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Om und Hallo
In einer Yogastunde kam ein Yogalehrer auf die Iddee dieses Mantra vorzusingen und zu übersetzen. Ist ja ganz normal würden jetzt einige Antworten, werden jetzt Einige von euch kommentieren. Aber ich kapiers nicht. Die Übersetztung lautete sinngemäß so: Wen man vom Ganzen etwas wegnimmt dann bleibt immer noch das ganze übrig. Und das ist jetzt der Knackpunkt. Mathematisch gesehen geht das nicht, den 1 minus X(ist irgendeine Zahl) bleibt weniger wie Eins. Auch nach dem Nachfragen wurde es nicht besser. Er argumentierte mit einem Glas Wasser mit Salz, die sich selbst auflösen und Teil des Wassers werden. Gut und schön jetzt, aber was ist, wenn man es jetzt Kocht, dann geht das Wasser in die Luft und das Salz bleibt drin, auch nicht mehr komplett. Was ist wenn man die Hälfte wegkippt, dann ist das Glas Wasser auch nicht mehr ganz. Ich bin schon ganz kribbelig. Was denkt ihr darüber?
OM Shanti
Susanne

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Ich kenne als Übersetzung dazu
"Dieses ist das Ganze und Jenes ist das Ganze. Aus dem Ganzen manifestiert sich das Ganze. Wenn das Ganze aus dem Ganzen hervorgegangen ist, bleibt wiederum nur das Ganze übrig. Om Frieden, Frieden, Frieden."

"Dies ist das Ganze. Und das ist das Ganze. Aus dem Ganzen manifestiert sich alles. Selbst wenn das
Ganze verleugnet wird, so bleibt auch dann wieder das Ganze übrig. Frieden. Frieden. Frieden."


Ich glaube es ist viel verlangt wenn mathematisch korrekt formuliert ist. Du hast damit eine interessante Frage aufgeworfen.
Ich frage mich gerade wieviel Bewußtsein benötigt wird um einem Objekt Leben einzuhauchen. Kann das in Relation zu einer Bezugsgröße gesetzt werden? Wie Joule oder Kilogramm?
Hallo Susanne,

das ist jetzt lediglich, was ich beim Hören verstanden habe - ich kann das mit nichts belegen:

ich habe mir vorgestellt, dass mit dem "Ganzen" "Alles" gemeint ist. Von "Allem" kann ich nichts wegnehmen und nichts hinzufügen, es ist und bleibt immer - "Alles".

ohne Garantie, aber mit neugierigen Gruß
was noch kommt,

Heike
Hallo Susanne,
ich glaube, es ist das "große Ganze" und das "kleine Ganze" gemeint. Soll heissen: im kleinen Universum(Mensch) ist alles enthalten, was auch das große Universum enthält, nur eben in kleinerer Form. "Betrachte die Dinge einmal von einer anderen Seite als Du sie bisher sahst" hat Marcus Aurelius mal gesagt. Das Besispiel mit dem Glas Wasser mit Salz passt gut. Wenn Du die Einzelteile Wasser und Salz zusammen gibtst bleibt alles im großen Universum (Absoluten) erhalten, wenn auch in anderer Form -eben als Salzlösung. Ebenso wenn Du etwas von dem Salzwasser wegkippst bleibt dieser Teil im Universum erhalten. Vielleicht hilft der Vergleich mit Regen. Die Menge an Wasser bleibt auf unserer Erde immer gleich, wenn sich auch die Agregatzustände und der Aufenthaltsort ändern (z.B. Eispole schmelzen).
Namaste
Christine Durga
Om purnamadah purnamidam
Purnat purnamudachyate
Purnasya purnamadaya
Purnamevavashishyate
Om Shantih, shantih, shantih

Ein wunderbares Mantra, über das es sich zu meditieren lohnt.
Dann erschließt sich dir womöglich der Sinn der Worte.

Alle Sanskrit-Puristen bitte ich um Entschuldigung wegen der Schreibweise :-).

Om Shantih

Brigitta
Hallo Susanne,

dieses "Ganze" wird ja oft auch als das "Absolute" ... das "Unendliche" ... oder das "Grenzenlose" bezeichnet. Deshalb müsste man es mathematisch gesehen nicht mit "1" gleichsetzen, sondern besser mit "n" ... also das mathematische Symbol für eine unendlich große Zahl.

Na ja, und wenn man nun von "n" irgendeine bestimmte Zahl abzieht, bleibt es trotzdem immer noch "n".

Das ist genau genommen ein philosophisches Problem, manche nennen es auch ein metaphysisches Paradoxon. Natürlich ist das "Unendliche" immer auch ein Ganzes bzw, eine Ein-heit ... also eins ... aber gleichzeitig auch "n". Man kann einer Unendlichkeit genau genommen nichts wegnehmen.

Herzliche Grüße
Ja, sehr guter Hinweis! Die Null ist eine tolle Zahl, um gleichzeitig das Nichts und das Unendliche zu symbolisieren.

Nur in dem konkreten Mathematik-Beispiel funktioniert sie nicht so gut. Weil 0 - 1 natürlich -1 ergibt und nicht 0. Anders herum ... bspw. im Zusammenhang mit Purusha und Prakriti funktionert sie besser, weil 1 + 0 = 1 ergibt.
Hallo Ratna,

hm ... da haben wir ja nun mit nur wenigen Beiträgen gleich vier große, sehr abstrakte philosophische Themen angerissen.

1. Das Ganze als Unendlichkeit, die obgleich man etwas davon abzieht oder hinzufügt gleich groß bleibt.

2. Das Ganze als die Welt/das Universum, das sich aus zwei Prinzipien zusammensetzt, aus Geist/Bewusstsein und "Nichts".

3. Das Ganze als etwas, das sich immer im perfekten Gleichgewicht (im großen) befindet.

4. Die persönliche Handlung, die immer zwangsläufig eine Aufhebung von Gleichgewicht (im kleinen) darstellt, und dadurch automatisch eine entsprechende Gegenreaktion erzeugt.

Jedes einzelne dieser hochanspruchsvollen Themen ist mit Sicherheit eine eigene Diskussion/Betrachtung/Meditation wert, aber alle zusammen genommen ... na ja, wahrscheinlich entfernen wir uns damit an dieser Stelle schon etwas zu sehr von der eigentlichen Ursprungsfrage, oder?

Herzliche Grüße
mic
Ich habe mir extra ein wenig Zeit genommen um über diese Antworten nachzudenken. Bei dem Video versteh ich nicht was Perfektionismus mit dem Ganzen zu tun hat. Bei den oben Mathematischen Antworten entsteht jetz im Moment nur Bahnhof.
Dann lass es einfach beiseite ... es geht ja nicht um das Mathematische, sondern eigentlich nur um das "Ganze".

Die Frage ist daher: Was ist das "Ganze"? Was ist damit gemeint?

Kann irgendein Beispiel ... ein Topf, eine bestimmte Menge Wasser usw usw. ... überhaupt jemals "das Ganze" sein?
Hallo Susanne,
ich kann sehr gut nachvollziehen, das Dir zur Mathematik der Zugang fehlt! Dazu ein kleiner Beitrag zur Entspannung: Einer meiner Söhne studiert Mathematik, der andere Physik, meine Tochter hat Abi im Bio-Leistungskurs gemacht.Sie hatten eine kleinen Witz, der die drei unterschiedlichen Sichtweisen auf den Arm nimmt.
In einem Bus fahren 10 Personen. Als er anhält steigen 11 Personen aus.
Erklärung des Biologen: Die haben sich unterwegs vermehrt.
Der Physiker: 10% Messtoleranz ist ok.
Der Mathematiker: Wenn einer wieder einsteigt ist die Aufgabe gelöst.
Für das Purnamadah...... hilt Dir evtl. Meditation weiter und vor allem - Gelassenheit!!!!
Om namah shivajah!!
Christine Durga
So und was ist jetzt das Ganze?????????

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