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Om namah shivaya,
ich habe seit kurzem eine Teilnehmerin in meinem Yogakurs, die sehr häufig Attacken Herzrasen hat. Es konnte pathologisch nichts festgestellt werden, das Herz ist gesund.
Hat jemand von euch Erfahrungen? Kann mir Tipps geben?
Hari om Savitri

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Liebe Savitri,

wenn alle in betracht kommenden körperlich pathologisch möglichen Ursachen geklärt und ärztlich für negativ befunden wurden, es liegen also keine Störungen vor, sollten mindestens ebenso gründlich die psychischen Möglichkeiten für, ich vermute es sollte Panikattacken heißen, und Herzrasen, anamnestisch geklärt werden.
Das bedeutet u.a. wann, wie oft, in welchen Situationen und vor allem wie stark treten derartige Störungen, möglicherweise noch mit anderen körperlichen Symptomen wie Schweißausbrüchen, Atembeschleunigung, etc., verbunden, auf. Stress, spezielle und allgemeine Angstzustände, etc., etc., da gäbe es viele Möglichkeiten woran so etwas liegen könnte.

Empfehlen kann man, denke ich, bei aller gebotenen Vorsicht, Atemübungen, die vor allem harmonisierend, beruhigend und ausgleichend wirken wie allgemeine Prana-Atmung (Ablauf wie Wechselatmung, nur durch beide Nasenlöcher, ohne Zuhalten eines von beiden), Wechselatmung, oder die einfachste von allen, die allgemeine Entspannungsatmung mit 4 Sek. (bewusst) einatmen und doppelt so lange, also 8 Sek., (unbewusst) ausatmen, d.h. den Atem mit Hilfe des Zwerchfells (aus)fließen lassen. Das so lange wiederholen, bis eine deutlich spürbare Harmonisierung, Beruhigung eingetreten ist, was meist schon nach etwa 5 Durchgängen eintritt. Eine regelmäßige Übung dieser Atemtechniken außerhalb der angesprochenen Störungen in nicht akuten Zeiten, ermöglicht eine allgemeine Konditionierung die dafür sorgen könnte, dass mittelfristig, je nach festzustellender Ursache für die Störungen, sogar eine Reduktion oder Milderung derselben zu erreichen sein könnte. Die Atmung ist sozusagen das Bindeglied zwischen Körper und Geist und ermöglicht es uns indirekt auf körperliche und psychische Prozesse Einfluss zu nehmen die grundsätzlich einer bewusssten Einflussahme entzogen sind.
Das kann und soll jedoch eine gründliche auch psychische Anamnese nicht ersetzen, um die Ursache der Störung aufzuspüren. Letztlich kann man einem Problem nur dann effizient begegnen, wenn dessen Ursache geklärt ist.

Ich hoffe Dir schon einmal etwas weitergeholfen zu haben
Viele Grüße
Om shantih
Detlef
Namasté,
sehr viele Informationen zu Herzrhythmusstörungen findet man unter NDR Fernsehen "Visite" vom 29.03.2011 und im anschließenden Chat mit Prof. Schuchert.

Om shanti Om

Klaus-Jürgen
Lieben Dank Detlef,
die Teilnehmerin wird bereits intensiv psychologisch betreut, es steht fest, dass die Attacken
psychisch bedingt sind. Der Auslöser ist ebenfalls bekannt. Deine o.g. Atemübungen haben wir
bereits in ihren Tagesablauf integriert. Kannst du mir evtl. auch Asanas empfehlen, die helfen
können?
Om shanti
Savitri
Danke Klaus-Jürgen, die Sendung werde ich mir im Internet ansehen.
Om shanti
Savitri
Liebe Monika Savitri,

dann scheint die Teilnehmerin ja bereits in guten Händen, zumindest in fachkundiger Betreuung.
Im folgenden link findest Du einige asana (nur am Rande: klein geschrieben, weil es im sanskrit keine Groß- und Kleinschreibung gibt und ohne s am Ende, weil es sich dabei um eine angefügte Endung aus dem Englischen handelt; im sanskrit wird der Plural anders gebildet) welche sich harmonisierend auf das gesamte Nervensystem auswirken und einzelne, wie beispw. mrigasana (das Reh), auch dazu beitragen die Atmung zu vertiefen und damit helfen die angesprochenen Atemübungen in ihren Wirkungen zu intensivieren:

http://www.yoga-im-taeglichen-leben.at/esystem/yoga/de/195300/asana...

Da es häufig in Erwartung neuer Panikattacken oder eines Herzrasens zu sog. "Erwartungsangst" kommt, die mit erheblichen Verspannungen verbunden sein kann, sollten auch Übungen zur körperlich muskulären Entspannung des ganzen Körpers in einem speziellen Programm für diese Schülerin Berücksichtigung finden.

Liebe Grüße
Om shantih
Detlef
Hallo Monika,
ich kann etwas aus eigener Erfahrung sagen, da ich selbst betroffen bin- kenne diese " Schnelllebigkeit " die sich auch im Herzrhythmus bemerkbar macht...
Ganz nützlich ist die Ujjayi-Atmung, da sie sich beruhigend gerade auf die Organmuskulatur auswirkt- möglichst häufig, nicht nur auf der Matte- eben Yoga im Alltag- immer, und so oft, wie`s in den Focus der Achtsamkeit rückt...

Und- da ich mich im Moment ayurvedisch weiterbilde...da es sich um ein Pitta Ungleichgewicht handelt...das Herzchen gehört zu den Pitta Organen...eben alles, was das Feuer ausgleicht- erdende Asanas, Pranayama, Meditation- alles, was eher in die Ruhe, als in die Anstrengung führt.

Bin gerade dabei, zu erkennen, dass auch Asanas, die gemeinhin eher in die Anstrengung führen, als nicht puschend ausgeführt werden können...alles Kopfsache- es braucht seine Zeit, bis Kopf und Körper eins werden...

Liebe Grüße, und namaste Bärbel
Liebe Savitri,
eine Teilnehmerin meines Yogakurses hat mir berichtet, dass sie mit Erfolg die gedankliche Wechselatmung eingesetzt hat. Sie hat vor allem nachts manchmal Herzflimmern. Als sie begann die Atemzüge zu zählen, war das Herzflimmern beim sechsten Atemzug vorbei. Man zählt dabei rückwärts, z.B. links ein 27, rechts aus 27; rechts ein 26, links aus 26 usw., ohne die Finger zur Hilfe zu nehmen, nur vorgestellt. Wenn man sich verzählt, fängt man wieder bei 27 an, oder man zählt ab 108, wenn es etwas länger dauert.
Om Shanti Ambika
Danke Bärbel, danke Ambika,

ich werde gleich morgen die Hinweise an meine Teilnehmerin weitergeben.

Eine schöne Woche, namaste
Savitri
Hallo Monika , es traf mich und mein Herz fing an zu rasen als ich das Wort Herzrasen erblickt hatte .
( eine kleine poesie , musste raus ) .
Ich hatte letzten Herbst eine enorme Erfahung mit Herzrasen . Es war das letzte drittel meiner Yogaausbildung , in dem wir sehr Intensiev Kundalini Yoga geübt hatten . Ich bin eifrig dabei gewesen und wollte nichts verpassen . An einem Nachmittag als ich im Shop stöberte ( es war wenig los) spürte ich meinen Puls wie er förmlich raste , ich habe den pulsschlag in meinen Ohren gehört . Ich war Iritiert und habe mich ein wenig hingelegt . Nachdem ich aufgewacht war raste mein Plus immer noch (Ruhepuls zw. 160 und 180 Schläge in der Minute) , auch Meditation half nicht .Darauf hin bin ich zu meinen Ausbildern gegangen die mir anrieten (etwas abtuent wie ich einmal in Unmut hier schreiben muss ) Sitalie und Sitkarie ( Abkühlende Atemübungen ) durch zuführen . Ich habe es regelmässig gemacht und nach ein paar Tagen war es besser . Ich war sicher das der Grund die Kundalini Übungen waren . Zufrieden mit der Unterstützung die man uns im vorfeld Angeboten hatte war ich nicht , ich fühlte mich alleingelassen (so genug des Unmutes) ,
Ein halbes Jahr später erzählte ich einer mich behandelden Rekimeisterin von meinem Herzrasen .
Woraufhin sie meint , es könne sein , dass die Kundalienieenrgie aufgestiegen ist und mein Herzchakra nicht vollständig oder gar nicht geöffnet war und sich somit die aufgestaute Energie als Herzrasen bemerkbar gemacht hat . Sie empfahl mir wenn es in diesem Konsens wieder auftreten sollte , mir vorzustellen , wie sich die Kundalienieenergie in Form der Schlange wieder zurückrollt in meinenSteissbeingegend ( das ganze Bewusst und drei mal )
In welcher Form es wirkt kann ich leider nicht sagen da ich seither nicht so ein starkes Herzrasen hatte . Vielleicht konnte ich euch mit meiner Erfahrung etwas helfen .

Alles Liebe Jenny
Danke liebe Jenny,
ich werde meiner Teilnehmerin Sitali/Sitkari empfehlen.
Liebe Grüße
Monika
Om namah shivaya Monika Savitri
Wie lange macht die neue Teilnehmerin denn schon yoga, bzw. genauer pranayama? Ich frage deshalb, weil sich mit sitali und sitkari nur dann durchgreifend positive Wirkungen erzielen lassen, wenn grundlegendere Dinge schon "verfestigt" sind. Nicht umsonst zählen diese Atemübungen eben nicht zu denjenigen für Beginner, sondern werden erst etwas später gelehrt...
Hast Du Dir die von mir oben per link angebotenen asana einmal angesehen? Die ließen sich prima zu einem speziellen Programm zusammenstellen, welches auch das Intensivieren der Atmung und der damit verbundenen Funktionen der Harmonisierung beinhalten könnte...
Im Zusammenhang mit einigen guten Tipps der anderen Ratgeber hier sollte sich damit etwas Positives bewirken lassen.

Ein wichtiges Detail wäre noch, die Teilnehmerin an Deinen Kursen auch von Deiner Seite aus psychisch zu stützen, indem Du ihr die hier von den unterschiedlichen Teilnehmern angebotenen Möglichkeiten offerierst, dass sie erkennt, dass durchaus Hoffnung auf Linderung oder sogar Besserung besteht, ohne ihr jedoch Versprechungen oder Zusagen zu machen, die auch zu Enttäuschungen führen könnten. Bei Menschen mit schweren subjektiven Belastungen kann schon allein die Aussicht auf Linderung nicht nur allgemein das psychische Befinden stützen, sondern unter Umständen sogar die positive Wirkung der einen oder anderen angebotenen Technik verbessern helfen...

Viel Erfolg
Om shantih
Detlef
Om namah shivaya,

ich danke dir recht herzlich. Den o.g. Link habe ich ihr bereits per Mail zugesandt und sie hat daraus direkt neue, für sie wichtige Dinge, erfahren. Eine Zusammenstellung aller Mails werde ich ihr heute Abend geben.
Die psychische Unterstützung meinerseits, wird sie auf jeden Fall erhalten, ich habe auf Grund der geführten Gespräch schon ein positives Feadback erhalten. Werde mit Sitali/Sitkari noch etwas warten, da hast du recht, danke für den Hinweis. Im nächsten Gespräch will ich sie fragen, ob sie mit einem eigenen Programm einverstanden ist, und auch bereit ist, zu Hause zu üben.

Liebe Grüße und namastee
Savitri

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