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Freies Dehnen im Stehen

(aus: Bhajan Noam "Prana-Yoga Buch", noch im Entstehen aber im Laufe dieses Jahres erhältlich)

Das ist eine wunderbare und notwendige Einstimmung des Körpers, des Energiesystems, der Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder, der Wirbelsäule, der Nervenbahnen und auch der Organe vor jeder Übungssequenz. Man betrachte nur einmal Hunde und Katzen, wie sie sich ausgiebig dehnen und strecken, bevor sie in Aktion gehen oder sich hinlegen. Dehnen ist erstens also etwas Ganzkörperliches und zweitens etwas sehr Individuelles. Es sollte aus dem inneren Gefühl heraus und nach dem momentanen Bedürfnis geschehen. So sollte es auch immer mehr ein Zulassen und immer weniger ein Machen sein. Wir lassen uns die wertvolle Zeit, um in unseren Körper hineinzulauschen, was er momentan braucht und geben diesen Impulsen nach. 

Dann dürfen wir uns dabei auch in unserem Atem spüren. Jedes Dehnen erzeugt eine Weite, und Weite im Körper ist immer Raum für den Atem. So lassen wir im Dehnen den Einatem zu und mit dem Lösen kann der Ausatem gehen. Mit jedem Einatem, kommt uns Sauerstoff für alle Zellen zu, kommt Prana, kommt Lebensenergie und Frische. Mit jedem Ausatem lassen wir alles Verbrauchte, alle Spannungen, alles, was nicht zu uns gehört, gehen. Wir können zunächst große und kräftige Dehnungen für die Extremitäten und den Rumpf durchführen, dann dürfen aber auch kleine, feinere Dehnungen geschehen. So werden wir uns allmählich ein immer tieferes Bewusstsein für den gesamten Körper und seine Funktionen erarbeiten. Es ist tatsächlich zu Beginn noch Arbeit, denn es verlangt unsere ständige Aufmerksamkeit. Doch diese Wachheit wird mit der Zeit und mit unserem Üben immer mehr zu unserem natürlichen Zustand. Irgendwann können wir uns die alte Verträumtheit, das Abgelenktsein, die Unkonzentriertheit, das Sprunghafte nicht mehr vorstellen.

Ein waches Gesammeltsein ist in Wahrheit ein völlig entspannter Zustand, in welchem wir alles so erfahren und erleben, so sehen und spüren, wie es wirklich ist. Wir erhalten eine klare Wahrnehmung über unseren Körper und dann auch über unser gesamtes Befinden, unsere Gefühle, über alles, was wesentlich und unwesentlich in unserem Leben ist, was Bedeutung hat und was wir loslassen können, was uns guttut und was für uns schädlich ist. – So können wir alleine schon beim Dehnen, wenn wir bewusst dabei sind, uns auf eine sehr elementare Weise erleben. Und wir besitzen zugleich damit ein einfaches Werkzeug, um schrittweise alles in uns zum Positiven zu verändern.

 

Zu jedem Üben und jeder Übung ist es von Vorteil, einige physiologische Gesetzmäßigkeiten zu kennen. Erfolge werden nicht zufällig erzielt und etliches können wir optimieren, wenn wir über die Wirkungsweise bescheid wissen, dieses Wissen in unser Üben einbeziehen und feinfühlig und bewusst damit umgehen.  (Im weiteren Teil dieses Kapitels wird dann tiefer auf die physiologischen Zusammenhänge eingegangen.)

 

~ Bhajan Noam ~

 

Bhajan Noam "PRANA-YOGA BUCH" noch im Entstehen aber im Laufe dieses Jahres erhältlich.

 

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

Ausbildungen: www.bhajan-noam.de

 

Kontakt: bhajan-noam@gmx.de

 

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Tags: Atem, Bhajan_Noam, Dehnen, Prana-Yoga, Prana-Yoga-Buch, Weite

Kommentar von Ruth Elisabeth Kremer am 15. Januar 2013 um 8:59pm

Danke für den angenehmen Beitrag. Herzlichst in Licht und Liebe Ananda Ruth Elisabeth Kremer aus Bad Neuenahr Kurzentrum.

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