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Die Meister sind in Gott aufgegangen – BhG X.9

„Der Geist der Weisen und Meditierenden und ihr Leben sind völlig in Mir aufgegangen. Sie erleuchten einander gegenseitig. Sie sprechen immer von Mir und sind zufrieden und froh.“
Krishna beschreibt das Leben vor fortgeschrittenen spirituellen Menschen. Fortgeschrittene spirituelle Menschen geben ihren Geist und ihr Leben ganz Gott hin. Sie erleuchten einander gegenseitig. Sie inspirieren einander gegenseitig. Sie sprechen immer wieder von Gott und sind so zufrieden und froh. Das ist jetzt ganz schön, dass die Weisen das machen, aber was heißt das für dich? Du kannst dich verhalten wie ein Weiser. Du kannst dir sagen: „Ich will mein Leben in Gott aufgehen lassen. Ich will mein Denken in Gott aufgehen lassen. Und ich möchte andere erleuchten.“ Das klingt jetzt hochtrabend. „Ich möchte andere mindestens inspirieren.“ Und das kannst du tun. Anstatt zu schimpfen über andere, kannst du im Gespräch mit anderen schauen, wie kannst du ihnen helfen. Du kannst es zum Anliegen machen: „Menschen will ich immer helfen. Mit wem auch immer ich zu tun habe, ich will ihm oder ihr helfen. Und ich will auch durchaus freigiebig mein Wissen mit anderen teilen. Ich will vielleicht zwischendurch anderen von Gott erzählen, soweit sie offen dafür sind. Vielleicht will ich meditieren. Vielleicht will ich einfach nur zuhören. In jedem Fall mein Leben sei dem gewidmet, dass ich anderen helfe. Und so kann ich zufrieden sein und froh.“

Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Meditation, Meister, Weise

Kommentar von Marianne Luxemburg am 14. März 2012 um 10:32pm

Einander gegenseitig erleuchten! Da geht mir die Sonne auf. Dass einer das mal auf die Tapete bringen kann. Ich kenne fast nur Leute auf dem Ego-Trip, die argwöhnisch prüfen, ob sie erleuchteter sind als die anderen. Ach du Schande! So schafft man es natürlich nie.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, und geteiltes Licht ist vielfaches Licht. Ich habe mich immer über jeden Menschen gefreut, der mir von seiner Gotteserfahrung erzählte. Und wer die nicht hat, soll doch guten Gewissens erst einmal ausschlafen, bevor er/sie aufwacht. Man soll Schlafende nicht wecken! Auch der Schlaf ist heilig!

Und ist die Nacht etwa schlechter als der Tag? Nein, beide Seiten haben ihre Berechtigung. Es kommt nur auf das richtige Gleichgewicht an. Licht würde gar nichts nutzen, wenn es das Dunkel nicht gäbe, dann würde nämlich gar kein Bild entstehen. Und kein Leben stattfinden.

Erleuchtung ist überhaupt kein Grund, zu prahlen. Es ist eine geistige Geburt, und dann ist man erst wie ein kleines Kind, König in seiner neuen kleinen Welt, ja. Und braucht Mama/Papa, die einen anleiten, daher braucht man Gott.

Obwohl diese neue Welt größer sein kann als die, aus der man kam, aber alles ist relativ. Und erst einmal ist man in der neuen Welt ganz klein und muss viel lernen, bevor man jene Welt ganz versteht. Und dann geht es weiter in die nächste ... Es gibt immer noch andere, die noch größer sind. Und das scheinbar Größere kann das Kleinere sein, und umgekehrt. Na und?

Leben heißt, Beziehungen erleben. Wie diese sich gestalten, das ergibt sich aus der Fähigkeit, diese Kunst der Lebens- oder Weltgestaltung anzuwenden. Wir alle spielen ein Theaterstück, in dem wir Rollen erfinden, verteilen, annehmen, abändern oder ablehnen. Weiterhin viel Spaß euch allen mit eurem eigenen und sozial vernetzten Unternehmen Leben! Lasst euch die Freude daran nicht verderben!

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