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Hallo liebe Leute,

ich sehe auf arte grade einen schockierenden und unerträglichen Bericht,
wie Frauen in jedem Haushalt in Indien täglich mißhandelt werden,
vergewaltigt und mit dem Tod bedroht
oder kleine weibliche Babies nach ihrer Geburt in eine Kiste gelegt werden
und mit Erde bedeckt, so dass sie langsam ersticken.

Die Frauen und Mütter können sich nicht wehren,
all das sei Tradition in Indien.

Das es das gibt wusste ich, doch das Ausmass ist mir neu.

Hier im Forum wird oft gefragt, ob dies oder jenes harmlose Ahimsa entspreche,
das ist angesichts dieses Reports aus dem dem Ursprungsland des Yoga grotesk!

Wie seht ihr das?

Ich glaube, mir ist jegliche Sympathie für dieses Land
und seine Symbole soeben abhanden gekommen und weiss auch,
dass Hass nicht eben ein gutes Gefühl ist.
Dennoch kann ich diesen grade nicht unterdrücken.

Wer starke Nerven hat, kann ja auf arte.tv selber sehen.

Tags: Frauen, Gewalt, Indien, Mord, Tradition, Vergewaltigung

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Dieses (und manch anderes) Zitat ist allerdings auch nichts anderes als Kritik (an den Deutschen)

Ravi sagt:

In Germany people show their intelligenz in criticizing everything. My people show their intelligenz in apreshiating things."
-- Art Reade --
Zu deutsch: In Deutschland zeigen die Menschen ihre Intelligenz indem sie alles kritisieren. In meinem Volk zeigen wir Intelligenz in dem wir Dinge anerkennen.

Wäre in Indien keine Gewalt, gäbe es nicht das „Gebot“ Ahimsa, die BhagavadGita wäre überflüssig (gewesen), ein Mahatma Gandhi wäre wohl kaum mit dem Aufruf zur Gewaltlosigkeit in die Herzen und Geschichtsschreibung eingegangen, Menschen müssten nicht in Zügen 6. Klasse und weniger reisen und würden auch nicht so behandelt, ein Baba Ramdev würde sinnloses Unterfangen betreiben, die heilige Kuh wäre längst geschlachtet, gäbe sie z.B. keinen Kuh-Dung zum Heizen (Nützlichkeitsfaktor)Amma bräuchte Frauen, Kindern, Männern keine Hilfe geben, hilflose Männer, Frauen, Kinder würden nicht Gewalt ausgesetzt sein. Kinder würden nicht unbeachtet im Straßengraben elend sterben und -im gelindesten Fall- verwahrlosen.

Das sind keine gefakten Horrorbilder-u. Berichte, das ist ein Teil Realität.
Schlimm wird es dann, wenn dies dazu benutzt bzw. missbraucht wird, um irgendeinen anderen Wahnsinn in die Welt zu bringen oder irgendwelche Maßnahmen durchzubringen.
Aber dennoch Fakt ist, viele Frauen, Kinder und Männer (Männer - das sollte man niemals vergessen) sind Gewalt ausgesetzt. Überall auf der Welt. Und nicht nur in den unteren Bevölkerungsschichten, das zieht sich durch alle Schichten.

Ja, Indien ist groß. Und mächtig. Und reich. Ein kleiner Teil der Bevölkerung, der über die anderen herrscht. Indien ist Atommacht. Chemie-u. Giftgas-Hochburg. Bollywood lässt grüßen. Verfall der Moral. GOA-Feeling-Rausch. 2 bis 3 Schritte raus aus Rishikesh als z.B. Frau, mal sehen was geht. Verwestlichung, mit immensen Folgen.
Souveräner Staat – wenn überhaupt – nur auf irgendeinem nutzlosen Papier. Kolonialmacht, damals wie heute immerwährend präsent. Reiche, mächtige, herrschende Inder sind (und bleiben) die Kolonialherren Engländer.

Ja, und Indien ist Yoga-Land. Darüber kann man viel lesen, hören, sehen und spüren. Das ist das eine Bild - vor allem unter Yogis (die es sind oder werden wollen).

Eine bunte Vielfalt. Vieles sollte nicht verallgemeinert werden und auch ein Land in seiner Gesamtheit nicht dem Rassismus ausgesetzt sein.

Doch ich verstehe Roberts Mitgefühl. Menschen die Gewalt ausgesetzt sind, berührt, wo und wie auch immer und egal ihrer Herkunft, Rasse, Weltanschauung usw. - So zu tun, als ginge uns das alles nichts an, ist ziemlich weit weg von wahrem Ahimsa und dem Herzensverständnis vom Karma der Menschheit.

AUM

Mit Wissen und Bildung hat das zu tun ? Und aufgeklärte, kampfbereite Frauen als Mittel gegen Gewalt ? (Gewalt. die sich in vielen Formen äußern kann).

Das ist genau das, was erst recht Abhängigkeit schafft - Abhängigkeit in ein Wissens-u. Bildungssystem, was aber niemals eine Herzensbildung hervorbringt.

Frauen haben/hätten eine wunderbare Macht, das Schicksal der Menscheit von Grund auf zum Guten hinzuwenden, in dem sie liebevoll die Entwicklung ihrer Kinder fördern. Und nicht irgenwelche system-erzieherische, bildungspolitische Vorgaben aufgepfercht bekommen und diese an die ihnen Anvertrauten weitergeben. Diese Art von Entwicklungshilfe, die ja häufig von "Außen" kommt, ist keine wirkliche Entwicklungshilfe, sondern meist der Anfang vom Verfall und Schritt in die Abhängigkeit der selbsternannten  "Entwicklungshelfer".

Und auch bei uns gab es solche Mißstände? Es gibt sie immer noch, diese allgegenwärtige Gewalt, in vollem Ausmaß, hier, wie überall auf der Welt. Für alle Menschen - Männer, Frauen, Jungen, Mädchen, Tiere, Umwelt, Mitwelt.

AUM


Eifelfee sagt:

Lieber Robert , ich habe den Film auch gesehen ,indem über diese Gewalt an Frauen in Indien berichtet wurde , . Wenn Du den Film aber wirklich in Gänze gesehen haben solltest, warum sagst Du dann an dieser Stelle nicht auch , dass von positiven Entwicklungen die Rede war, nämlich davon , dass die Frauen anfangen sich zu wehren , das hat wie immer mit Wissen und Bildung zu tun! Frauen , die aufgeklärt sind und über Bildung verfügen, nehmen sich Anwälte und gehen vor Gericht . Sie zeigen die Täter/innen - auch Frauen sind an dem Unrecht natürlich mit beteiligt!- an.
Ein großes Problem für viele ärmere Familien in Indien scheint auch die Praxis der hohen Mitgift bei Heirat der Töchter zu sein. In dem Film wurde auch deutlich, dass einige Ehemänner scheinbar ihre Ehefrauen als Besitz ansehen ,mit dem sie nach Belieben "verfahren " können . Wir als Deutsche oder Europäer sollten uns aber m. Meinung nach davor hüten
schnell jetzt ganz Indien samt Einwohner zu verurteilen . Denn auch bei uns gab es diese Mißstände und das liegt nicht so weit zurück . Auch bei uns liegt noch so einiges im Argen , aber es ist auch sehr viel Positives passiert und wir werden für unseren Fortschritt ja auch von vielen in der Welt beneidet, aber wir sollten doch demütig sein und mit Respekt auf die anderen Völker schauen.

Das sind keine gefakten Horrorbilder-u. Berichte, das ist ein Teil Realität.

Menschen die Gewalt ausgesetzt sind, berührt

So zu tun, als ginge uns das alles nichts an, ist ziemlich weit weg von wahrem Ahimsa und dem Herzensverständnis vom Karma der Menschheit.

...liebevoll die Entwicklung ihrer Kinder fördern...

Vielen Dank miramuun für deine offenen Augen, Worte und Beitrag!

Das Zitat von Art Reade ist ja schon in sich unehrlich aber was dann noch kommt . DA sage ich nur PFUI!!! Robert wird ja wegen seiner Einstellung im Beitrag buchstäblich verspottet.

Danke miramuun auch von mir für diese Zeilen.

Ja lach nur. Das andere interessiert ja nicht!

Lieber Robert,
ich kann Dich gut verstehen, wenn Dir die Ahimsa-Diskussionen abartig vorkommen, angesichts des großen Leids das in Deinem Beitrag geschildert wird.
Ich kann nur die Überschriften lesen - Artikel oder Filme im Detail schaden mir nur…
Deine letzten Sätze haben mich sehr beschäftigt. Auch wenn es nicht nur Einzelfälle sein sollten, wird durch solche Filme sehr viel angeregt (Hass?!, Vorurteile...) und pauschalisiert. Auch hier in Deutschland geschieht sehr viel Schreckliches: Kindsmissbrauch (überall, auch in der heilen Welt auf dem Lande), Frauen die in "Freudenhäusern" versklavt und übelst missbraucht werden etc. Wenn Du mit Mitarbeitern der Notrufe sprichst kommt Dir das kalte Grausen. Wenn darüber ein Film gedreht und im Ausland veröffentlich würde, gäbe es dort die gleiche Reaktion wie bei Dir "die Deutschen"…
Dazu erinnere ich mich an Folgendes: Als ich Kind war und ganz offen mit ein paar anderen in den Wohnbereich für amerikanische Soldaten-Familien ging, riefen uns dort ein Mal etwas größere Kinder Heil Hitler zu. Wir wussten nicht, was das bedeutet und reagierten nicht, bis sie Steine nach uns warfen…
Vieles ist einfach nicht fassbar und hier fühlt sich Manches schon sehr seltsam an, wie die Diskussionen um Ahimsa angesichts des unermesslichen Leids in der ganzen Welt oder die veganen Sahnehäubchen angesichts der ständig den qualvollen Hungertod sterbenden Menschen…
Versteht mich nicht falsch; wir habe das Recht zu genießen und die Aufgabe Yamas und Niyamas zu verwirklichen, aber nur bei uns selbst. Durch unseren Lebensstil ist das vermutlich nicht zu erreichen: wenn wir uns anschauen, unter welchen Bedingungen unser Kleidung hergestellt+gefärbt wird und unsere exotischen Genüsse angebaut werden bliebe wohl nur die Rückkehr zum autarken Leben…
Fazit: Auch in Indien gibt es viele Menschen die voller Liebe ihre kleinen Mädchen aufziehen und ihre Mitmenschen liebenswürdig und respektvoll behandeln. Traditionen sind sehr vielfältig in diesem großen Lande. Vielleicht ist es doch so, dass dort wo viel Licht ist, auch viel Schatten fällt…
Können wir hier in unserem Lande etwas bewegen? Sind die Menschen "besser" geworden durch die vielen Religionen?
Angesichts dieser Fragen und des tiefen Mitgefühls für alle leidenden Wesen bleibt uns oft nur ein demütiges hoffnungsvolles Om Triyambakam
Licht und Liebe Ursula

In unseren Herzen ist Platz für Mitgefühl und Lebensfreude. Mir fällt immer wieder der Satz aus Goethes "Faust" ein: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.
Herzlichst Ursula

Umgekehrt "Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft."
Dennoch. Wir sollten uns verabschieden vom irrsinnigen Aberglauben, wir müssten Böses in die Welt setzen um Gutes zu schaffen

OM(A) Ursula sagt:

In unseren Herzen ist Platz für Mitgefühl und Lebensfreude. Mir fällt immer wieder der Satz aus Goethes "Faust" ein: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft.
Herzlichst Ursula

@miramuun
Oh je, das hab' ich mir wohl in den vergangenen Jahrzehnten in meinem Sinne zurechtgerückt. Du hast recht, ich habe mir gerade den alten Faust herausgekramt. Und so war's auch gemeint: z. B. wollen wir oft etwas "Gutes" z. B. vegetarisch oder vegan leben und sind uns nicht bewusst, was wir "Böses" in den Herstellungsländern anrichten. Dass wir nur Gutes in die Welt setzen wollen ist klar…!?
Om shanti Ursula

Dietrich, was bitte ist ekelerregender? Das, was da in Indien und überall auf der Welt an Gewalt hinter verschlossenen Türen
passiert - oder an eine göttliche höhere Macht zu glauben, die sich der Seelen der Misshandelten und Getöteten
annimmt und sie wieder in unsere Seelenheimat zurückbringt?
Mal abgesehen davon, dass Deine Antwort absolut nichts mit der Eingangsfrage von Robert zu tun hat...

Was Ravi sagt ist hart, aber leider die Realität. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Inders liegt bei 30 Jahren.
Zur Reproduktion sag ich jetzt mal lieber nichts!

Niemand von uns kann sich wohl wirklich vorstellen was es bedeutet so leben zu müssen.

Om

:-)

Elisabeth Ruth Ananda sagt:

Om

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