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Om Namah Shivaya

In diesem Mantra, „Krishna Krishna Mahayogin“, steckt so viel drin. Krishna heißt „der Geheimnisvolle“. Einer der vielen Beinamen von Gott. Gott ist geheimnisvoll. Wir wissen nicht, wer er ist. Wir können uns Bilder von ihm machen oder ihr oder wie auch immer wir es ausdrücken wollen. Wir können Gott spüren. Wir können einen Kontakt aufbauen zu ihm. Wir können von ganzem Herzen bitten und dann können wir zuhören und die Gegenwart spüren. Manchmal verstehen wir die Wege, die uns Gott führt, und manchmal verstehen wir sie nicht. Manchmal wissen wir gar nicht, wie er uns führt. Deshalb, geheimnisvoll, Krishna Krishna. Dann folgt Mahayogin. Maha heißt großartig. Yogin hat viele Bedeutungen. Unter anderem heißt es, der zur Einheit führt. Krishna will uns auf großartige Weise zur Einheit führen.

Krishna – ihr erinnert euch – ist nicht nur irgendjemand mit einer schönen Flöte, sondern Krishna, Gott, der geheimnisvoll ist. All das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, all seinen Veränderungen letztlich, will uns zur Einheit führen und wir können uns dessen immer wieder bewusst werden. Und das ist etwas Großartiges, Maha. Manches ist schön im Leben, manches ist sehr schön im Leben und manches ist gar nicht so schön im Leben. Aber es sind alles Maha, großartige Weisen, um uns zum Yoga, zur Einheit zu führen. Bhaktanam Abhayamkara. Abhayamkara – Er nimmt uns alle Furcht. Abhaya heißt Furchtlosigkeit, MutKara – er ist die Ursache von. Er nimmt uns alle Furcht. Wann nämlich? Wenn wir Bhaktas sind. Bhaktas heißt, Vertrauen haben, Verehrer, Bhakti üben. Wenn wir uns ganz Gott hingeben, dann brauchen wir keine Angst zu haben. Gott wird es schon irgendwie machen. Das heißt nicht, dass wir deshalb die Hände in den Schoß legen und sagen: „Ja, Gott macht das schon. Ich meditiere in der Zeit. Gott soll die Arbeit tun und ich meditiere.“

Das ist eine andere Einteilung, Arbeitseinteilung. Wir müssen auch meditieren, natürlich, wenn wir Gott erfahren wollen, aber wir müssen auch unseren Part tun. Und wir tun ihn so gut, wir können, von ganzem Herzen und letztlich furchtlos, weil wir wissen, Gott steckt dahinter. Furchtlos, aber auch im Bewusstsein, wir werden Fehler machen. Wir brauchen keine Angst davor zu haben, Fehler zu machen, warum? Wir sind sicher, wir machen Fehler. Und etwas, wo wir sicher sind, brauchen wir auch keine Angst zu haben, oder? Wenn wir z.B. sicher wissen, morgen regnet es, brauchen wir keine Angst davor zu haben. Oder, ich glaube, morgen soll die Sonne scheinen, nicht, dass ihr jetzt alle Angst kriegt. Die nächsten Tage soll es Schritt für Schritt immer wärmer werden. Also, eine gute Zeit, hier im Ashram zu verbringen. Wir wissen, wir machen Fehler und es ist ok, so lernen wir. Swami Sivananda hat immer gesagt, Fehler sind Stufen zum Erfolg. Also, je mehr Fehler wir machen, umso mehr Stufen können wir machen.

Das heißt jetzt nicht, dass wir absichtlich Fehler machen, die passieren schon genügend, wenn wir uns bemühen, die Sachen gut zu machen. Deshalb: Abhayamkara, Bhaktanam Abhayamkara. Govinda – Govinda heißt Hirte. Und Gott ist unser Hirte. Er führt uns. Wir können ihm folgen. Wir können ihm vertrauen . Und wir können uns anvertrauen. Wir können es von ganzem Herzen tun. Wir wissen auch nicht, wo er uns hinführt, aber irgendwo gehen wir davon aus, er wird uns schon führen. Und wir können auch in verschiedene Richtungen selbst gehen und wir wissen, mit Hingabe, wenn wir dabei sind, eine allzu große Dummheit zu begehen, dann wird Gott uns davon abhalten. Und wenn er uns nicht davon abgehalten hat, liegt es an Gott. Der gute Hirte muss sowas können. Und Gott kann das. Govinda Paramananda, höchste Wonne. Wenn wir das alles wissen, kommen wir zu Ananda, Wonne, und die Bhaktas, die können ja nicht genug bekommen. Also, Ananda ist eigentlich schon – höher geht es nicht. Aber für einen Bhakta geht es immer noch höher, dann ist es Paramananda, die höchste der höchsten Wonnen. Und ich glaube, jeder, der Gottes Gegenwart mal gespürt hat, versteht, was Ananda ist. Wenn wir dieses noch unendlich steigern, Paramananda, dann sind wir da, was eigentlich ist. Paramananda, Govinda Paramananda Sarvam Me Vasha Mana Ya. Dieser letzte Vers hat viele Bedeutungen. Die einfachste Bedeutung ist: „Ich bin mir gewiss, dass alles, was du mit mir anstellst, irgendwie gut für mich ist. Ich weiß nicht immer, warum, aber ich gehe einfach davon aus, du weißt es, deshalb Sarvam Me Vasha Mana Ya, du sorgst dafür, dass alles, was geschieht, gut ist und gut wird.“


Hari Om Tat Sat

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

 

 

 

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Tags: Sukadev, tägliche inspiration

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