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Ich lese etwas aus der BhG, dem Zwiegespräch zwischen Krishna und Arjuna.
Wir sind im 18. Kapitel, dem letzten Kapitel, in den letzten zwanzig Versen,
Krishna, der Lehrer, sagt Arjuna:
„Höre wieder mein höchstes, das geheimste Wort,
weil ich dich herzlich liebe, werde ich dir sagen, was gut ist.“
Krishna gibt Arjuna jetzt ein Versprechen. Krishna hier identifiziert sich in seiner Gestalt als Manifestation Gottes. Er wechselt in der BhG öfters den Standpunkt, mal spricht er wie ein Freund, mal wie ein Meister, und manchmal eben als Manifestation Gottes.
Und wir können davon ausgehen, letztlich Gott liebt uns, und wir können Gott lieben.
Und wir können auch davon überzeugt sein, dass letztlich das geschieht, was gut für uns ist.
Nicht immer das, was angenehm für uns ist, aber das, was gut für uns ist.

65. Vers :
„Richte deinen Geist auf mich, sei Mir ergeben, opfere mir und verneige dich vor mir.
Du wirst zu mir gelangen. Wahrlich, ich gebe dir das Versprechen, denn du bist mir lieb.“
Das ist also jetzt wie eine Essenz der Lehren, wir können unseren Geist ganz auf Gott richten.
Wenn Krishna in diesem Vers von „Mich“ spricht, meint er nicht sich als historische Gestalt, die vielleicht vor 5000 Jahren gelebt hat, sondern als Manifestation Gottes. Vyasa, der der Autor der BhG ist, spricht göttlich inspiriert.

„Richte deinen Geist auf mich“ – also wir können unseren Geist ganz auf Gott richten,
immer wieder uns an Gott erinnern, immer wieder uns bewusst machen: ja, hinter allem steckt Gott. Sei mir ergeben, sagt er. Und wir können immer wieder sagen:
Nicht mein Wille geschehe, dein Wille geschehe.

„Opfere mir.“ Eigentlich – was eine korrektere Übersetzung wäre - : bringe alles mir dar.
Bei allem, was wir tun, können wir bewusst sagen: „Gott, das tue ich für dich.“
Wir können uns vor Gott verneigen.
Und dann verspricht uns Krishna, wenn wir eine solche Einstellung haben, dann kommen wir zu Gott.
Er sagt, ich gebe dir sogar das Versprechen aus Liebe heraus.
Er sagt dort weniger, du musst immer das 100% Richtige tun,
sondern er sagt mehr: Bringe dar, was du tust, und was auch immer du tust, tue es für Gott,
und richte deinen Geist immer wieder auf Gott aus.
Hari OM Tat Sat.

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Lesung, Schrift, Spiritualität, Sukadev, Tägliche, Vidya, Yoga, indische

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