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Wir müssen einiges dafür tun, einiges dafür opfern, aber was wir dafür bekommen, ist sehr viel großartiger als vieles andere. So könnt ihr also an Shivaratri oder nächste Woche oder heute oder morgen überlegen, ob es vielleicht Vorsätze gibt, die ihr erneuern wollt. Oder ob ihr euch vielleicht vornehmt, an Shivaratri den ganzen Tag zu fasten oder eine Monodiät durchzuführen, und nachts bis 4:30 Uhr nicht zu schlafen oder doch wenigstens bis Mitternacht nicht, und dann die Minuten vor Mitternacht besonders zu meditieren, oder vielleicht an diesem Tag etwas länger spirituelle Praktiken zu machen. Und wir machen dann diese spirituellen Praktiken wie eine Verehrung Gottes. Denn es gibt da auch wieder so eine Geschichte: Shiva wurde gefragt: „Was können wir Dir denn zu Deiner Hochzeitsfeier schenken?“ Und da hat Shiva gesagt: „Meditiert. Das ist das beste Geschenk, das ihr mir machen könnt.“ Und als sie dann gefragt haben: „Können wir denn noch mehr machen?“, dann hat er gesagt: „Macht Pranayama, wenn ihr noch mehr machen wollt.“ „Aber könntest Du nicht irgendetwas gebrauchen?“ Und dann hat Shiva gesagt: „Okay, ihr könnt Puja machen, rituelle Verehrung.“ Und als sie gefragt haben: „Was können wir denn noch machen?“ „Homa, Feuerverehrung.“ Ich habe noch was vergessen, als drittes hat er gesagt: „Ihr könnt Mantras wiederholen.“ Also erstens Meditation, zweitens Pranayama, drittens Mantras. Das könnt ihr machen, unabhängig, ob ihr hier seid oder woanders. Und dann werden wir hier natürlich Puja und Homa machen und das Ganze Gott darbringen.
Und das ist auch wieder wichtig. Wir sind ja in einem utilitaristischen Zeitalter und das war ja früher auch schon so. Oft praktiziert man Asanas und Pranayama um Rückenschmerzen loszuwerden, um Kopfweh zu überwinden, um mehr Energie zu haben, um freundlicher zu sein, mehr Erfolg im Beruf zu haben, nicht auszubrennen usw. Dafür können wir das machen, und es gibt ja genügend Untersuchungen, die zeigen, dass Yoga dafür gut ist. Aber wir können auch sagen, dass wir die spirituellen Praktiken als Verehrung Gottes machen. Wir machen sie aus Dankbarkeit für die Großartigkeit des Lebens und des Universums. Wir wollen gar nichts dafür haben. Wir machen es nicht, um etwas zu erreichen, sondern wir bringen es als Dankbarkeitsgeschenk Gott, dem Göttlichen, dem kosmischen Bewusstsein dar. Auch das ist eine der Symboliken von Shivaratri.
In einer Woche mehr darüber.
Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Disziplin, Inspirationen, Selbststudium, Sukadev, Vidya, Yoga

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