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In unserer WG ist ein junger Gaststudent aus den USA untergebracht. Er ist ein netter Kerl soweit allerdings leidet er an einer autistischen Störung. Er denkt eigentlich fast nur an sich, benimmt sich teilweise unmöglich und sehr selbstbezogen. Ich habe mir gedacht, das vielleicht Yoga helfen könnte. Problem dabei ist allerdings das er das albern findet und sich fast nur lustig darüber macht. Das andere Problem ist, dass er ziemlich muskelbepackt ist, da er viel trainiert. Ich mache mir da ein wenig Sorgen welche Übungen für ihn geeignet wären und wie ich ihn unter Kontrolle bekomme, falls er austicken sollte. aich habe mal Bild seines Körpers angehangen, damit ihr wisst, womit ich es zu tun habe. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Ratschläge geben könntet.

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Om Namah Shivaya!

Liebe Laura Du musst nicht Menschen helfen, die sich nicht helfen lassen wollen. Mehr als Hilfe anbieten kannst Du nicht. Was entspannendes mit positiven Affirmationen würde ihm sicher gut tun.
Autist? -->Wiki Autismis oder Egoist?

Om Shanti Olaf

Ich glaube eher Autist. Deswegen ist das mit dem sich helfen lassen so eine Sache. Ich denke wirklich das ihm das mal gut tun würde. Er ist ja kein böser Mensch.
Danke für die Liebe Antwort. :) So viel ich weiß ist es diagnostiziert und auch sehr eindeutig ausgeprägt. Er reagiert manchmal wie ein Kind, was sehr schwierig ist, da er so muskelbepackt ist. Man kann ihn da normal kaum bändigen. Dann ist er plötzlich wieder hochintellektuell bei Themen die ihn interessieren, Natur, Sport, Wissenschaft usw. Dieser Wechsel ist manchmal so krass und schnell, das man sich schwer darauf einstellen kann.
Ja das stimmt. Nur wenn man immer Sicherheitsabstand hält ist es nicht so einfach Nähe aufzubauen.

Soviel ich über Autismus weiß, kann man das nicht heilen. Man kann einen Autisten nur durch eine Verhaltenstherapie etwas besser an die "Normalen" anpassen, damit der Umgang für beide Parteien einfacher wird.

Nähe herstellen geht gar nicht, da können ausgeprägte Autisten nichts damit anfangen, die wollen das gar nicht und können Nähe nicht aushalten. Dem Autisten geht es ja nicht schlecht, nur weil er anders tickt und keine Nähe mag, er kommt nur schlechter in der Welt der Normalen zurecht als normale.

Manchmal muss man einfach akzeptieren, dass jemand anders ist. Da ist das einzige Mittel das Wissen, was das für eine Störung ist, was geht und was nicht, und hauptsächlich Toleranz gegenüber dem Andersein.

Seltsam finde ich es aber, dass jemand mit einem ausgeprägten Autismus, wie du sagst, als Student alleine reist und in einer normalen WG wohnt.... Klingt nicht sehr glaubwürdig.

Autismus hat viele Formen. Er ist nicht einer von denen die in ihrer eigenen Welt leben. Das was er hat geht eher in Richtung Asperger. Er kommt alleine prima zurecht. Gegen Nähe hat er auch nichts. Er kann nur Emotionen usw sehr schlecht deuten.

Irgendwie komme ich mir vor wie in einer Beschäftigungstherapie: Erst ist er autistisch, dann wieder nicht, dann wieder ausgeprägt autistisch, dann auf einmal doch eher die mildere Form Asperger, kann eben nur Emotionen schlecht deuten, aber anderseits hast du Angst, dass er ausrastet. Ich glaube, den Fall überlasse ich lieber dir selbst.

Liebe Freunde, ich weiss nicht ob diese Diskussion noch aktuell ist, ich möchte einen Aspekt aus meinem Erleben hinzufügen. Ich habe einen Sohn bei dem Asperger-Autismus festgestellt wurde, inzwischen 17 Jahre alt. Er ist äußerst sanftmütig, aber auch extrem ängstlich. Seine Schwierigkeit (ja fast Unfähigkeit), Gefühle zu erkennen und zu verstehen, führt auch dazu dass er das Verhalten anderer Menschen nicht deuten kann. Daher hat er große Angst wenn er Fremden begegnet, oder auch wenn er Menschengruppen begegnet (sogar wenn er die einzelnen kennt). Das was als Ausbruch (engl "meltdown") beschrieben wird habe ich bisher nur in milder Form bei meinem Sohn beobachtet. Es waren dann Situationen, die starke Emotionen in ihm auslösten, die ihm Angst machten; so als wenn die emotionalen Wellen über seinem Kopf zusammenschlügen. Wie allgemeingültig das ist kann ich nicht sagen, nur vermuten, dass es so sein könnte. Helfen kann man einem Aspie dann nur ganz behutsam. ich versuche dann, ihm wieder Orientierung zu geben, vielleicht die Situation zu erklären, und gehe so lange körperlich auf etwas Distanz.
Vielleicht hilft das, zu verstehen was da sein könnte.
Aum.

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