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Meditation für Skeptiker – meditiere regelmäßig

Meditation für Skeptiker – meditiere regelmäßig

 

Eine der zentralen Praktiken im Yoga ist die Meditation. Meditation heißt, zur Mitte kommen. Meditation heißt, den Geist zur Ruhe bringen. Meditation heißt, von innen heraus sich bewusst sein, es gibt eine höhere Wirklichkeit, und wir können das andere beobachten. Meditation heißt in höheren Stufen, Überbewusstsein. Meditation hat Wirkungen auf so vielen Ebenen. Es gibt so ein Buch, das nennt sich „Meditation für Skeptiker“, in dem ein Wissenschaftler an der Uni Gießen, Dr. Ulrich Ott, beschreibt dort die Ergebnisse von vielen Studien und Forschungen über Meditation und zeigt dort praktisch, dass die meisten psychischen Beschwerden und die meisten körperlichen Beschwerden und die meisten Probleme, die ein Mensch hat, durch Meditation positiv beeinflusst werden können. Meditation hat sich als hilfreich erwiesen gegen Angststörungen. Meditation ist hilfreich bei Traumatherapie. Meditation ist ausgesprochen hilfreich bei depressiven Verstimmungen, ja sogar bei klinischer Depression. Meditation ist sogar hilfreich bei diversesten anderen psychischen Störungen. Meditation ist hilfreich zur Heilung der diversesten Krankheiten. Und man kennt inzwischen auch eine ganze Menge von Ursache-Wirkungszusammenhängen. Es ist nicht nur, dass man jetzt Korrelationen festgestellt hat, sondern man weiß, wenn man meditiert, werden bestimmte Areale des präfrontalen Cortex größer, die Hirnstruktur wird besser, Menschen, die regelmäßig meditieren, haben im Alter in bestimmten Hirnregionen eine größere Hirnmasse. Also, sogar physiologisch messbar und auf irgendwelchen Bildern sehbar. Also, Meditation hat eine Fülle von vielen guten Wirkungen. Es gibt auch Forschungen, die z.B. sagen, die positiven Wirkungen auf die Psyche und auf den Körper sind unabhängig davon, ob jemand das subjektive Gefühl hat, gut zu meditieren oder nicht gut zu meditieren. Also, von der Wirkung auf Psyche und Körper spielt es gar keine Rolle, ob ihr die Meditation mögt oder nicht mögt, ob ihr das Gefühl habt, ihr kommt in die tiefe Meditation und seht alle Sterne blinken und hört alle kosmischen Klänge, oder ob ihr einfach dasitzt und eure Gedanken beobachtet oder irgendwo gegen das Einnicken kämpft. Also, von diesem empirischen Standpunkt aus, spielt es keine Rolle. Und man kann sogar sagen, in der Meditation geschieht das, was man braucht. Wenn man eine Phase braucht, wo man ein bisschen nachdenkt, dann hat man in der Meditation zwanzig Minuten, um ein bisschen nachzudenken, sowohl über die Vergangenheit als auch über die Zukunft. Und zwar in Ruhe, ohne, dass einer einen stört. Wenn man ein bisschen Mangel an Schlaf hat, dann kommt man in so eine Art wohligen Döszustand in der Meditation und das hilft dann auch. Zwanzig Minuten meditativer Döszustand ist hilfreicher als eine Stunde Schlaf. Wenn man irgendwo braucht, dass man kreative neue Ideen bekommt, dann kommen die dort auf. Wenn es hilfreich ist, dass man in der Meditation beobachtet und so lernt, sich von seinen Gedanken zu lösen, dann geschieht das. Wenn man jetzt bereit wäre, tiefer in sich selbst hineinzugehen, wirklich zu spüren, was tief in uns angelegt ist, kommt das in der Meditation. Wenn die spirituelle Sehnsucht groß wird und wir herausfinden wollen: „Gibt es eine höhere Wirklichkeit? Gibt es Gott? Gibt es etwas, was höher ist als alles andere? Gibt es etwas, auf das ich mein Leben ausrichten will?“ Wenn diese Sehnsucht stärker ist, können wir das in der Meditation erfahren. Und wenn wir so weit sind, dass wir jenseits aller Sehnsüchte sind, dann erfahren wir Yogas Citta Vritti Nirodah, das Zur-Ruhe-Bringen aller Gedanken, Tada Drastu Swarupe Vasthanam, dann ruhen wir in unserer wahren Natur, welche ist, Satchidananda, unendliches Sein, unendliches Wissen und Glückseligkeit. So ist Meditation sowohl ein Mittel als auch ein Ziel. Meditation ist eine Weise der Entspannung, ist ein Mittel zu mehr Selbstakzeptanz, ist ein Mittel, ein anstrengendes oder engagiertes oder stressvolles Leben besser leben zu können, ist ein Mittel, sich spirituell zu entwickeln. Meditation ist ein Mittel, um zu der höchsten Erfahrung zu gehen, nach der wir tief im Inneren Sehnsucht haben. Und auch wenn Meditation auf allen Ebenen wirkt, natürlich, die höchste Ebene ist die, die wir am meisten erstreben und man kann dafür auch einiges tun, sowohl mit unterstützenden Praktiken, mit Ethik im Alltag, durch Intensität der Meditation. Aber es ist auch und gerade für die spirituellen Aspiranten eine gute Lektion, dass wir selbst, wenn wir nicht so tief in die Meditation kommen, etwas Gutes für uns tun und letztlich auch für die Menschen, mit denen wir in Berührung kommen. Und ein entspannter Mensch ist auch für andere ein Genuss.

Hari Om Tat Sat

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Tags: Meditation, Sukadev, tägliche inspiration

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