mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Loslösen der Früchte des Tun ist ein wahrer Entsagter – BhG XVIII.11

Bhagavad Gita, 18. Kapitel, 11. Vers


„Na hi deha-bhrta sakyam tyaktum karmany asesatah yas tu karma-phala-tyagi sa tyagity abhidhiyate.“
Krishna, der Lehrer, spricht:

„Wahrlich, für jemanden, der einen Körper trägt, ist es nicht möglich, vollständig auf Handlung und Karma zu verzichten. Wer jedoch auf den Ertrag der Handlungen verzichtet, wird tatsächlich ein Mensch der Entsagung genannt.“

 

Ein wunderschöner Ausdruck „deha-bhrta“, „wer einen Körper trägt“. Wir sind nicht der Körper, wir haben einen Körper. Wir sind unendliches Bewusstsein, welches sich spiegelt in einer Einzelseele, Jiva, und diese Einzelseele verkörpert sich von Zeit zu Zeit. Jetzt sind wir in einem Körper. Wir sind ein Wesen, das einen Körper hat. Das ist eine schöne Sache. Überlege gerade: „Ich bin ein Wesen, das einen Körper hat. Und ich bin letztlich der göttliche Funke, der sich jetzt in einem Körper verkörpert hat.“ Und wenn man in einem Körper ist, dann ist man dem Karma unterworfen.

Es ist nicht möglich, in dieser Welt zu sein mit einem Körper und dem Karma nicht unterworfen zu sein. Der Körper hat sein Karma. Und wenn man einen Körper hat und Karma erfährt, dann muss man auch handeln. Man kann nicht nicht handeln. Schon Atmen ist eine Handlung, schon Herzschlagen ist eine Handlung, die kannst du nicht abstellen. Die Schriften sagen oft, dass es wichtig ist, zu entsagen, und sie sagen auch, dem Karma zu entsagen. Dem Karma zu entsagen heißt nicht, keine Handlungen zu tun, sondern es heißt, nicht an den Früchten des Karmas zu hängen, heißt auch, zu handeln, ohne verhaftet zu sein, und dann ist man ein Mensch der Entsagung.

Und es gibt ja diesen einen Vers, der sagt: „Nicht durch irgendwelche Werke, nicht durch irgendwelche Rituale, nicht durch irgendwelche Praktiken wird die Unsterblichkeit erreicht, sondern allein durch Entsagung.“ Die Praktiken, die Krishna zu Anfang des 18. Kapitels als hilfreich und läuternd genannt hat, führen allein per se nicht zur höchsten Verwirklichung. Sie läutern den Weisen. Wenn man diese Handlungen ausführt und dabei nicht verhaftet ist, den Früchten entsagt, dann kommt man zum Höchsten.“

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

 

 

 

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 141 X ANGESCHAUT

Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Loslösen der Früchte des Tun ist ein wahrer Entsagter – BhG XVIII.11, Sukadev, tägliche inspiration

Kommentar von D.Jahnke am 22. April 2013 um 10:26am
Werkfruchtverzicht.....

Kommentar

Sie müssen Mitglied von mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen