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Einklang mit seinen Pflichten macht das Bewusstsein frei für Gott – BhG XVIII.47

Bhagavad Gita, 18. Kapitel, 47. Vers.
„Sreyan sva-dharmo vigunah para-dharmat sv-anusthitat svabhava-niyatam karma kurvan napnoti kilbisam..“
„Besser ist die eigene Pflicht, sogar ohne Verdienst, als die richtig erfüllte Pflicht eines anderen. Wer die Pflicht erfüllt, die die Natur ihm auferlegt hat, sündigt nicht.“

 

Hier will Krishna sagen, finde heraus, was deine Aufgabe ist. Es nutzt nichts, wenn du die Aufgabe von jemand anderem erfüllst. Du musst schauen: „In welcher Situation bin ich? Was ist hier meine Aufgabe und wie kann ich sie erfüllen?“ Es nutzt z.B. nichts, wenn du ein Kind hast, dass vielleicht etwas unruhiger ist, dass vielleicht mehr persönliche Zuwendung braucht und du es öfters beruhigen musst und dann überlegst: „Ach, hätte ich nur kein Kind, dann könnte ich etwas anderes machen.“ Oder du vernachlässigst vielleicht sogar dein Kind, um stattdessen irgendetwas anderes zu machen.

 

Ich sage jetzt nicht, du musst auf Berufstätigkeit verzichten, wenn du Mutter bist. Also, ich bin ja der Meinung, das kann ganz unterschiedlich sein. Manchmal ist es für ein Kind besonders gut, es geht auch in eine Krippe oder Ganztagsschule usw. Aber jetzt die Pflichten ganz zu vernachlässigen, das ist nicht das Richtige. Oder angenommen, du hast eine Mutter, die pflegebedürftig ist, und du würdest stattdessen viel lieber als Reiseleiter auf dem Traumschiff Aida tätig sein. Du hast jetzt eine andere Pflicht und Aufgabe. Oder angenommen, du bist ein eher intellektueller Mensch und bist irgendwo tätig indem du vielleicht viel schreibst. Und du überlegst: „Ah, es wäre doch viel schöner, wenn ich Musiker wäre.“ Nimm das an, was deine Aufgabe ist und gehe davon aus: „Das, was meine Aufgabe ist, ist das, was mir geschickt ist, um damit zu wachsen. Gehe grundsätzlich davon aus, was auch immer sich als Aufgabe vor dir aufstellt, was auch immer zu dir kommt, damit du es erledigst, ist genau das Richtige, dass du daran wächst. Beklage nicht dein Schicksal, indem du sagst: „Ach, der andere hat es einfacher.“ Sondern jeder Mensch hat seine Aufgabe zu tun.

 

Gehe davon aus, was auch immer du hast als Fähigkeiten, sind genau die richtigen, die Gott braucht an der Stelle, wo du bist. Und gehe davon aus, was auch immer dir geschieht und was auch immer als Aufgabe auf dich zukommt, ist genau die richtige, damit du daran wächst und damit der Gang der Weltgeschichte auf gute Weise vorangeht. Nimm dich selbst an, so wie du bist. Nimm dein Schicksal an, so wie es ist. Nimm deine Aufgaben an, so wie sie sind und gestalte so dein Leben.

 

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

 

 

 

 

 

 

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Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

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