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Namaste, liebe Forum Mitglieder,
ich bin neu im Forum und habe viele viele Artikel bereits gelesen.
In den letzten Tagen geht mir besonders eine Frage durch den Kopf:
Was können wir - als Yoga-Praktizierende - noch mehr für den Weltfrieden tun? Wir haben in unserer Ausbildung durch die vedische Schriften gelernt, dass wir als Yogi und Yogini handeln müssen und wahrhaftig leben müssen.
Wie kann ich in einer so komplexen Welt und Gesellschaft die Prinzipien von Yoga im Hinblick auf Friedensarbeit in die Realität umsetzen?
Ich höre immer wieder, dass einige auf dem Yoga-Weg sich eher zurück ziehen, noch nicht mal wählen gehen, wenn Wahlen sind. Ist dieses Verhalten mit der Yogaphilosophie vereinbar?
Ist es nicht eine Form von spirituellem Egoismus, wenn ich mich nur noch um meine eigene Selbstverwirklichung kümmere? Bedeutet Karma-Yoga nicht auch, dass wir auf allen Ebenen des Lebens versuchen sollten selbstlos zu dienen?
Für mich gehört auch die Erhaltung der Demokratie dazu und auch Courage zeigen, wo immer es möglich und nötig ist. Ich würde mich freuen, wenn zu diesem Thema eine Auseinandersetzung im Forum unter uns möglich wäre. Wie geht es Euch im hier und jetzt mit diesen hohen vedischen Werten? Kommt ihr auch mal an Eure Grenzen? Habt ihr Tips, Ideen, wie wir diesen Balanceakt zwischen yogischem Leben und Welt immer leichter und besser hinbekommen können.

Om Shanti
Narayani

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Persönlich glaube ich nicht, dass man mit Yoga mehr für den Frieden tun kann als mit Pilates oder Feldenkrais oder Wassergymnastik. Allerdings praktiziere ich es auch nur als Freizeit- und Gesundheitssport und kann mit den spirituellen Aspekten nichts anfangen.
Unabhängig davon halte ich ein komplettes Desinteresse an den Problemen dieser Welt für problematisch.
Ich kenne den von dir angesprochenen "spirituellen Egoismus" auch aus meinem eigenen - christlichen - Umfeld: da geht es dann ausschließlich um das eigene Seelenheil. Ich teile diese Haltung nicht.
Es geht, glaube ich, darum, zu schauen, wo man eine Möglichkeit hat, mit den eigenen Gaben seinen Mitmenschen zu dienen.
Als Christin sehe ich mich von Gott beschenkt - aber nicht, um das Geschenkte für mich zu behalten, sondern um es zu teilen und weiterzugeben.

Liebe Maeggi, lieben Dank für deine offene und ehrliche Antwort. Ich denke das auch so, dass jeder nach seinen Möglichkeiten und Gaben schauen muss zu dienen und gerade nach meinem Gefühl und Verstand die Grundwerte von Yoga sind auch dafür da, dass wir im Punkte Frieden, Demokratie aktiv sein müssen. Ich finde es sehr traurig, die Menschen, die das Wissen und Bewusstsein(z.B. Mitgefühl) eher haben, wie Yoga Praktizierende, oder spirituelle Menschen etc., sich oft von aktiven Handeln für Frieden etc. zurück ziehen. Wie ist es sonst zu erklären, dass in vielen Ländern dieser Erde die Demokratie immer mehr Risse bekommen hat und mit der Erde ebenfalls bergab geht. Dabei gibt es heute soviele Yoga Übende und durch die digitale Welt sind wir informiert genug, dass das Leid auf unserer Erde stetig zu nimmt.

Maeggie sagt:

Persönlich glaube ich nicht, dass man mit Yoga mehr für den Frieden tun kann als mit Pilates oder Feldenkrais oder Wassergymnastik. Allerdings praktiziere ich es auch nur als Freizeit- und Gesundheitssport und kann mit den spirituellen Aspekten nichts anfangen.
Unabhängig davon halte ich ein komplettes Desinteresse an den Problemen dieser Welt für problematisch.
Ich kenne den von dir angesprochenen "spirituellen Egoismus" auch aus meinem eigenen - christlichen - Umfeld: da geht es dann ausschließlich um das eigene Seelenheil. Ich teile diese Haltung nicht.
Es geht, glaube ich, darum, zu schauen, wo man eine Möglichkeit hat, mit den eigenen Gaben seinen Mitmenschen zu dienen.
Als Christin sehe ich mich von Gott beschenkt - aber nicht, um das Geschenkte für mich zu behalten, sondern um es zu teilen und weiterzugeben.

Rama mit Sita und Lakshmana kamen nach Ramas Verbannung an einem speziellen Waldstück vorbei. Auf einmal sagte Lakshmana, der Rama sehr liebte und ihm vollkommen ergeben war, "Ich werde zurück gehen, nur du bist verbannt worden." Rama konnte ihm überzeugen, damit noch ein Augenblick zu warten. Als sie das besagte Waldstück verlassen hatten, war Lakshmana ganz durcheinander, er sagte, wie konnte ich so etwas zu dir geliebter Lord Rama sagen? Rama blickte ihm liebevoll an und sagte, "In dem Waldstück in dem wir uns vorhin befanden, lebte eine bösartige Dämonin. Die ganze Umgebung war von ihren negativen Schwingungen durchdrungen. Diese negative Energie hat zu deinem merkwürdigen Verhalten geführt.

Wie können wir eine friedvolle Atmosphäre schaffen? Nun, man kann z,B Friedensmantren rezitieren. Diese schaffen in der Umgebung gute Schwingungen und helfen den Menschen ein friedvolles Leben zu führen.

Musik und sogar Worte hinterlassen in unserem Blut nachweislich Spuren. Der berühmte Wissenschaftler Dr. Emoto hat Wasserkristalle, nachdem er das Wasser mit Musik beschallt hatte, fotografiert. Je nach Musik gab es gravierende Unterschiede. Hier ein Beispiel: Rechts Heavy Metal - Links Beethoven’s 5th Symphonie. http://sharathchandrahc.files.wordpress.com/2010/05/figure7.jpg

Dr. Emotos hat in seinen Versuchen auch bewiesen, dass es reicht ein Wort auf eine Wasserflasche zu schreiben um das Wasser zu verändern. Auf zwei Gasflaschen wurden Schilder geklebt. Auf dem einen Pappschild stand „Danke", auf dem anderen „Dummkopf". Die Ergebnisse waren für Dr. Emotos Team sehr überraschend. Die Wasserflasche, die mit dem Wort „Danke" versehen war, zeigte wunderschöne Wasserkristalle. Das Wasser, dass mit dem Wort „Dummkopf" beklebt worden war zeigte missgebildete Kristalle. Interessant ist auch wie Wasser auf Gebete reagiert. Dr. Emotos ließ Wasser aus dem Fujiwara Damm mit Gebeten eines Priesters beschallen. Hier das Ergebnis. http://2.bp.blogspot.com/-9GNg4a_SOOA/VX48epR-67I/AAAAAAAACjg/OAwvd...
Die Schwingungen der Musik und der Worte, die durch die Luft weitergeleitet werden, beeinflussen Wasser wahrscheinlich stärker als jedes andere Element. Gute Musik und freundliche Worte haben eine positive Wirkung auf unser Blut. Der Mensch besteht zu etwa 70% aus Wasser. Gute Musik und liebe Worte erzeugen positive Schwingungen, die uns heilen und das Bewusstsein erheben. Schlechte bewirkt genau das Gegenteil. Wir sollten uns sehr genau überlegen, welche Musik wir hören und auch, was wir an Worten zu hören bekommen.

Liebe Maeggie, der Yoga Vidya Yoga Stil schlägt vor das man vegetarisch oder vegan sich ernährt und auf Drogen, Alkohol, Tabak verzichtet.

Gibt es eine Form der Wassergymnastik, die ähnliches vorschlägt?

Hosianna! Diamir

Maeggie sagt:

Persönlich glaube ich nicht, dass man mit Yoga mehr für den Frieden tun kann als mit Pilates oder Feldenkrais oder Wassergymnastik. Allerdings praktiziere ich es auch nur als Freizeit- und Gesundheitssport und kann mit den spirituellen Aspekten nichts anfangen.
Unabhängig davon halte ich ein komplettes Desinteresse an den Problemen dieser Welt für problematisch.
Ich kenne den von dir angesprochenen "spirituellen Egoismus" auch aus meinem eigenen - christlichen - Umfeld: da geht es dann ausschließlich um das eigene Seelenheil. Ich teile diese Haltung nicht.
Es geht, glaube ich, darum, zu schauen, wo man eine Möglichkeit hat, mit den eigenen Gaben seinen Mitmenschen zu dienen.
Als Christin sehe ich mich von Gott beschenkt - aber nicht, um das Geschenkte für mich zu behalten, sondern um es zu teilen und weiterzugeben.

@ Diamir: Nein, selbstverständlich ist es meiner Wassergymnastik-Anleiterin schnurzpiepegal, ob ich Fleisch esse oder Alkohol trinke oder rauche. Meinem Yoga- und Pilatestrainer (im Fitness-Studio) übrigens auch.
Dass ich auf diese Nahrungs- und Genussmittel verzichte, habe ich selbst so entschieden. Mich macht es gesünder, die Welt aber nicht notwendigerweise friedlicher.
Ich glaube aber, dass es einen Menschen zufriedener und damit friedfertiger und freundlicher im Umgang mit seinen Mitmenschen machen kann, wenn es in seinem Leben etwas gibt, was er mit Freude und Leidenschaft tut - und das kann Yoga sein, aber auch ein Kampfsport. Bei mir war es lange Zeit klassisches Ballett, das kann aber auch so ziemlich jede andere Sportart oder kreative Betätigung sein.


PS: Im Moment bin ich eher mit "Helau" als "Hosianna" unterwegs. Wünsche allen Jecken noch viel Spaß trotz des Mistwetters. Und den - möglicherweise genervten - Karnevalsmuffeln sei zum Trost gesagt: "Am Aschermittwoch ist alles vorbei...."

"Welt aber nicht notwendigerweise friedlicher"

sehe ich anders, sorry. Die Produktion vom Fleisch für Nahrungszwecke ist eine ökologische Katastrophe.

Es wird viel verschwendet dadurch. Hunger wird künstlich erzeugt in der dritten Welt durch Fleischkonsum und -Produktion.

Eine Welt von Vegetarieren und Alkohol- und Tabakabstinezlern halte ich für eine friedlichere Welt.

Das ist meine Meinung.

Ehre sie Gott in der Höhe - Diamir

Da hast du nun wieder recht. Es wäre der Umwelt tatsächlich zuträglich, wenn die Menschen in den wohlhabenderen Teilen der Welt ihren Fleischkonsum zumindest einschränken würden, gesünder wäre das, wie schon erwähnt, auch.
Dass aber Vegetarier oder Veganer unbedingt immer friedlichere Zeitgenossen wären, kann ich aus eigener Lebenserfahrung verneinen.
Und Leute, die gerade dabei sind, mit dem Rauchen aufzuhören, können ganz schön aggressiv werden - was natürlich nicht heißt, dass man dann doch lieber weiter rauchen soll. Man muss da halt irgendwie durch, dabei kann Yoga durchaus hilfreich sein.
Gegen einen mäßigen Alkoholgenuss - z.B. mal ein Glas Bier oder Wein zum Sonntagsessen oder wenn man an einem schönen Sommerabend im Biergarten sitzt - spricht meiner Meinung nach nichts.
Falls ich irgendwann meine Medis mal nicht,mehr brauchen sollte, würde ich das gerne mal wieder genießen.

Hallo Ihr Lieben,
bei allem was wir Menschen denken oder tun,haben wir die Wahl zwischen friedlich und aggressiv.Und das hat eine Wirkung auf die ganze Welt.
Liebe Grüße und einen wunderbaren Tag!
Jyoti!

Dass aber Vegetarier oder Veganer unbedingt immer friedlichere Zeitgenossen wären, kann ich aus eigener Lebenserfahrung verneinen.

Liebe Maeggie, das kann ich auch. Manche benutzen Yoga als Brücke manche benutzen Yoga als Mauer. Ist eine Frage der Entscheidung. Manche entscheiden bewusst. Manche entscheiden unbewusst.

Auge um Auge oder die andere Wange hinhalten.

Sich für was Besseres halten oder sich öffnen für die Erfahrung anderer Menschen.

Der Schöpfer hat uns nach seinem Ebenbild als Mitschöpfer erschaffen.

"Der Schöpfer hat uns nach seinem Ebenbild als Mitschöpfer geschaffen."
Das hast du wirklich schön gesagt.
Dass Yoga als "Mauer" benutzt wird, um sich abzugrenzen und/oder sich als was Besseres zu fühlen, kenne ich so nicht - wahrscheinlich, weil Yoga als Gesundheitssport dafür nicht so sehr taugt.
Aber ich kenne solche Sichtweisen aus meinem christlichen Umfeld - dass man sich irgendwie besonders oder auserwählt fühlt.

Erinnert mich an eine Stelle wo Neal Donald Gott die Frage stellt:

Bin ich denn etwas besonderes?

Und als Antwort kommt:

Ihr seid alle etwas besonderes.

Eine Art Todsünde im Umgang mit Menschen ist die Überheblichkeit. Sie trifft die, die es sind noch mehr als die, die darunter leiden.

"Was du hast dem geringsten deiner Brüder getan das hast du mir getan." ;-) Gemeint sind natürlich auch Schwestern.

Sehr gut wissenschaftlich erforscht ist der Maharishi-Effekt, durch den Kriminalität, Terrorismus, Unfälle, Brände und militärische Aktivitäten hoch signifikant vermindert werden. Dazu üben große Gruppen gemeinsam an einem Ort das Programm der Transzendentalen Meditation (TM) und deren Fortgeschrittenen-Programme aus. Aber auch jeder einzelne TM-Meditierende hat einen kleinen Einfluss auf den Weltfrieden, dadurch, dass er Frieden und Stille in sich erfährt.
https://lebensqualitaet-technologien.de/maharishi-effekt_und_weltfr...

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