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Bhagavad Gita, 15. Kapitel, 6. Vers
„Na tad bhasayate suryo na sasanko na pavakah yad gatva na nivartante tad dhama paramam mama.“
Krishna, der Lehrer, Inkarnation, Manifestation Gottes, spricht: „Dort, in diesem höchsten Zustand, scheint weder Sonne, noch Mond, noch Feuer; wer dort hingelangt ist, kehrt nicht zurück; es ist meine höchste Wohnstatt.“

Krishna spricht über den höchsten Aspekt Gottes. Krishna spricht über das höchste Selbst. Krishna spricht über Erleuchtung, über Nirwana, über Nirvikalpa Samadhi. Es gibt einen Ort der Vollkommenheit, einen Ort, wo weder Sonne, noch Mond, noch Feuer scheinen, wo auch keine Dualität existiert. Wer dorthin gelangt ist, kehrt nicht zurück. Dort wohnt Gott. Gott ist erfahrbar jenseits allen Sehbaren, Hörbaren, Fühlbaren, Riechbaren, Schmeckbaren, jenseits allen Vorstellbaren. Wenn du Gott erfahren hast, dann bist du dort in Gott. Du brauchst keine Angst zu haben im Sinne von, dann kehrt du nicht zurück in diese Welt, „oh, was ist das dann für ein Zustand“. Du bist in diesem Zustand, du wirst anschließend auch wieder in den normalen Bewusstsein zurückkehren können. Aber du kehrst nicht wirklich zum Normalbewusstsein zurück, denn du bist wahrhaftig das Unendliche, das Ewige. Du kannst anschließend auch wirken in anderen Ebenen, aber es ist nicht so, dass du mal begrenzt bist, mal unbegrenzt bist. Du bist immer das Unbegrenzte, du bist immer eins mit Gott, nur du weißt es bisher nicht. Ab und zu mal erahnst du es. Und in tiefer Meditation erahnst du es. Manchmal in Naturerfahrungen erahnst du es. Manchmal in überbewussten Zuständen erahnst du es. Aus dieser Ahnung heraus handle auch im Alltag. Im Bewusstsein: „Ja, ich bin das Ewige, das Unendliche, das Absolute. Ich brauche nicht wirklich irgendetwas. Weil ich eins mit dem Unendlichen bin, bin ich vollkommen, so, wie ich bin. Ich wirke auf verschiedenen Ebenen. Ich kehre nicht wirklich dorthin zurück. Ich habe meine Aufgaben zu tun, ich habe meine Erfahrungen zu machen, aber ich bin und bleibe ewig und unendlich.“Versuche, immer wieder daraus zu handeln. Versuche, das als deine Grundlage zu machen. Ähnlich, wie du ein physisches Zuhause hast, wo du jeden Tag zurückkehren kannst. Aus diesem Haus magst du rausgehen können, aber du weißt: „Da ist mein Zuhause.“ So ähnlich gibt es aber ein wirkliches Zuhause, das wirklich deins bleibt, denn dein momentanes physisches Zuhause kann sich ja ändern, du magst umziehen. Dein physisches Zuhause mag abbrennen, es mag dir der Mietvertrag gekündigt werden oder familiäre Umstände führen dazu, dass du deine Wohnung wechseln musst. Nur die höchste Wohnung, die höchste ursprüngliche Wohnstätte, in der warst du immer, in der bist du, in der wirst du immer sein. Und dort kannst du immer wieder hin zurückkehren, auch wenn du scheinbar in diese Welt hineingehst, du bleibst doch immer in dieser „dhama paramam mama, in Meiner höchsten Wohnstätte“.

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

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