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Bei dieser Übung geht es nicht darum, tatsächlich einen Baum zu umarmen, obgleich auch das immer wieder eine wunderbare Erfahrung ist. Du nimmst bei ihr die Haltung ein, als würdest du einen dicken Baumstamm umarmen. 

Zuvor aber lege eine Weile deine Hände auf den Bauch und atme bewusst unter die Hände, sodass du die Bewegung des Ein- und Ausatmens deutlich spürst. Nimm dann einen schulterbreiten Stand ein, sei locker in den Knien, kippe das Becken unten etwas nach vorne und halte nun deine Arme in Brusthöhe wie beim Umarmen eines Baumes. Atme weiterhin langsam, sanft und tief in deinen Bauch. Reichere dich dabei mit Prana an. Stelle dir vor, dass sich dein Rumpf immer mehr mit Prana anfüllt, bis es letztlich in deine Arme überfließt und bis in die Hände hinein strömt. Nun ist es nicht mehr die Muskelkraft, die deine Arme erhoben hält, es ist die Energie, die sie trägt und die es dir immer leichter machen wird, in dieser Position zu verweilen. Lasse deine Schultern bewusst locker. Wenn du Spannungen und Schwere spürst während des Übens, lenke die Aufmerksamkeit auf den Atem. Prana wird allmählich die Spannungen auflösen und du wirst eine starke Wärme spüren. Bleibe beim ersten Mal fünf Minuten in dieser Position. Du kannst es täglich steigern, bis du bei einer halben Stunde angelangt bist, ohne dass es dich anstrengen wird.

Ich nennen diese Übung auch die „Therapeutenübung“, weil sie Körpertherapeuten und Energiearbeitern hilft, vermehrt die Energie aus dem Bauchzentrum, „Hara“, abzugeben und auch von hier die Kraft zur jeweiligen Behandlung kommen zu lassen. – Das gilt in gleicher Weise auch für alle Tätigkeiten des normalen Alltags. Wenn du durch die Übung gelernt hast, dich im „Hara“ zu zentrieren, dich hier mit Atem/Prana anzureichen und dann diese Kraft in deine Tätigkeit fließen zu lassen, wird dir bald alles deutlich leichter von der Hand gehen.

 

 

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob du vom Kopf her – wie üblich – deinem Körper befielst, dieses oder jenes zu tun, was deine pure Muskelkraft beansprucht, oder ob du mittels vertieften Atems Prana anreicherst und von dieser Energie alle deine Aktivitäten führen und tragen lässt. „Einen Baum umarmen“ ist eine der wichtigen Basisübungen. Sie erfüllt die Aktivitäten des Lebens mit neuem Bewusstsein und lässt dich mit Freude an sie herangehen. 

- Bhajan Noam -

(aus meinem Buch "SHASTRAS II - Worte und Übungen zur Befreiung von Geist und Körper")

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com


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Tags: Alltagstätigkeiten, Atem, Bhajan_Noam, Einen_Baum_umarmen, Freude, Hara, Kraft, Prana, Therapeutenübung, Übung

Kommentar von Ruth Elisabeth Kremer am 27. November 2013 um 4:02pm

Eine wunderbare Übung mit der Umarmung des Mammutbaumes in Bad Neuenahr & andere Gehölze. Eine beste Erlebnisbestätigung des Seins als Feuerschamanin & Yogini in Brahma. Om

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