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Welche Phasen gibt es beim Burnout? Wie kommt es zu einem Burnout und wie kommt man wieder heraus?

In der Psychologie werden verschiedene Phasen und Modelle diskutiert. Als Beispiel möchte
Sukadev ein vereinfachtes Modell in mehreren Phasen darstellen.

Die erste Phase ist tiefe Begeisterung.
Eine starke Begeisterung gepaart mit großem Enthusiasmus für etwas bestimmtes, im alltäglichen Sprachgebrauch ``Für etwas brennen´´. Man will also etwas Großes leisten oder beweisen, gepaart mit Perfektionismus, also einem sehr hohen Anspruch an sich selbst, bildet es die Grundlage für einen möglichen Burnout.

Die zweite Phase ist ein Erfolgserlebnis.
Die eingesetzte Energie wird entlohnt, das Gefühl des Erfolgs wird von Menschen bestärkt die das was man macht oder geschafft hat toll finden. Man sieht dass man etwas bewirkt, dieses löst Freude aus und man fühlt sich in seiner Kraft.

Die dritte Phase ist das stoßen an seine Grenzen.
Das kann dadurch ausgelöst werden dass jemand bei deinem Vorhaben nicht mitziehen möchte, oder man selbst intolerant oder frustriert ist. Im Yoga würde man sagen dass die ``Pitta Menschen´´ die feurigen Menschen, eine höheren Gefahr des Burnouts des ``aus brennens´´ ausgesetzt sind. Das sind oftmals Menschen die sich stark für etwas begeistert sein können, und wenn sie an ihre Grenzen kommen löst das oft Frustration und Ärger aus, dieser zeigt sich dann in Form von Reizbarkeit oder Wutausbrüchen. Unterdrückte Wut staut sich an wenn sie nicht ausgelebt wird und richtet sich im Endeffekt gegen einen selbst.

Die vierte Phase ist die große Enttäuschung.
Kommt in so einer Situation dann noch eine große Enttäuschung dazu, zum Beispiel ein Kollege lässt einen im Stich, etwas geht schief und andere geben dir die Schuld dafür, kann dieses Ereignis zum Anstieg oder Ausbruch des Burnout beitragen.

Als Resultat der vorangegangen Ereignisse kommt es zu einem Energiedefizit, man hat weniger Freude an seinem Projekt, die Inspiration fehlt und alles läuft anders als man sich das wünscht.
An diesem Punkt kommt es dazu das man sich zwingt immer mehr zu machen, obwohl man weniger Energie hat. Dies ist nun der kritische Punkt. Man arbeitet unter Druck, hat keine Freude an seinem Werk, man macht die Dinge nicht mehr gut genug, da einem die Energie fehlt. Man fühlt sich getrieben und wird seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Andere Menschen raten einem vielleicht dazu, mal eine Pause zu machen und sich um sich selbst zu kümmern. Man selbst will aber dennoch weitermachen, weil man denkt dass es nur eine vorübergehende Tiefphase ist und man da jetzt halt so durch muss.

Dann stellt man fest, die anderen Menschen lassen einen alleine, wodurch man sich alleingelassen und einsam fühlt. Man bekommt bei der Arbeit immer weniger hin, der Geist ist nicht mehr klar und man kann nicht mehr richtig denken, man hat Selbstzweifel und kriegt nachts keinen Schlaf mehr. Man weiß nicht mehr wie es weitergehen soll. Durch deine selbst auferlegte Disziplin zwingst du dich immer weiter zu machen, aber du merkst dass etwas nicht mehr stimmt. Deine Kollegen merken eventuell eine Veränderung an dir, und dein Partner stellt fest dass du dich in letzter Zeit ungewöhnlich verhältst. Dein Partner will dir helfen und weist dich darauf hin, aber du leugnest das ab, weil du dir nicht eingestehen kannst, dass es ein Problem gibt.

Als nächstes kommt der große Zusammenbruch.
Dieser Zusammenbruch kann auch in zwei Schritten geschehen. Im ersten Schritt kann man noch sehr eingeschränkt, sozusagen auf Sparflamme, noch etwas leisten. Im zweiten Schritt geht überhaupt nichts mehr. Der Burnout ist komplett.

Wie kommt man wieder aus dem Burnout raus?
Der erste Schritt ist es den gegenwärtigen Zustand also den Burnout anzuerkennen und anzunehmen. Man sollte die Energielosigkeit und die Depression annehmen und als etwas Wichtiges und Wertvolles in seinem Leben ansehen. Es ist etwas was dich zur Neubesinnung führt. Die Annahme ist der erste Schritt raus aus dem Burnout und hin zu Heilung. Oft sagt man, wer in einem echten Burnout ist muss etwas Wichtiges in seinem Leben ändern. Das könnte der Beruf, die unerfüllte Partnerschaft oder der Sinnkontext des Lebens sein.

In diesem Fall wäre es laut Sukadev am ehesten empfehlenswert den Sinnkontext zu ändern in dem man zum Beispiel anfängt Yoga zu praktizieren, sich spirituellen Fragen stellt und tiefer über die Natur der Dinge nachdenkt. In dieser Phase besinnt man sich dann darauf was wirklich wichtig ist im Leben, und kann vielleicht feststellen dass in einem etwas schlummert das sich entfalten möchte, und das der Burnout ein Hinweis darauf war mal genaue hinzuschauen und auf seine innere Stimme zu hören.

Dann kann es Schrittweise wieder zurück ins Leben gehen, vielleicht geht man wieder zurück zu seinem Job oder man merkt dass das nicht mehr möglich ist und muss einen neuen Weg einschlagen.
In solch einem Zwischenstadium zwischen dem alten und dem neuen wäre es empfehlenswert Zeit in einem Yoga Ashram zu verbringen. Dort kommt man zu Besinnung und kann sich der Sinnfrage stellen. Man sammelt neue Kraft und Energie, bekommt neue Inspiration und Kreativität.

Diese Phasen des Burnouts sind persönliche Beobachtungen von Sukadev. Abschließend fügt Sukadev hinzu das es in jeder Phase des Burnouts möglich ist innezuhalten und umzukehren. Auf jeden Fall ist in jeder Phase das Üben von Yoga hilfreich.

Sukadev: ``Ich möchte dich Inspirieren, mache Yoga, das geht auch zu Hause mithilfe von CDs, DVDs, Bücher, oder übers Internet mit den kostenlosen Online Kursen von Yoga Vidya. Zum Beispiel den 10 Wochen Anfänger Kurs dem Tiefenentspannungskurs oder dem Meditationskurs. Das lässt sich alles super zuhause machen, wenn man momentan noch Schwierigkeiten damit hat in die Öffentlichkeit zu gehen. Auf unserer Internetseite www.yoga-vidya.de findest du all dieses kostenlose Video- und Audiomaterial was dir helfen kann.

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Tags: Burnout, Phasen, sukadev

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