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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute mit dem 3. Kapitel der Bhagavad Gita, 37. Vers. Krishna spricht: „Kama esa krodha es rajo-guna-samudbhavah mahasano maha-papma viddhy enam iha vairinam. Es ist Karma, es ist der Wunsch, es ist Krodha, es ist der Zorn, entstanden aus der Eigenschaft von Rajas. Dies erkenne als deinen Gegner.“


Arjuna hat im vorigen Vers gefragt: „Warum werde ich dazu gebracht, Dinge zu tun, die ich nicht tun will? Wieso mache ich das immer wieder, das, was ich nicht will?“ Krishna spricht: „Es kommt aus Wunsch, es kommt aus Zorn und es kommt aus Rajas.“ Es ist ganz natürlich, dass in dir die Vollkommenheit noch nicht voll verankert ist. Es ist ganz natürlich, Wünsche zu haben. Es ist natürlich, Ärger zu haben. Aus denen entstammt Rajas. Und aus Rajas heraus tust du Dinge, die du nicht tun willst.


Natürlich, es gibt auch einen zweiten Grund, nämlich Tamas, die Trägheit, der innere Schweinehund. Diese Eigenschaft von Rajas, die aus Gier und Getriebenheit kommt und verhaftet ist, wie auch von Tamas, was Trägheit ist, entsteht die Schwierigkeit, spirituell Fortschritte zu machen. Aber all das sind nur Gunas, sind nur Eigenschaften. Dein Selbst, deine höchste Bewusstheit, ist unendlich und ewig.
Werde dir heute bewusst, wenn es dir wieder passiert, dass du deinen Vorsatz nicht umsetzen kannst: Welcher Wunsch steht dem entgegen? Welcher Ärger kommt aus diesem Wunsch heraus? Oder welche Trägheit oder Verhaftung ist dort?


Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Mache das aber mitfühlend! Nicht, indem du mit dir selbst auch noch zornig bist. Sei dir bewusst: „Aha, da und da war der und der Wunsch. Da und da war der Grund für den Ärger. Deshalb habe ich das und das nicht umgesetzt. So ist es diesmal gegangen.“ Dann überlege: „Das nächste Mal, wenn ich in dieser Situation bin, wie könnte ich das geschickter machen? Wie könnte ich dafür sorgen, dass nicht diese Reiz-Reaktionsketten, dieser innere Mechanismus, dieser innere Automatismus ausgelöst wird? Wie kann ich handeln, ohne einfach nur Konditionierungen zum Opfer zu fallen? Wie kann ich darin frei sein? Welche Möglichkeiten habe ich?“ Es ist durchaus gut, dir das vorzustellen. Oder wenn du in der Situation bist, kannst du auch überlegen: „Angenommen, ich würde jetzt souverän handeln, wie würde ich handeln?“ Solche Fragen können dir den Weg zeigen.


Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditationim Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: bedeutung, bhagavad, erfahrung, gita, inspirationen, sein, selbst, sukadev, tägliche, wirklichkeit

Kommentar von yogablume am 13. Juni 2011 um 10:39am
sehr, intressant danke für diesen Beitrag.yogablume

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