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Das große Gähnen - höre auf deine Müdigkeit

Wenn du ständig gähnen musst, ist es nicht nur Sauerstoffmangel, sondern tatsächlich auch Müdigkeit. Müdigkeit, die schon lange tief in dir sitzt. Du wirst oft in deinem Leben deine Müdigkeit übergangen oder verdrängt haben. Häufig kommt sie dann beim anfänglichen Pranayama üben in Form von fast zwanghaftem Gähnen zum Vorschein. Du solltest sie nicht weiterhin unterdrücken und vertreiben. Dich hat die Müdigkeit gestört und jetzt stört dich die Auswirkung ihres Verdrängens (das Gähnen). Gib deinem Körper nach, sei müde und akzeptiere es. In meiner fünfjährigen Atemtherapieausbildung haben die Teilnehmer im ersten Jahr ohne Ende gegähnt. Und es wurde immer wieder betont, dass es erwünscht ist und jeder es vollkommen zulassen soll. Das war für einige sehr ungewöhnlich, weil wir hier ja so erzogen sind, fast alle natürlichen Körperäußerungen zu unterdrücken oder zu verstecken. Später haben dann alle berichtet, dass sie nun in jeder Situation, an jedem Ort und in jeder Gesellschaft einfach gähnen, wenn es ihnen danach ist. Wenn man dem in der Weise nachgibt reguliert es sich nach einiger Zeit. 

Das Gähnen ist ein unwillkürliches Dehnen und Zusammenziehen der Atemmuskulatur. Es will sie wieder beleben, entspannen und geschmeidiger machen. Diese Muskulatur ist im gewissen Sinn durch mangelnden Gebrauch verkümmert. Durch Pranayama erinnert sich der Körper wieder daran und unterstützt den eingeleiteten Prozess. Er nimmt sich nur, was ihm natürlicherweise zusteht. Freue dich darüber, dass du wieder lebendig wirst. Spüre in dich hinein und nimm deinen wirklichen und ganz individuellen Schlaf- und Wachseinrhythmus wahr. Gib ihm jetzt freundlich nach und vieles wird sich ändern. 

- Bhajan Noam -

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

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Tags: Atemmuskulatur, Bhajan_Noam, Gähnen, Körper, Müdigkeit, Pranayama

Kommentar von Bhajan Noam am 3. Juli 2014 um 9:34am

Gähnen in der Art ist ein Hinweis auf sogenannte "alte" Müdigkeit, die uns in der Regel nicht bewusst ist und die auch nichts mit dem momentanen Zustand zu tun haben muss. Der Körper ist ein Speicherchip, der alles Vergangene bewahrt, auch Müdigkeit, die wir nicht zugelassen, die wir übergangen haben. Der Körper hat sie irgendwo gespeichert. Deswegen gibt es auch die Methode der "Entmüdungsmassage der Muskeln". Die Muskeln haben diese Müdigkeit gespeichert. Oder den Ausdruck "mir sitzt die Müdigkeit in den Knochen". Das ist tiefsitzende Müdigkeit. Die Knochen "wissen" es, dass wir unseren Körper nicht berücksichtig sondern überfordert haben. Sobald wir unseren Körper durch Asanas oder Atemübungen anregen und wecken, erinnert er sich und nimmt sich über ein Gähnen (zum Beispiel) die Energie, die ihm fehlt, die ihm eigentlich zusteht. Dass dabei auch die entsprechenden Muskeln gedehnt werden, hatte ich oben bereits erwähnt. Besonders im Zwerchfell und der gesamten Atemmuskulatur kann viel dieser "alten Müdigkeit" gespeichert sein, die wir durch ein ausgiebiges Gähnen entlassen können.

Kommentar von Hannelore/Wuschel am 3. Juli 2014 um 11:52am

Das sagt unser Dirigent Montags in der Gesangstunde auch immer ;-)))

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