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OmOm

ich setze den Thread von mir auch nochmals hier rein; weil ich nicht genau weiß, wo er besser hin passt (hier oder "Ayurveda") und wo mehr Menschen mitlesen ;-)

OmOmOm ihr Lieben,

nun möchte ich mich gerne an euch wenden mit ein paar Fragen, die ich z.Zt. auf dem Herzen habe:
ich habe ca. drei Jahre vegane Rohkost mit einem hohen Wildkräuteranteil praktiziert.
Mit der Zeit habe ich fest gestellt, dass etwas nicht ok ist - entgegen der Stimmen, bei denen ich damals um Rat gebeten habe, die da sagten, dass ich nur Geduld haben müsse, dass sich alles regeln wird und dass meine Beschwerden(Blähungen, aufgetriebener Leib, zum Teil Erschöpfung, depressive Verstimmungen, inneres Frösteln).
Auch habe ich, bevor ich mit der Rohkost begann, zwei Warzen an den Händen bekommen. "Die werden weg gehen, wenn du konsequent roh bleibst" hieß es...
Mittlerweile sind es 15 :-(
Dazu möchte ich erwähnen, dass sich mit der Rohkost auch ein ganz ungünstiger Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt hat, so dass ich viel zu häufig zu spät am Abend und dann zu viel auf einmal und zu viel durcheinander esse.
Es ist schwer zu beschreiben.
Ich frage mich jedenfalls, was die Ursache dafür ist, dass ich in diesen Kreislauf hinein geraten bin.
In den Rohkost-Kreisen heißt es oft, dass es sich bei Unwohlsein um Entgiftungserscheinungen handelt, durch die man durch müsse.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich wieder mit dem Ayurveda und es fühlt sich in mir stimmig an. Doch all die Dinge, die über die denaturierte Nahrung/das Gekochte in meinem Kopf sind, lassen mich nur noch schwer Vertrauen fassen.
Von mir weiß ich, dass ich im Moment eine starke Vata-Störung habe; meine Grundkonstitution ist Vata-Pitta.
Ich bin da wirklich immer wieder hin- und her gerissen...

Nun ist es so, dass ich recht starke Augenringe bei mir bemerke, die alles andere als angenehm sind.
(vom Anblick her mal ganz abgesehen!)

So langsam weiß ich einfach nicht mehr, was ich zu mir nehmen sollte, damit mein Körper zur Ruhe kommt und ich für die wesentlichen Dinge im Leben offener werden kann und Energie für andere Sachen habe?!
Mit dieser ganzen Beschäftigung bezüglich Rohkost/Ernährung hat sich irgendwie auch eine Essstörung entwickelt, was ich sehr bedaure!
Nun ist es eine Herausforderung den Weg zu finden, den meine Seele eigentlich gerne gehen möchte und heraus zu finden, welche meinen Körper optimal nährt.

Was ich ebenfalls wahr nehme ist, dass ich morgens oftmals einen unangenehmen Körpergeruch habe.
Ich vermute, dass dies auch mit meiner schwachen Verdauung zusammenhängen kann(?).

Heute habe ich mir Wasser 10 Min. mit frischem Ingwer abgekocht.
Daneben habe ich mir auch aus frischer Rohmilchbutter Ghee gemacht.

Ich freue mich wirklich sehr über jeden Gedanken von euch dazu!
Vielleicht hat jemand ja auch bereits Erfahrungen in diese Richtung gemacht oder sonst einen Rat oder Tipp für mich.

Euch allen alles Liebe und viel Licht.
Herzliche Grüße
Daya Devi

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Antworten auf diese Diskussion im Yoga Forum

Guten Morgen Daya,

jeder Mensch ist natürlich ein individuelles Wesen. Ferndiagnosen über Deine beschriebenen Krankheitsbilder unmöglich.
Ich denke dass Du als erstes dringend ein komplettes Blutbild erstellen lassen musst.
Vielleicht leidet Dein Körper ( und dann natürlich auch die Seele) unter Mangel an Vitaminen/Mineralstoffen. Wenn das dann diagnostiziert ist, kannst Du das sicher durch eine entsprechende Anpassung Deiner Essgewohnheiten ausgleichen.
Wenn Du Angst hast mit "normaler" Lebensmittelaufnahme Dich zu vergiften:
Aus meiner Sicht ein Teufelskreis- es gibt keine gesunde Ernährung- und sich mit Rohkost zu ernähren ist absolut keine Lösung.
Die Kunst der Ernährung besteht sicher aus der Nutzung einer Vielfalt von Nahrungsmitteln - kann ja vegetarisch sein, was ich allerdings auch schon für bedenklich halte wenn einem eingeredet wird wie ungesund das alles ist.

Vielleicht kannst Du probieren über Atemübungen/Meditation zu einer größeren Ausgeglichenheit zu kommen.

Ich wünsche Dir die Kraft eine Verbesserung Deiner Lebenssituation herbei zuführen.
Viele grüße
Christian
Hallo Christian,

ich danke dir für deine ermutigenden Zeilen!

Durch das Singen von Mantren (oder ist die Mehrzahl Mantras??) z.B. erfahre ich immer eine tiefe Freude in mir, was mich aufrecht erhält.

Nun werde ich wahrscheinlich erstmal eine Ayurveda-Kur machen, die mir vielleicht helfen kann oder mich darin unterstützt, dass ich wieder in meine Mitte finde.

Dir alles Liebe und herzliche Grüße
Daya Devi
Hallo Daya,

vielleicht ist mein Blickwinkel und noch ein weiterer hilfreich für dich: Also ich wollte mich an sich in Richtung immer mehr Rohkost entwickeln, hab dann aber festgestellt, dass ich keinen Appetit darauf hatte. Im Sommer schon, obgleich auch nicht immer, im Winter sehr selten. Ich hab es jetzt sein lassen. Ich versuche das zu essen, was mir schmeckt, ich bin Veganer, damit fühl ich mich sehr wohl. Ich bin auch Vata-Pitta, übrigens. Was ich besonders gerne mag sind warme Gemüsesuppen, die koche ich mir in allen möglichen Variationen, manchmal esse ich auch Brot dazu. Manchmal esse ich auch sowas wie Kartoffelchips, immer dann, wenn sie mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Danach ist dann wieder eine Weile Ruhe. Ab und an will ich Knäckebrot mit ganz dick Margarine drauf und Marmelade!
Aus dem StudiVZ kenne ich einen Rohköstler, der war nicht glücklich, bis er auch rohes Fleisch gegessen hat, vorher hat er sich kraftlos gefühlt und ist immer "rückfällig" geworden, also er hat wieder Gekochtes gegessen, der ist jetzt aber schon seit über 10 Jahren in dieser Form Rohköstler. Für mich wäre das ja nichts..
Viel Erfolg, wünsch ich dir, das wird schon! :-)

Namasté
Christiana
Hallo,

den letzten Beitrag sehe ich genauso...

Ich ernähr mich auch vegan zu mindest dachte ich das bevor ich den oben genannten Betrag gelesen habe. Zu mindest verstehe ich unter Veganer Ernährung alles was vom Tier ist wegzulassen. Mir selbst geht das so wenn ich mal wieder heißhunger auf Schokolade habe die aus Kuhmilch hergestellt ist.
Aber eines verstehe ich nicht wieso muss ich als Veganer mich ausschließlich von Rohkost ernähren??? Kein wunder das es dir dabei schlcht geht! Wie gesagt ich bezeichne mich duraus auch als Vegaener auch wenn ich Brot, Semmeln, Brezen usw esse. Was ich aber abslut verschmähe sind Pure Eier, und alles was aus Tierfleisch hergestellt ist genauso wie jegeliche Art von Milchprodukten. Denn es gibt so viele auch noch gesunde Alternativen zum Thma Vegan. Wie zu beispiel das ich mir sehr offt Soja - Würstchen, Soja- Burger usw. fertig von Discounter hole. Das ganze mit Salt,Zwiebeln, Totmaten und als Majoersatz nehme ich Sojafresh und als Ketjupp nehme ich Tomatensose her und das ganze schmeckt einfach nur noch Bombe! Genaso wie Soja- Würstchen mit Pommes oder Kartoffelsalat oder mit Bratkartoffeln. Es giebt so schöne Arten sich Vegan zu ernähren da muss man sich doch wirklich nicht selbstkasteien und nur noch die Dinge Roh essen! Essen muss einfach spass machen und man kann dabei so schon kreativ dabei sein wenn man sich immer einfallen lassen muss wie man am besten ohne dem ganzen tierischen Zeugs durchs Leben kommt. Und ich kann nur sagen es macht absolut Spass.
Da fällt mir ein warst du schon auf den unzähligen Veganen Seiten im Netz. Da giebt es bestimmt zahlreiche Tips und Tricks auch in Den Foren wie man sich ganz normal ernähren kann ohne auf all das verzichten zu müssen.
Ach bevor ich es vergesse. Trotz veaner Erährung schaffe ich es nicht abzunehmen - im gegenteil ich nehme eher noch zu. Vielleicht hat der eine oder ander einen Tipp für mich parat an was das liegen könnt -meine Ärtzin konnt mir dazu nähmlich auch nichts sagen.

Allen einen schöne Ruhige Zeit. Alles Liebe. Susanne.
Hallo,

ich möchte auf den ausführlichen Eintrag von Frank eingehen. Ich habe mich auch mit allerlei Ernährungsrichtungen beschäftigt und stehe insgesamt der Rohkosternährung sehr nahe, unter anderem auch Instincto, ohne sie aber hundertprozentig zu praktizieren. So mische ich z.B. gekochte Kartoffeln, Hirse oder Quinoa unter meine ansonsten rohkostlichen Nahrungsmittel. Ab und zu esse ich Fleisch, Fisch oder Eier, aber nur, wenn ich absoluten Japp darauf habe. Einzig Milchprodukte lehne ich vollständig ab, weil ich der Meinung bin, dass Milch ausschließlich für Säuglinge (egal welcher Art) bestimmt ist. Säuglinge sollen wachsen, und ergo enthält Milch Wachstumshormone, die für Erwachsene schädlich sind (meiner Meinung nach ist das auch eine der Erklärungen für unkontrolliertes Zellwachstum, also Krebs).

Ich denke auch, dass jeder Mensch, wie im Ayurveda praktiziert, seine eigene Ernährungsweise finden muss. Ein paar Sachen scheinen mir jedoch (aber das ist eben nur meine subjektive Sicht) allgemein für Probleme zu sorgen:

1. eine vegane Ernährung, die gleichzeitig noch rohköstlich ist. Ich glaube, das ergibt nach einiger Zeit zwangsläufig Mangelerscheinungen.

2. abends, wie du, Daya Devi, es beschreibst, noch größere Mengen von Rohkost, noch dazu sehr durcheinander, zu sich zu nehmen. In der Tat ist die Verdauungskraft um die Mittagszeit am stärksten, und gerade rohes Gemüse oder Salate sollte man nur bis maximal zum Nachmittag essen.

Inneres Frösteln spricht für Entgiftungserscheinungen, die aber, wenn man es eben übertreibt, den Körper maßlos überlasten. Da hat z.B. Burger mit seiner Instincotherapie gut vorgebeugt, indem er dem Körper immer nur gibt, was der verlangt,und der wiederum nur verlangt, was er auch bewältigen kann. Die Blähungen wiederum sprechen eindeutig dafür, dass Dein Verdauungssystem mit der Art von Nahrung, die Du zu Dir nimmst, überfordert ist und durch unvollständige Verdauung Giftstoffe erst produziert.

Natürlich werden durch gesunde Ernährung Entgiftungen ausgelöst, die auch in Erschöpfungszustände, sogar Depressionen münden können - aber nicht so lange, wie du es beschreibst.

Ein Buch, das ich empfehlen kann, ist von Müller-Burtzler, leider habe ich den Titel gerade nicht parat, irgendwas mit Methusalem. Er beschreibt seinen eigenen Weg: Wie er sich durch zu radikale Rohkosternährung anfangs zwar sehr wohlfühlte, sich nach vier Jahren aber krank gemacht hatte (mit den gleichen Symptomen, wie Du sie beschreibst), und sich anschließend langsam durch verschiedene Ernährungsweisen durcharbeitete (die beschreibt er auch) und schließlich sein eigenes System fand. Nicht, dass ich meine, dass du sein System unbedingt übernehmen solltest, aber es ist vielleicht spannend zu sehen, wie jemand wirklich seinen eigenen Weg findet. Das Buch ist allerdings sehr dick...

Ansonsten denke ich ähnlich wie Frank: Halte dich nicht an Dogmen, sondern spüre nach, wie es Dir mit bestimmten Sachen geht. Vor allem sollte das Essen nicht so stark das Denken bestimmen. Aber: Da du beschreibst, dass Vata bei Dir gestört ist, sollte Regelmäßigkeit eine Regel werden (da Vata von sich aus ja schon sehr sprunghaft und unbeständig ist).

Liebe Grüße
Squirrel
Liebe Daya,

nochmal ich: Das Buch heißt vollständig: Auf den Grundlagen der Methusalem-Ernährung, gesund und allergiefrei. Von Henning Müller-Burzler (ohne "t"). Er beschreibt (ein bisschen langwierig), wie er sich aus einer ebensolchen Ernährungskrise, wie Du sie beschreibst und in die er sich durch eine extreme Rohkosternährung hineingebracht hatte, langsam wieder herausholte. Das hat einige Zeit gedauert, weil er anfangs fast gar nichts mehr vertrug und inzwischen, neben den schon von Dir auch genannten Problemen, noch eine Menge Nahrungsmittelallergien hatte. Das hatte seiner Meinung nach u.a. mit einer starken Schwächung der Verdauungskraft zu tun, die er erst ganz langsam wieder aufbauen musste. Für mich liest sich das sehr glaubwürdig, zumal er sowohl schulmedizinisch-wissenschaftlich (z.T. mit chemischen Formeln) argumentiert, aber sich selbst auch naturheilpraktisch, z.B. mit Homöopathie zur Unterstützung der Entgiftung und zur Abschwächung der Entgiftungssymptome, behandelt hat.

Vielleicht hilft Dir das Hineinschauen mal, aber, wie gesagt, es ist recht umfangreich.

Liebe Grüße
Squirrel

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