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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Ich lese wieder aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“, das Kapitel „Om“, von Swami Sivananda:

„Om – die Grundlage aller Klänge. Alle Dinge werden durch Klänge benannt und alle Klänge verschmelzen im Omkara, in der Silbe Om. Alle Sprachen und Worte beginnen und enden in einem einzigen Klang – Om. Das Summen der Bienen und das liebliche Lied der Nachtigall, die sieben Musiknoten, der Klang der Mridangam und der Pauke, der Laute und der Flöte, das Brüllen des Löwen, der Klang des Geliebten, das Wiehern der Pferde, das Zischen der Kobra, das Stöhnen Kranker, das Weinen von Babys, der Applaus des Publikums, wenn der Redner seine Ansprache hält – all das sind nichts anderes als Emanationen von Om.“

Das bedeutet: Wir können diese verschiedenen Klänge als ein Ausdruck des Höchsten und des Unendlichen sehen. Eine wichtige Empfehlung vieler Meister ist ja, dass wir uns im Alltag immer wieder bewusst machen, dass alles letztlich ein Ausdruck Gottes ist. Die Welt ist nicht einfach irgendetwas Physisches, etwas Materielles, das überwunden werden muss, um zum Höchsten zu kommen, sondern letztlich ist die Welt selbst ein Ausdruck Gottes.

Und da die Welt selbst ein Ausdruck Gottes ist, können wir Gott in ihr erkennen. Angenommen, man hat einen Künstler, der schöne Bilder malt. Dann kann man an den Bildern den Künstler erkennen. Es sind zwar die Werke des Künstlers, nicht der Künstler selbst, aber über die Werke kann man der Person dahinter begegnen. Genau so können wir sagen, dass Gott wie der Künstler ist und die Welt wie ein Kunstwerk Gottes. Wir können Gott nicht direkt erfahren, so wie wir den Künstler vielleicht nicht selbst sprechen könne. Aber wenn wir uns Gott selbst im Moment nicht bewusst sind, dann können wir ihn an seinen Werken erkennen.
Wenn man sich überlegt, was es am Anfang der Schöpfung gab, dann kann man sich einen Vers aus den Veden zur Hilfe nehmen, der sagt: „Wer weiß, was vor Beginn der Schöpfung war? Selbst die Engel waren noch nicht da.“

Es gibt niemanden, der uns davon berichten kann, was wirklich vor Beginn der Schöpfung war. Das ist nichts, was wir beschreiben können. Dennoch behaupten die Meister aus ihrer Erfahrung des Überbewusstseins, dass es vor Beginn der Schöpfung Gott schon gab. Wer oder was Gott ist, können wir nicht verstehen. Wir können auch nicht sagen, woraus Gott diese Welt gemacht hat. Auf jeden Fall hat er nicht wie der Maler einfach eine Leinwand und Ölfarben gehabt, aus denen er etwas schaffen konnte. Also muss Gott die Welt aus sich selbst geschaffen haben. Und das bedeutet: Alles, was wir in dieser Welt haben, ist letztlich ein Ausdruck Gottes – Gott selbst.

Es wird immer Gott bleiben. Wenn wir also in irgendeinen Teil der Schöpfung tiefer hineingehen, dann erfahren wir auch dort Gott. Eine der vielen Möglichkeiten, sich immer wieder daran zu erinnern, ist es, dem Om in allem zu lauschen. Auch das, was uns vielleicht nicht gefällt, auch die alltäglichsten Geräusche sind nichts anderes als das Om. In all dem schwing das Om. Daran können wir uns immer wieder erinnern. Jeder Klang stammt aus Om, ist in Om und will uns zum Om zurückführen.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die <a href="http://www.yoga-vidya.de">Meditation</a> im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr <a href="http://www.yoga-vidya.de">Yoga Vorträge als mp3</a>

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Tags: anfang, bedeutung, beginn, inspirationen, klang, om, schöpfung, sukadev, tägliche, urlaut, Mehr...welt

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