihr jeden Tag, ohne nachzudenken. Man kann sich aber mal überlegen, ich will heute einen anderen gehen. Wenn man regelmäßig einen anderen Weg geht, dann wird einem schließlich dieser zur Gewohnheit werden. Man braucht gar nicht mehr nachzudenken, es geschieht einfach.
Wir können es uns zur Gewohnheit machen, dass, wir unser Herz öffnen, sobald wir einen Menschen sehen, und dass wir ihm Wohlwollen entgegenbringen.
Wir können es uns zur Gewohnheit machen, dass wir einem Menschen vom Herzen her Gutes wünschen, sobald wir ihn sehen.
Wir können es uns zur Gewohnheit machen, wenn jemand anderes uns etwas erzählt, dass wir überlegen, gibt es da etwas was ich lernen kann. Das ist eine gewisse Erziehung des Geistes.
Wir können es uns zur Gewohnheit machen, wenn Dinge schief gehen, dass wir als erstes sagen, welche Lektion steckt da drin.
Also, wir haben bestimmte Neigungen aus diesem Leben, aus früheren Leben oder wie auch immer. Wir können neue entwickeln, neue Gewohnheiten entwickeln und so das Leben letztlich schöner gestalten.
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Indische, Inspiration, Lesung, Schriften, Spiritualität, Sukadev, Vidya, Yoga, tägliche

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