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Om Namah Shivaya
Ich will etwas lesen aus der Bhagavad Gita, dem Zwiegespräch zwischen Krishna, dem Lehrer und Arjuna, dem Schüler. Und wir sind im 9. Kapitel und hier identifiziert sich Krishna mit der höchsten Seele und spricht als Inkarnation des Höchsten. Er sagt im 13. Vers: „Die großen Seelen, O Arjuna, die an meiner göttlichen Natur teilhaben, verehren mich mit einpünktigem Geist und erkennen mich als den unvergänglichen Ursprung der Wesen. Sie lobpreisen mich alle Zeit, streben, sind fest in ihren Entschlüssen, verneigen sich vor mir und verehren mich stets mit unerschütterlicher Hingabe.“
So beschreibt er also verschiedene Dinge, die wir tun können, um Gott als das höchste Ich, als das höchste Selbst von allem zu erkennen. Zum einen sagt er: „Die großen Seelen, die an meiner göttlichen Natur teilhaben.“ Also eigentlich, wenn wir Gott verehren, ist es nicht so, dass wir jemanden verehren, der ganz wo anders ist, sondern wir haben Teil an der göttlichen Natur. Auf verschiedenen Ebenen. Auf der physischen Ebene sind wir alle miteinander verbunden. Wir können keine paar Minuten leben, ohne zu atmen. So, alles auf der physischen Ebene ist irgendwie miteinander verbunden. Und das physische Universum ist wie der physische Körper Gottes. So sind wir auf der physischen Ebene die Zellen im Körper Gottes. Auf unseren emotional-geistigen Ebenen, auch dort sind wir miteinander verbunden. Wir wissen alle, wir beeinflussen uns gegenseitig, wir unterliegen Einflüssen, die wir gar nicht kennen. Gut, wir wissen, andere Menschen beeinflussen uns, aber es gibt auch Rhythmen in unserem emotionalen-geistigen Befinden, die jenseits von dem sind, was wir direkt verstehen. Und manchmal auch Eingebungen und Intuitionen und Berufungserfahrungen und Glückserfahrungen und Einsichten. Gnadenerfahrungen, die aus heiterem Himmel kommen – vielleicht auch plötzlich wieder weg sind. Also hier auf dieser Ebene, sind wir auch Teil Gottes.
Und auf der höchsten Ebene, im höchsten Bewusstsein, dort sind wir stets eins. Es gibt nur ein einziges Bewusstsein. Und aus dieser Erkenntnis heraus, können wir handeln. Und so beginnt unsere Praxis damit, dass wir uns erstmal bewusst sind: Wir sind nicht so separat, wie man das so im Alltagsbewusstsein manchmal denkt. Wir sind verbunden. Wir haben stets auf allen Ebenen teil an der göttlichen Natur. Und aus diesem Bewusstsein heraus können wir Gott verehren. Mit einpünktigem Geist, sagt er. Natürlich, wir verehren Gott mit vielfältigem Geist. Mal denken wir an rein Weltliches. Mal denken wir an Spirituelles. Mal verehren wir, mal verehren wir nicht. Er sagt aber, die großen Seelen, die verehren Gott mit einpünktigem Geist und erkennen Gott als den unvergänglichen Ursprung aller Wesen und damit auf allen Ebenen. Und wenn wir noch nicht ganz so großartig sind, wie diese großen Seelen, dann machen wir es mindestens ab und zu mal. Wir verehren Gott im Äußeren und dann erkennen wir, er ist der Ursprung von allem und von jedem. Von uns selbst. Mit jedem, mit dem wir es zu tun haben. Und auch mit allem, wo wir es nicht zu tun haben.
Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Lesung, Schrift, Spiritualität, Sukadev, Tägliche, Vidya, Yoga, indische

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