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Drei höchste Dinge, um sich Gott zu nähern – BhG XVIII.5

Bhagavad Gita, 18. Kapitel, 5. Vers

„Yajna-dana-tapah-karma na tyajyam karyam eva tat yajno danam tapas caiva pavanani manisinam.“
„Yajna, Dana und Tapas, diese drei sind zu tun und sollten nicht aufgegeben werden. Dana, Tapas und Yajna, Opfer, Geben und Askese läutern den Weisen.“

Also, unter den vielen Dingen, die es zu tun gibt, gibt es drei Dinge, auf die man nicht verzichten sollte. Erstens Yajna, im engeren Sinne Opferhandlungen, im weiteren Sinne alle Arten von Ritualen der Gottesverehrung. Rituale sind hilfreich und notwendig. Dazu gehört Arati, das Ausführen der Lichtzeremonie, dazu gehört Puja, Verehrungsrituale, Homa, Havans, Yajnas im engeren Sinne, Feuerrituale, für dich mögen vielleicht Gottesdienste dazugehören. Du kannst auch andere spirituelle Rituale haben. Auch die Jahreszeitrituale gehören dazu. Vielleicht hast du eine bestimmte Weise, spirituelle Feiertage zu begehen oder auch deinen Geburtstag oder den Geburtstag deiner Kinder oder deiner Liebsten.

Es ist gut, formelle Rituale zu haben, die sinnvoll sind, spirituell sind, die dich läutern und mit Gott verbinden. Diese solltest du tun. Dana ist das zweite, was zu tun ist. Dana heißt uneigennütziges Dienen. Im engeren Sinn heißt es Geben, im weiteren Sinn uneigennütziges Dienen. Du solltest auch deine berufliche Tätigkeit darauf ausrichten, dass du damit uneigennütziges Dienen übst. Nur in den Beruf zu gehen, um Erfolg zu bekommen und Anerkennung und Leistung zu bringen, um nachher damit prahlen zu können, das bringt dich auf die Dauer nicht weiter. Dieses egobeladene Handeln kann langfristig aufgegeben werden. Aber du kannst das, was du tust, spiritualisieren. Selbst in gewinnzielorientierten Unternehmen kannst du versuchen, Kunden gegenüber besonders wahrhaftig und gut zu beraten, du kannst probieren, gegenüber deinen Kollegen besonders freundlich zu sein und du kannst auch sagen: „Über den Beruf verdiene ich Geld und mit diesem Geld kann ich dann gemeinnützige Organisationen unterstützen.“

Der größte Teil des Tages sollte geprägt sein von Dana, der Vorstellung, dass du etwas Gutes bewirken kannst mit dem, was du tust. Und das, was du tust, um Gutes zu bewirken, das solltest du tun und nicht aufgeben. Das dritte ist Tapas. Tapas, im engeren Sinn Askese, im weiteren Sinn, spirituelle Praktiken werden auf Sanskrit als Tapas bezeichnet. Also Asanas, PranayamaMeditation als die Hauptpraktiken z.B. in der Yoga Vidya Tradition. Diese solltest du täglich üben. Und darüber hinaus auch noch überlegen, ob es noch Praktiken gibt, die du machen kannst, um dich spirituell zu entwickeln. Diese solltest du täglich üben. Du kannst jetzt überlegen, machst du rituelle Handlungen, integrierst du sie in den Alltag, integrierst du sie in das tägliche Leben, integrierst du sie in den Jahresablauf. Wenn nicht, überlege, welche sinnvollen Rituale könntest du schaffen. Das kann etwas Einfaches sein. Es kann sein, eine Kerze anzuzünden bevor du meditierst, es kann sein, abends, wenn du von der Arbeit kommst, dich vor einem Altar zu verneigen, es kann sein, ein Götterbild aufzuhängen oder das Bild eines Meisters und ihn jeden Morgen und jeden Abend zu grüßen. Es können komplexere und einfachere Dinge sein.

Aber mache jeden Tag etwas, was eine rituelle Form der Gottesverehrung ist. Überdenke deinen Beruf und überlege, wie du deine beruflichen Handlungen verwandeln kannst, transformieren kannst in Karma Yoga, in Seva, in Dienen, in Dana, in Geben. Und überlege, ob du vielleicht ein bisschen deiner Freizeit noch mehr verwenden kannst, um dich für einen gemeinnützigen Zweck zu engagieren. Wenn du schon so viel machst, gut, dann behalte es bei. Und überlege, reicht deine spirituelle Praxis aus? Auch das gilt, immer wieder zu überprüfen. Es gibt so eine gewisse Neigung vieler Aspiranten, die Praktiken schleifen zu lassen. Mache das nicht. Entwickle deine Praktiken immer wieder weiter. Überlege: „Übe ich ausreichend Meditation? Übe ich ausreichend Pranayama? Übe ich ausreichend Asanas? Studiere ich die Schriften regelmäßig?“

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

 

 

 

 

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Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Drei höchste Dinge, um sich Gott zu nähern – BhG XVIII.5, Sukadev, tägliche inspiration

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