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Die Gunas kennzeichnen alle erschaffenen Wesen – BhG XVIII.40

Wir sind in der Bhagavad Gita, 18. Kapitel, 40. Vers.
„Na tad asti prthivyam va divi devesu va punah sattvam prakrti-jair muktam yad ebhih syat tribhir gunaih.“
Krishna sagt zu Arjuna:
„Es gibt kein Wesen auf der Erde und auch nicht im Himmel unter den Engelswesen, das frei ist von den drei Gunas.“

 

Solange du verkörpert bist, und sogar einen Engelskörper zu haben, heißt, einen Körper zu haben, hast du die drei Gunas. Du hast SattwaRajas und Tamas in dir. Und du kannst Sattwa, Rajas und Tamas geschickt leben oder weniger geschickt leben und du kannst dich davon beherrschen lassen oder auch nicht beherrschen lassen. Insgesamt ist es wichtig, dass du dein Sattwa erhöhst, sattwige Gewohnheiten entwickelst, sattwigen Geschmack entwickelst, dass du in deinem Wohnen, in deinem Kleiden, in deinem Essen, in deiner Sprache sattwig bist, dass du sattwige Charaktereigenschaften entwickelst, das ist wichtig.

 

Es ist hilfreich, dass du auch eben spirituelle Praktiken übst, Asanas, Pranayama, MeditationMantrasingen usw. All das hilft, dass du sattwiger wirst. Und je mehr Sattwa du entwickelst, umso reiner wirst du, umso leichter wird es dir fallen, Gott wahrzunehmen, dein höheres Selbst wahrzunehmen. Sattwig zu sein, heißt auch, mehr Freude zu erfahren. Sattwa zu haben, heißt auch, feinfühliger zu sein, heißt, das Göttliche in anderen wahrzunehmen, heißt, von Intuition besser geführt zu werden. Du kannst dich immer sattwiger machen, du kannst da tatsächlich daran arbeiten. Und ein großer Teil des spirituellen Lebens heißt, sich selbst sattwiger zu machen. Aber so sattwig du dich machst, du hast immer auch etwas Rajas. Ein bisschen Ego muss auch dabei sein, ein bisschen Verhaftung, ein bisschen Bindung ist da.

 

Der Wunsch auch nach Vergnügen kann auch manchmal etwas rajasig sein. Solange das Rajas gering ist, ist es auch nicht allzu schlecht. Du kannst das Rajas schrittweise sublimieren und sattwiger machen. Auch das Tamas hat seinen Platz. Das Tamas führt dazu, dass du auch mal müde bist und dass du dich schlafen legst. Tamas kann auch heißen, dass du auch mal dich der Muse hingibst und vielleicht auch mal einfach dich regenerierst und einfach etwas machst, was nicht übermäßig sinnvoll ist, außer dass es dich regeneriert. Entwickle also insgesamt mehr Sattwa, schätze aber auch etwas Rajas und etwas Tamas, und lebe auch Rajas und Tamas auf ethische Weise. Und dann erkenne, in Wahrheit bist du weder Sattwa, noch Rajas, noch Tamas, du bist noch nicht mal der gute Geschmack, du bist noch nicht mal die positiven Eigenschaften.

 

Du bist in Wahrheit das unsterbliche Selbst, der Atman. Jetzt überlege aber mal, wie weit bist du im Entwickeln von sattwigen Eigenschaften? Wie viele Wünsche hast du, die eher rajasig und tamasig sind? Wie stark sind deine rajasigen und tamasigen Eigenschaften? Wie häufig fühlst du dich eher träge? Wie häufig fühlst du dich eher unruhig? Wie häufig fühlst du dich im Gleichgewicht, harmonisch, freudevoll, in Verbindung mit Gott? Mache immer wieder eine ehrliche Bestandsaufnahme und dann nimm dir vor, Sattwa zu kultivieren, aber ohne dich an Sattwa zu verhaften.

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

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Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

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