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Manonasha – das Aufhören des Denkens, ein Zustand der Meditation, ein tiefer Gemütszustand

Im Yoga Sutra von Patanjali findest du den bekannten zweiten Aphorismus: „Yogas Chitta Vritti Nirodhah. Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Gedanken im Geist. Tada Drashtuh Swarupe ‘Vasthanam. Dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen.“ In Indien gibt es viele verschiedene Ausdrücke für diesen höchsten Bewusstseinszustand, Nirodhah ist einer davon, Manonasha ist ein anderer. Manonasha, auch manchmal Manonashana, das ist das Hervorbringen der Ruhe des Geistes, und Manonasha heißt Ruhe des Geistes. Der Geist, Manas, wird zur Ruhe gebracht. Und wenn der Geist ganz zur Ruhe gebracht ist, dann bist du in der tiefen Meditation. Und öfters mal kannst du das machen, du musst nicht immer alles verstehen, du musst nicht über alles nachdenken, du musst nicht ständig vergleichen und beurteilen. Zwischendurch kannst du einfach loslassen, im Hier und Jetzt sein. Das ist eine Übung, die ich dir immer wieder empfehle. Natürlich, ich bin nicht der Meinung, dass man nie urteilen soll und nie analysieren soll. Manchmal musst du ein Urteil fällen, manchmal musst du analysieren. Aber du musst aus diesem Zwang herauskommen, zu jedem eine Meinung zu haben, alles ständig zu bezweifeln. Manonasha, einfach mal da sein, einfach hier sein. Es gibt verschiedene Formen von Manonasha. Du kannst z.B. einfach nur sitzen, ohne irgendwas Sinnvolles scheinbar zu tun, einfach nur beobachten, Atem beobachten, einfach nur hören, einfach nur spüren. Das führt zu einer tiefen Gemütsruhe. Oder wenn du im Wald spazieren gehst oder auf dem Feld spazieren gehst, oder auch im Wald einer Großstadt, also inmitten der Fußgängerzone sparzieren gehst, einfach mal eine Weile den Geist ruhig lassen, einfach nur spüren und wahrnehmen. Natürlich, in der Meditation Manonasha ist noch mehr als das. Manonasha in der Meditation heißt vollkommene Ruhe des Geistes, reine Wahrnehmung. Das heißt, dich selbst als Satchidananda wahrzunehmen, nicht mehr, „ich tue etwas, ich denke, ich muss etwas machen“, sondern es ist nur noch ein „ich bin“, nur noch ein Sein, nur noch Freude, nur noch Bewusstsein. Übe Manonasha, den Geist öfters zur Ruhe zu bringen, im Alltag und immer wieder. Manonasha – Aufhören des Geistes, Zur-Ruhe-Bringen des Geistes, tiefer Meditationszustand.

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Tags: Denken, Gemütszustand, Manonasha, Meditation, Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

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