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Namaste,
ich habe ein TN der unter grünem Star leiden.
Frage: welche Asanas sind geeignet und welche nicht?. Er möchte gerne alle Asanas üben, ich mache mir aber Sorgen um seiner Gesundheit. Ich habe ihm empfohlen die Umkerhaltungen (Kopfstand und Schulterstand) vorerst nicht zu üben.
LG Franz

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Om namah shivaya und namasté Frankund alle Interessierten.

Bei einer Erkrankung an grünem Star (so. Glaukom), bei dem der Innendruck des Auges überhöht ist, kann Yoga (hatha yoga) nur als sehr eingeschränkt geeignet angesehen werden.
Um den Druck nicht weiter zu forcieren, also möglicherweise alles noch zu verschlimmmern, sind alle Positionen und Übungsabläufe nicht geeignet, die mit Anstrengung verbunden sind, da eine solche den Augeninnendruck erhöht. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf die sogenannten Umkehrstellungen wie Schulterstand, Kopfstand, Skorpion und artverwandte Positionen hinzuweisen, Diese sind aufgrund des dabei erhöhten Blutrückflusses zum Kopf auf jeden Fall zu unterlassen.
Deutlich besser geeignet sind meditative Techniken zur Entspannung, da es im Einzelfall sehr schwierig sein kann, ein möglicherweise bereits zu Schaden geneigtes Anstrengen von einem gerade noch unschädlichen abzugrenzen...

Siehe dazu auch
http://www.fid-gesundheitswissen.de/augenheilkunde/gruener-star/gru...



Detlef schrieb:

Om namah shivaya und namasté Frankund alle Interessierten.

Bei einer Erkrankung an grünem Star (so. Glaukom), bei dem der Innendruck des Auges überhöht ist, kann Yoga (hatha yoga) nur als sehr eingeschränkt geeignet angesehen werden.
Um den Druck nicht weiter zu forcieren, also möglicherweise alles noch zu verschlimmmern, sind alle Positionen und Übungsabläufe nicht geeignet, die mit Anstrengung verbunden sind, da eine solche den Augeninnendruck erhöht. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf die sogenannten Umkehrstellungen wie Schulterstand, Kopfstand, Skorpion und artverwandte Positionen hinzuweisen, Diese sind aufgrund des dabei erhöhten Blutrückflusses zum Kopf auf jeden Fall zu unterlassen.
Deutlich besser geeignet sind meditative Techniken zur Entspannung, da es im Einzelfall sehr schwierig sein kann, ein möglicherweise bereits zu Schaden geneigtes Anstrengen von einem gerade noch unschädlichen abzugrenzen...

Siehe dazu auch
http://www.fid-gesundheitswissen.de/augenheilkunde/gruener-star/gru...



Detlef schrieb:

Om namah shivaya und namasté Frankund alle Interessierten.

Bei einer Erkrankung an grünem Star (so. Glaukom), bei dem der Innendruck des Auges überhöht ist, kann Yoga (hatha yoga) nur als sehr eingeschränkt geeignet angesehen werden.
Um den Druck nicht weiter zu forcieren, also möglicherweise alles noch zu verschlimmmern, sind alle Positionen und Übungsabläufe nicht geeignet, die mit Anstrengung verbunden sind, da eine solche den Augeninnendruck erhöht. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf die sogenannten Umkehrstellungen wie Schulterstand, Kopfstand, Skorpion und artverwandte Positionen hinzuweisen, Diese sind aufgrund des dabei erhöhten Blutrückflusses zum Kopf auf jeden Fall zu unterlassen.
Deutlich besser geeignet sind meditative Techniken zur Entspannung, da es im Einzelfall sehr schwierig sein kann, ein möglicherweise bereits zu Schaden geneigtes Anstrengen von einem gerade noch unschädlichen abzugrenzen...

Siehe dazu auch
http://www.fid-gesundheitswissen.de/augenheilkunde/gruener-star/gru...

 Hallo Detlef, viel Dank für deine schnelle Antwort, es hat mir viel geholfen. Na klar heißt es Glaukom, habe mich vertippt.

Namasté Frank,
freut mich, dass ich ein wenig helfen konnte.
Ich wollte Dich übrigens nicht verbessern. Über den kleinen Tippfehler mit dem Glaukom hatte ich sogar hinweg gelesen. Der ist mir gar nicht bewusst aufgefallen; im übrigen ist bei mir auch einer drin. Ich habe bei sogenannt das g in der Abkürzung "unterschlagen".
Weiterhin viel Freude mit dem Yoga

OM shantih
Detlef

frank_eisenbeil schrieb:



Detlef schrieb:

Om namah shivaya und namasté Frankund alle Interessierten.

Bei einer Erkrankung an grünem Star (so. Glaukom), bei dem der Innendruck des Auges überhöht ist, kann Yoga (hatha yoga) nur als sehr eingeschränkt geeignet angesehen werden.
Um den Druck nicht weiter zu forcieren, also möglicherweise alles noch zu verschlimmmern, sind alle Positionen und Übungsabläufe nicht geeignet, die mit Anstrengung verbunden sind, da eine solche den Augeninnendruck erhöht. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang auf die sogenannten Umkehrstellungen wie Schulterstand, Kopfstand, Skorpion und artverwandte Positionen hinzuweisen, Diese sind aufgrund des dabei erhöhten Blutrückflusses zum Kopf auf jeden Fall zu unterlassen.
Deutlich besser geeignet sind meditative Techniken zur Entspannung, da es im Einzelfall sehr schwierig sein kann, ein möglicherweise bereits zu Schaden geneigtes Anstrengen von einem gerade noch unschädlichen abzugrenzen...

Siehe dazu auch
http://www.fid-gesundheitswissen.de/augenheilkunde/gruener-star/gru...

 Hallo Detlef, viel Dank für deine schnelle Antwort, es hat mir viel geholfen. Na klar heißt es Glaukom, habe mich vertippt.

Namaste,
lieber Frank

Die Aussage von Detlef ist so abschliessend wie sie gäußert ist in dieser Form falsch. Auch wenn etwas im Internet veröffentlicht ist muss das nicht heissen, dass es wahr ist.
Hatha Yoga und die Asanas sind so wichtig, dass man sie nicht leichtfertig aufgeben sollte.
Erstens sollte man als Yoga-Übender auch auf seine Intuition und seinen Körper horchen; da bekommt man schon orientierende Signale wie gut einem die Übung tut und zweitens kann man auch Umkehrstellungen modifizieren und angepasst üben.
Die Überlegung hinter dieser dramatischen Warnung ist natürlich, dass der Augeninnendruck sich erhöhen kann in Umkehrstellungen aber belastbare Daten gibt es erstaunlich wenig. Hier ersetzt die Hypothese die Erfahrung.
Aus meinen eigenen Kursen als Augenarzt weiss ich, dass der Augeninnendruck ansteigt in z.B. dem Kopfstand aber- und das ist der Punkt !- nach Ende der Übung auf ein tieferes Niveau absinkt als vor der Übung.
Inwieweit nun Übungen für einen ganz bestimmten Menschen in Frage kommen muss man dann auch individuell ausarbeiten aber von vornherein eine komplette Übungsrichtung auszuschliessen ist grundverkehrt und nicht angezeigt.
Natürlich ist die autogene Übung von Prof.Strempel gut aber auch sie hat keine Erfahrung mit Hatha-Yoga Übungen und hat diese von vornherein ausgeschlossen aus theoretischen Überlegungen bzw. weil es für Yoga Anfänger schwerer zu erlernen ist.
Mittlerweile weiss man auch , dass der Augeninnendruck nur einen kleinen Teil in der Kette zum Glaukom bedeutet aber dies würde hier zu weit führen.

Om shanti

Om namah shivaya und Namasté an alle Interessierten,

es mag durchaus sein, dass an Clemens, so ad hoc von mir nicht überprüfbaren Argumentation etwas dran ist. Das will ich auch gar nicht pauschal abstreiten. Doch gilt für mich als verantwortungsvollem Yogalehrer die uralte Grundregel 'Vorsicht ist besser als Nachsicht' und das um so mehr als es um die Gesundheit anderer Menschen geht. Viel zu lange wurden in der Yoga-Szene bereits unabstreitbar vorhandene Risiken, ich will nicht behaupten totgeschwiegen, aber dennoch oft gut kaschiert, um bloss immer in einem positiven Licht dazustehen. Bekannter Maßen beinhaltet die yogische Lebensphilosophie aber auch den Grundsatz ehrlich und aufrichtig zu sein, was in dem Zusammenhang ganz sicher nicht immer der Fall war. Das bedeutet auch offen zu den vorhandenen Risiken zu stehen. Dazu sei hier ein guter, aktueller Artikel aus dem Wissenschaftsbereich der Süddeutschen Zeitung angeführt, der diese Vorgänge fundiert aufgreift, detailliert und begründet darstellt und mit Belegen versieht:
Niemand will dem Yoga seine grundsätzlich gesundheitlich positiven Wirkungen abspechen. Im Gegenteil ist hatha yoga bereits weithin, sogar unter Medizinern und Wissenschaftlern, anerkannt. Doch sind und bleiben gewisse Risiken, die man gerade bei konsequenter yogischer Lebensweise nicht verschweigen darf.
Siehe dazu hier ausführlich
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/trendsport-yoga-und-seine-ris...

Etwas verwunderlich erscheint mir in diesem Zusammenhang, dass Clemens als Augenarzt bereit ist, obwohl er selbst den ansteigenden Augeninnendruck bei Umkehrstellungen bestätigt, das Risiko einer möglicherweise dadurch zunehmenden Schädigung eines bereits von einem Glaukom betroffenen Auges in Kauf zu nehmen. (Es geht hier nicht um den Weg zu einem Glaukom, sodern darum bei einem bereits vorhandenen Risiken zu vermeiden; siehe Eingangsbeitrag) Seiner, also Clemens', Argumentation ist nämlich nicht zu entnehmen, dass er ein solches Risiko völlig ausschließen kann...

OM shantih
Detlef

Ergänzung: Zustimmen kann ich hingegen Clemens Argumentation, dass nicht alles, was im Internet geschrieben steht, auch der Wahrheit entsprechen muss. Oft ist das Gegenteil der Fall. Es empfiehlt sich eine Gegenprobe anhand von möglichst neutralen Quellen, wann imer möglich...

Allen ein gesundes Leben
OM shantih
Detlef

Namaste,
lieber Detlef

Deine Argumentation ist vordergründig besorgt um den Klienten aber nicht substantiiert. Wenn Du Angst hast Risiken einzugehen darfst Du nicht mit Menschen arbeiten. Die vermeintliche Sicherheit , die Du suggerierst gibt es nicht. Dein Rat
Hatha Yoga bei Glaukom zu vermeiden schneidet unter Umständen Menschen von einer excellenten Möglichkeit ab mit ihrer Krankheit umzugehen.
Der Artikel in der Süddeutschen ist oberflächlich und banal. Jeder der mit offenen Augen in der Yoga-Welt unterwegs ist weiss, dass falsches Üben Risiken und Nebenwirkungen hat und beschränkt sich auf die rein physischen Aspekte. Das hat mit yogischer Lebensweise gar nichts zu tun.Solche Artikel gibt es für Nordic-Walking, für Fitness-Studios und Fahrradfahren.
Was er zeigt ist allerdings die weitgehende Unmündigkeit , in die sich viele Menschen freiwillig begeben. "Ehrlich und aufrichtig" heisst für den Yogi eben nicht, etwas zu verschweigen weil es Risiken bergen könnte. Das ist eine Bevormundung des Klienten, die eine Sicherheit vorspiegelt, die es nicht gibt.Das Leben ist eine zu 100% tödlich verlaufende Krankheit.
Ich bin im übrigen nicht "bereit ein Risiko" für den Übenden einzugehen. Deine Formulierung ist ganz schön negativ unterstellend, zumal für jemanden, der sich nicht mit den Details auskennt. Glaukom ist kein Zustand sondern ein Prozess und im Zweifelsfall muss man sich Klarheit verschaffen, wo sich der Übende in diesem Prozess befindet.
Ich fände Dein Statement ok, wenn Du darauf hinweist, die medizinischen Grundlagen nicht beurteilen zu können und deswegen empfiehlst auf bestimmte Techniken zu verzichten. So aber täuschst Du eine Kompetenz vor die so nicht besteht und den Klienten unmündig hält!

Om Shanti
Clemens



clemens schrieb:

Namaste,
lieber Detlef

Deine Argumentation ist vordergründig besorgt um den Klienten aber nicht substantiiert. Wenn Du Angst hast Risiken einzugehen darfst Du nicht mit Menschen arbeiten. Die vermeintliche Sicherheit , die Du suggerierst gibt es nicht. Dein Rat
Hatha Yoga bei Glaukom zu vermeiden schneidet unter Umständen Menschen von einer excellenten Möglichkeit ab mit ihrer Krankheit umzugehen.
Der Artikel in der Süddeutschen ist oberflächlich und banal. Jeder der mit offenen Augen in der Yoga-Welt unterwegs ist weiss, dass falsches Üben Risiken und Nebenwirkungen hat und beschränkt sich auf die rein physischen Aspekte. Das hat mit yogischer Lebensweise gar nichts zu tun.Solche Artikel gibt es für Nordic-Walking, für Fitness-Studios und Fahrradfahren.
Was er zeigt ist allerdings die weitgehende Unmündigkeit , in die sich viele Menschen freiwillig begeben. "Ehrlich und aufrichtig" heisst für den Yogi eben nicht, etwas zu verschweigen weil es Risiken bergen könnte. Das ist eine Bevormundung des Klienten, die eine Sicherheit vorspiegelt, die es nicht gibt.Das Leben ist eine zu 100% tödlich verlaufende Krankheit.
Ich bin im übrigen nicht "bereit ein Risiko" für den Übenden einzugehen. Deine Formulierung ist ganz schön negativ unterstellend, zumal für jemanden, der sich nicht mit den Details auskennt. Glaukom ist kein Zustand sondern ein Prozess und im Zweifelsfall muss man sich Klarheit verschaffen, wo sich der Übende in diesem Prozess befindet.
Ich fände Dein Statement ok, wenn Du darauf hinweist, die medizinischen Grundlagen nicht beurteilen zu können und deswegen empfiehlst auf bestimmte Techniken zu verzichten. So aber täuschst Du eine Kompetenz vor die so nicht besteht und den Klienten unmündig hält!

Om Shanti
Clemens

Hallo meine Lieben Detlef und Clements,
eure Debatte zum Thema Glaukom finde ich sehr interessant. Jeder von euch hat Recht. Mein TN war ein bisschen enttäuscht als ihm empfohlen habe die Umkehrhaltungen vorerst nicht üben. Er soll mit dem Augenarzt mal klären welche Asanas für ihn ungeeignet sind. Es kommt drauf an, wie der Arzt zum Yoga steht. In der Gruppe übt er alternativ den Hund und Delphin. Die Frage ist nur, ob in den Umkehrhaltungen der Augeninnendruck zu spüren ist, so dass der TN rechtzeitig aus der Stellung raus kommen kann.
Danke euch.
Om Shanti Frank

Namasté Clemens und alle Interessierten,

leider wird Dein Stil zu diskutieren jetzt zu unsachlich, womit Du Dich selber disqualifizierst. Man stellt immer wieder fest, bzw. ist das eine psychologische Grundlagenerkenntnis, dass es immer dann unsachlich wird, sobald jemand sich im Nachteil sieht, (in dem Fall wäre er in yogischer Entwicklung noch nicht allzu weit) oder er sachlich nicht mehr viel beizutragen hat.
Du kannst weder beurteilen was ich medizinisch beurteilen kann und was nicht, noch scheinst Du den Artikel in der Süddeutschen richtig gelesen zu haben. Von dort aus hättest Du beispielsweise zu fundierten Forschungsergebnissen der Deutschen Sporthochschule Köln kommen können und an andere Stellen.
Etwas unverschämt wird das Ganze dann in den Teilen Deines Beitrags, wo Du mir Bevormundung der Klienten und sogar Kompetenzvortäuschung unterstellst. Wer, wie Du es anscheinend tust (man beachte den Konjunktiv, bevor wieder Klagen kommen), den umsichtigen Schutz der Klienten mit Bevormundung verwechselt, sollte sich einmal fragen, ob er im richtigen Berufsfeld arbeitet. Und jemand wie ich, der die überwiegende Zeit seines Lebens darauf verwendet hat, und weiter verwendet, Kompetenz aufzubauen und zu erhalten, müsste sich um den hier realitätsfernen Unfug der Kompetenzvortäuschung gar nicht kümmern, wenn dieser nicht schon juristisch bedenkliche Formen annähme und deutlich über die Grenzen des guten Geschmacks einer sachlich qualifizierten Diskussion hinausginge.
Nirgendwo habe ich den yoga als Absolutum ausgeschlossen, sondern nur in diesem Fall eines schon von einem Glaukom Geschädigten als gering geeignet, also immer noch verwendbar bezeichnet. Dir hingegen könnte man Oberflächlichkeit durchaus nachweisen, was Du, wie schon das Eingehen eines unnötigen Risikos durch Deine eigenen Darstellungen belegst. Über die Stelle, dass es hier um einen bereits von einem Glaukom Betroffenen geht, und es sich nicht um jemanden handelt, der kein Glaukom bekommen möchte, weil er vielleicht eine Prädisposition aufweist, bist Du übrigens bislang anscheinend geflissentlich hinweggegangen, wozu sich jeder geneigte Leser seine eigene Meinung bilden möge...Ich ziehe persönlich eine gründlichere Arbeitsweise vor, was ich insbesondere auch von Ärzten und anderen Personen mit derart hoher Verantwortung für andere Menschen erwarte.
Darüber hinaus ist Plattitüden zu verwenden, wie die, dass jeder einmal sterben wird, in der Sache wenig zielführend. Dann bräuchte man sich über gar keine Risiken im Leben mehr auszutauschen und anderen auch keinerlei Rat in solcher Hinsicht mehr zu geben und jeder Hilfsberuf wäre überflüssig, was zu Erhaltung und Verbesserung der allgemneinen und besonderen Lebensqualität definitiv nicht der Fall ist.

Allen ein gesundes Leben
OM shantih
Detlef



frank_eisenbeil schrieb:

Hallo meine Lieben Detlef und Clements,
eure Debatte zum Thema Glaukom finde ich sehr interessant. Jeder von euch hat Recht. Mein TN war ein bisschen enttäuscht als ihm empfohlen habe die Umkehrhaltungen vorerst nicht üben. Er soll mit dem Augenarzt mal klären welche Asanas für ihn ungeeignet sind. Es kommt drauf an, wie der Arzt zum Yoga steht. In der Gruppe übt er alternativ den Hund und Delphin. Die Frage ist nur, ob in den Umkehrhaltungen der Augeninnendruck zu spüren ist, so dass der TN rechtzeitig aus der Stellung raus kommen kann.
Danke euch.
Om Shanti Frank

Lieber Frank,
der Rat an Deinen Klienten, er möge zunächst einen Arzt konsultieren, ist auf jeden Fall der richtige Weg, sowohl menschlich, medizinisch als auch juristisch. Problem in solchen Fällen ist generell, dass, ich meine Clemens hat das an einer Stelle schon angeführt, noch zu wenig Ärzte eine direkte Beziehung zum yoga aufweisen und daher dessen Wirkungen nur aus theoretischen Erwägungen beurteilen können. Doch, sollte ein Arzt gleichzeitig über Erfahrungen im yoga verfügen, kann und darf das meines Erachtens in keinem Fall zu vermehrter Unvorsichtigkeit und der Eingehung unnötigen Risikos führen. Gesundheitliche Risiken kann man im Leben definitiv nicht gänzlich vermeiden. Doch solche mit erheblichem Schadensrisiko freiwillig einzugehen, die man vermeiden könnte, ist schlicht unvernünftig. Die letzte Entscheidung darüber bleibt jedoch jedem selbst überlassen...
Die Frage, ob man den Augeninnendruck im Moment einer Belastung spürt, kann Dir Clemens aus dessen fachlicher Eignung sicher besser beantworten, sobald er zu einem sachlichen Diskussionsstil zurückgekehrt ist. Meine persönliche Einschätzung, bei der es sich jedoch nur um eine begründete Vermutung handelt, geht dahin, dass man zwar den ansteigenden Blutdruck im Kopfbereich durch ein allgemein ansteigendes Druckgefühl dort wahrnehen kann, den eigentlichen Augeninnendruck zunächst jedoch nicht. Das macht die Entstehung eine Glaukoms, von dem der erhöhte Augeninnendruck einen Teil darstellt, so gefährlich, da man es meines Wissens zunächst nicht merkt, wenn der Druck auf risikoreiche Werte steigt. Ist aber, wie geschrieben, nur eine Vermutung.

Meine besondere Vorsicht in diesem Fall resultiert, wie mehrfach erwähnt, daraus, dass es sich bei Deinem Klienten um jemanden handelt, der ja bereits von einem grünen Star betroffen ist, und nicht um jemanden, der aufgrund einer möglicherweise vorliegenden Neigung dazu keinen bekommen möchte...

Allen ein gesundes Leben
OM shantih
Detlef

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