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Ich lese in letzter Zeit öfter davon, dass man statt indischen Kräutern/Tees/Gewürzen/Ölen etc. eher europäische Zutaten nutzen kann.
Andererseits: Indisches Ayurveda hat eine Jahrtausende alte Tradition. Wie kann man in ein paar Jahren alle Wirkungen auf die Doshas/Amas/Dhatus etc. wissen?
was meint ihr?
Wer hat Erfahrung mit "europäischem Ayurveda"?

Tags: Ayurveda, europäisch

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Ich halte vom sogenannten "mitteleuropäischen" Ayurveda nichts.
Da fehlt einfach die Jahrhunderte alte Erfahrung.
Es gibt ja auch die westliche Kräutermedizin. Die heißt dann aber nicht "Ayurveda".
Ich bin hoch im Ayurveda interessiert. Diesen Freitag und Samstag werden ich auch viel erfahren. Aber grundsätzlich werde ich auch herbei mich nicht komplett verändern.

Nimm das an, was nützlich ist...
Lass das weg, was unnütz ist...
Füge das hinzu, was dein Eigenes ist...

Im Ayurveda sind auch Behandlungen mit Qecksilber und anderen Schwermetallen üblich. Da z.B. steige ich komplett aus.
Die Einstellung dort vor Ort hinsichtlich QM (Stichwort ISO 9000:2001) sind oftmals nicht gegeben. Bzw. es fehlt grundlegendes Verständnis
Ich halte nicht unbedingt viel davon alles rund um den Globus zu karren um es hier zu konsumieren, wenn es doch heimische Märkte gibt

Wird bei mir darauf hinaus laufen das ich das gurndlegende Prinzip von Ayurveda weiter kennen lerne und anwende, Erfahrungen sammle mit heimischen Nahrungsmitteln und auf eines weiterhin setze: Mein Bauchgefühl weiter zu sensibilisieren.

Beispiel: Bevor ich mich Ghee aus Indien kommen lasse, da mache ich es mir lieber selber. Gute Mich von neben vom Markt und ab geht es.

om shanti
Heute macht Leela Mata in Kassel einen Ayurveda Tag. Sie war gestern Abend schon bei unserer Yoga-Lehrer Ausbildung und hat einen Einführung gegeben. Bei der Gelegenheit habe ich die Frage an Sie gestellt. Hier noch mal Danke an die improvisierte Übersetzung :)

Sie sieht das so: Ayurveda basiert auf den Veden und die Veden sind für die ganze Welt. So wie Yoga. Man sollte die Prinzipien verstehen und dann auf die eigenen Verhältnisse zu adaptieren. Scharf reagiert wie Scharf.
Die Übersetzung Von Ayurveda bedeutet soviel wie das Wissen vom Leben, ich denke und bin überzeugt davon das es wichtig ist die Kräuter und Gemüse/Obst Sorten des jeweiligen Landes wo man lebt zu benutzen. Bzw. der Region---Nahrungsmittel aus der eigenen Region und eigenem Anbau geben noch mehr Kraft und Energie :-)
Das Wissen unserer Kräuter Damen wie zBsp. Hildegard von Bingen ist sehr Hilfreich.
Und Ayurveda ist in Deutschland auch gut in Deutsch zu erklären! Aber: Deine Fleißarbeit in Sanskrit in Ehren. Wie wäre es noch mit der Original - Schreibweise?

Ach so, ich sollte noch erwähnen: Der Buddha hat gesagt, das eine Lehre dann in einem Land angekommen ist, wenn sie in der dort herrschenden Sprache gelehrt wird!

Und, kleine Anmerkung von mir: Ayurveda geht sehr viel vom Gefühl, der Erfahrung und von der inneren Stimme aus. Das System im Kopf ist eher die westliche Schulwissenschaft. Nur das System findet im Kopf statt.
Lieben Gruß,
Rainer
Ayurveda ist eine Erfahrungsmedizin, die ihren Weg von Indien über Griechenland zu uns gefunden hat und hier von der aufstebenden Schulmedizin ersetzt wurde. Heute holen wir uns nur das zugrunde liegende System und das Vertrauen auf die innere Stimme mit Ayurveda zurück.
Und dann können und sollen wir natürlich die einheimischen Substanzen nutzen. Gesundheit sollte nicht auf Kosten der Umwelt erlangt werden, indem alles aus Indien und Sri Lanka importiert wird.
Wir haben hier vor Ort Schätze zu bergen. Ayurveda ist ja auch in erster Linie Prävention, also die Verhinderung von Krankheiten, um ein gesundes Leben zu führen.
Und das sollten wir hier mit Yoga, Ayurveda, vegetarischer Ernährung und der Ausschaltung von "modernen Gesundheitsstörungen" gut hinbekommen.
Auf ein gutes Leben
Rainer
Latein in der Schulmedizin finde ich auch toll, weil es so schön elitär ist. Leider gehöre ich nicht zu dieser Elite, weil ich Latein abwählen konnte.

So muß ich die Ärzte dann immer bitten, mit mir deutsch zu sprechen. Und, siehe da, sie können es! Mein Hausarzt spricht sogar mit anderen Kunden in Deutsch. Toll, oder!

Lieben Gruß, Rainer
Zum umfassenden Verstaendniss, europaeische Pflanzen, Mineralien etc. als ayurvedische Medizin anzuwenden beduerfte es wohl eines intensiven Studiums.

Wie dem auch sei, es gibt weitreichende Naturopathie in Mitteleuropa, nur eben etwas andere Therapieansaetze, die Methoden des "alten Kneipp", Hildegard von Bingen z.B. begleitet die Europaeer uber Jahrhunderte!


Nur die Pharmalobby hat fast schon ganze Arbeit geleistet... Kraeuterhaeuser z.B. duerfen keinen KRaeutermischungen herstellen... etc. die Zulassung fuer "Medikamente", "medizinische Tees" etc. druch das Arzeneimittelbuch und die Bundesgesundheitsbehoerde ist ebenfalls langwierig und kostspielig, in England (z.B.) wo selbst die Windsors sich homoeo-oder naturopatisch behandeln lassen, sieht das schon ganz anders aus!
Wir, eine spirituelle "Familie", haben in den 70gern, im relativ unberuehten, naturnahen Fichtelgebirge Kraeuter gesammelt und Heiltees hergestellt, aus Honig, Rohrzucker und Spitzwegerich ein sehr gutes, wirksames Hustenmittel, durch 6 woechiges Eingraben und Luftabschluss hergestellt.

Einmal mitfrischen, ganz kurz ueberbruehten Spitzwegerichblaettern eine boese Schnittwunde behandelt, die ohne Koplikationen voellig verheilte - in einem Kraeuterheilbuch hiess es dazu "Spitzewegerich naeht selbst die zerissensten Wunden, wie mit Goldfaeden wieder zu"!

Meine Mutter, wie Grossmutter behandelten so gut wie Alles mit Naturmitteln, ich denke die "schaerfste Droge" die im Hause war, waren "Spalttabletten" und Klosterfraumelissengeist.

Erkaeltungen, Fieber wurde mit Kirschsaft und kalten Wicklen, Kamillen-und Pferrminztee behaldelt, hohesFieber mit Holunderbeersaft und Lindenbluetentee, Salzwickel.

Starke Bronchities, mit Dampfbaedern und Eukalyptusbeigaben, blanchierte Kohlblattwickel, Zwiebelwickel, Vetrstauchungen wurden mit "essigsaurer Tonerde" langfristig behandelt...

Es wurde auch in der kalten Jahreszeit spartanisch in ungeheizten Zimmern geschlafen, generell war Ofenheizung angesagt in deren "Roehre" immer einen Schale Wasser (zum Verdunsten, Raumluftfeuchtigkeit) stand.

Allgemein war auch die uebliche Kost, fleischarm und Ballaststoffreich, es gab viel Gemueseeintoefe, Kohl und Huelsenfruechte.

Zu allen Jahreszeiten waren wir fast ganztaeglich im Freien, an der "frischen Luft", wie Mensch damals sagte, obwohl in Berlin in den fruehen 60gern und 70gern die Luft, besonders im Winter, bei Inversionswetterlagen, durch die unzaehligenKohleheizungen oft zum "schneiden dick" war, man konnte den Schwefelgehalt der Luft riechen, die Braunkohle aus der Lausitz war hochgradig schwefelhaltig, da waren die Rauchschwaden, die aus den Schronsteinen aufstiegen oft gelblich....!

Homoeopathie ist bis nach Indien gelangt..... liess mich mal in Vrindaban homoeopatisch behandeln, wurde in Nepal von einer ausgewachsenen Gelbsucht, mit ayurvedischen Mitteln kuriert!

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