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Meditieren bis man den Körper verlässt? Was heißt meditieren bis zum Tod?
Meditieren ist etwas, was einen auf den Tod vorbereitet. Du meditierst, damit du ein erfüllteres Leben hast. Du kannst meditieren, um mehr Freude, Gelassenheit im Leben zu haben und gesünder zu sein. Aber alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Die Meditation bereitet dich auch auf den Tod vor. So heißt es, wir meditieren bis zum Tod. Wir meditieren, bis wir den Körper verlassen.
In der Bhagavad Gita beschreibt Krishna – ich glaube es ist im 7. Kapitel – wie du in der Meditation deinen Körper verlassen kannst. Er sagt zunächst einmal: Lasse alles los. Angenommen du stirbst, dann lasse alles los. Vertraue alles Gott an. Sage allem Lebewohl. Yogis sagen nicht unbedingt auf Wiedersehen, denn wir wollen ja nicht wiedergeboren werden, sondern Yogis sagen Lebewohl.

Du weißt, dass mit deinem Tod deine Verantwortung für das physische Leben abgeschlossen ist. Es gilt loszulassen. Lasse los! Wünsche allen alles Gute. Bete vielleicht zu Gott, zu deinem Meister, vertraue dein Werk Gott an und danach ziehe deinen Geist nach innen. Verschließe die Tore, wie Krishna es beschreibt. Die sinnlichen Tore, damit keine Eindrücke mehr von außen kommen und auch die Tore nach außen. Du weißt, es gibt nichts mehr zu tun. Sammle so die Energie im Herzen. Spüre in der Tiefe deines Wesens deine wahre Natur. Und dann gehe von dort mit deiner Energie hoch zum dritten Auge und im dritten Auge wiederhole das Om. Meditiere über das Om und verlasse den physischen Körper über das dritte Auge. So erfährst du das höchste Selbst.
In diesem Sinne heißt „meditieren bis zum Tod“ auch, dass du im Moment des Todes so meditierst, wie du die ganze Zeit meditiert hast. Und so ist es auch gut eine Meditation zu üben, die auch geht, wenn du stirbst. Deshalb habe ich gewisse Zweifel, dass die reine Achtsamkeitsmeditation sehr sinnvoll ist. Einfach nur beschreiben, was du wahrnimmst, wird nicht helfen zur Erleuchtung zu kommen. Die Achtsamkeitsmeditation hat meiner Meinung nach sehr wichtige Aufgaben, um die Reiz-Reaktions-Ketten zu lösen, zu überwinden und zur Einsicht zu kommen. Aber letztlich brauchst du eine Meditation, die geeignet ist bis zum Tod, bis zum Verlassen des Körpers und die dir hilft, über den Körper hinauszuwachsen.


Das waren einige Anregungen zum Thema „Meditation bis zum Tod“ bzw. „Meditation im Moment des Todes“. Es heißt auch, dass du über den Tod hinaus meditieren kannst. Wenn du keinen physischen Körper mehr hast, dann tun vielleicht die Knie und der Rücken nicht mehr weh. Du hast nicht mehr die innere Unruhe und ein spiritueller Aspirant, der in diesem Leben viel meditiert hat, kann auch nach dem physischen Tod viel meditieren. Man kann nach dem physischen Tod eventuell die Erleuchtung erlangen durch Meditation nach dem physischen Tod. Und selbst wenn du in der Astralwelt nicht die volle Verwirklichung erreichst, wirst du dann im nächsten Leben gut starten können. Es ist erstrebenswert, früh mit Meditation zu beginnen und vielleicht im nächsten Leben die Gottverwirklichung zu erreichen.


Mehr Informationen über Meditation findest du auf www.yoga-vidya.de/meditation

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Tags: Meditieren, Sukadev, Tod

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