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Ich lese aus dem Buch „Licht, Kraft und Weisheit“ von Swami Sivananda. Und es hat aufgeschlagen auf einem Kapitel mit der Überschrift „Erwirb geistigen Reichtum“.
Swami Sivananda schreibt: „Eine noch so große Zahl von Nullen hat keinen eigentlichen Wert, es sei denn, die Zahl Eins werde ihnen vorangestellt. Ebenso ist der Reichtum in dieser Welt gleich Null, wenn du dich nicht um spirituellen Reichtum bemühst und nicht nach Selbstverwirklichung strebst. Lebe darum inwendig in der Seele, im göttlichen Selbst. Füge diesem Leben das Bewusstsein von Atman, dem höchsten Selbst hinzu.“
So wie Jesus auch gesagt hat: „Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere auch zufallen.“
„Wie das Licht brennt, so brennt seit undenklichen Zeiten die göttliche Flamme in der Lampe deines Herzens. Tauche tief hinab in die Gemächer deines Herzens. Meditiere über diese göttliche Flamme und werde eins mit ihr.“
Menschen haben die verschiedensten Bestrebungen auf verschiedensten Ebenen.
Wir wollen alles Mögliche erreichen, aber es gibt ein Streben, welches das höchste Streben ist und das ist die Erfahrung des kosmischen Bewusstseins, des höchsten Bewusstseins. Und im Grunde genommen gehen alle menschlichen Bestrebungen irgendwie in diese Richtung.
Wir wollen alle glücklich sein. Wirkliches Glück ist zu erfahren in der Vereinigung mit dem Höchsten und auch jedes scheinbar temporäre Glück ist letztlich ein Ausdruck dieses Höchsten. Also, auch das kleine Glück ist letztlich ein Aufflackern des Lichtes unserer Seele. Und die Befriedigung, die wir bekommen über kleine Erkenntnisse, ist auch ein Aufflackern dieser höchsten inneren Erkenntnis.
Wir streben alle nach Erkenntnis. Wir wollen wissen. Wissen: „Wer bin ich?“, „Was ist die Welt?“ „Gibt es eine höhere Wirklichkeit?“, „Gibt es einen höheren Sinn im Leben?“ Bewusst oder unbewusst streben wir alle danach. Das findet seine Erfüllung in der Selbstverwirklichung.
Wir streben auch nach Freiheit. Wir streben nach Unbegrenztheit. Wir mögen es nicht, dass wir so begrenzt sind. Wobei wir wissen, auf der physischen Ebene sind wir begrenzt.
Auch wenn wir gerne sagen, alles ist möglich. Auf der physischen Ebene ist nicht alles möglich. Es fängt schon damit an, wenn wir sagen: „Versuch mal 50 cm größer zu sein!“ Das ist physisch, mindestens in dieser Inkarnation, nicht möglich. Es sei denn, wir sind erst 1 Jahr alt.
So gibt es auf der physischen Ebene Grenzen. Aber wir streben nach Grenzenlosigkeit, weil wir intuitiv wissen, eigentlich bin ich grenzenlos. Jedes Mal wenn wir erfahren, dass wir über die Grenzen von Körper und Denken hinauswachsen, so ist das eine wunderschöne, erhabene Erfahrung.
Wenn wir nach diesem Höchsten streben, dann haben auch die kleinen Dinge im Leben eine Bedeutung.
Denn das Streben nach dem Höchsten gibt auch dem Kleinen seinen eigenen Sinn.
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Indische, Inspiration, Lesung, Schriften, Spiritualität, Sukadev, Vidya, Yoga, tägliche

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