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Hypersensibel... Wie gehe ich mit negativer Energie aus dem Umfeld um?

Om namah shivaya,

da ich bisher noch keinen Beitrag zu meinem "Problem" finden mittels der Suchfunktion in diesem Forum finden konnte, hoffe ich, dass sich hier einige finden, die mir eventuell weiterhelfen oder ein paar Ratschläge geben können.
Ich war schon immer jemand, der sich extrem schnell von schlechten Stimmungen im Umfeld hat anstecken und beeinflussen lassen.
Damals habe ich den großen Fehler begangen, dass ich die Laune des jeweils anderen "kopiert" habe, ohne es selbst bewusst zu merken.
Seit ich mich intensiver mit Yoga, Prana und der Chakra-Lehre beschäftige, kann ich viel besser damit umgehen und bin auch liebevoller im Umgang mit schlecht gelaunten Menschen geworden ;-)
Allerdings ist meine bewusste Wahrnehmung dieser negativen Energien extrem stark geworden und mir ist gestern während einer Yogastunde in der Gruppe klar geworden, wie vehement ich doch auf einen Stimmungswechsel (z.B. eines/-r Yogis/ini) reagiere.
Beim Yoga fällt es nicht besonders schwer, dies anzunehmen und mit Atemübungen und Konzentration in den Griff zu bekommen.
Im Arbeitsumfeld hat dies jedoch mittlerweile ganz andere Dimensionen angenommen (streckenweise lange Tiefs und Flauten im Arbeitsfluss).
Wenn ich mit bestimmten Personen alleine in einem Raum schlafe, die eine unruhige Energie haben, wache ich mitten in der Nacht auf und bekomme Panikattacken (Atemnot, Schwindel, Herzrasen).
Kennt jemand Übungen, wie ich solchen Einflüssen entgegenwirken bzw. postitiver annehmen kann (entgegenwirken klingt so sehr nach Widerstand)?
Vielen Dank im Voraus :)

Om Shanti
Nachtkerze

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Mit deinem Empfinden - bleibe bei Dir - und identifiziere dich nicht mit den anderen.

Namasté

ich bete morgens: "danke Göttliche Mutter, dass Du nur die positiven Energien in meine Seele und meinen Körper läßt, danke für den schönen Tag und dass es mir gut geht. Segne alle Menschen, die zu meiner Weiterentwicklung beitragen."

Wenn ich dann aus dem Haus gehe sage ich mir: "Heute ist mein Glückstag!" ....das stimmt mich schon positiv ein.

Ich hatte heute einen sehr sehr harten Tag und bin von zwei Menschen regelrecht verbal angegriffen worden und merkte, wie ich RICHTIG sauer wurde. Ich merkte aber auch, dass ich mir mit dem "sauer werden" sehr schadete. Ich schloss die Augen, atmete tief in den Bauch: Positivität rein, im Körper verteilen, ausatmen... alles Negative loslassen......danach denke ich dann: nicht beurteilen.....nur beobachten!! Das hilft mir momentan sehr und ich kann mich so gut beruhigen.

Bei Atemnot und Herzrasen hat mir oft die Wechselatmung geholfen oder 3 mal stoßweise einatmen und lang ausatmen.
Bei Schwindel hilft, einen kurzen Moment schielend Richtung drittes Auge zu sehen.

Om Shanti

Ich bin auch hypersensibel und vor allem sehr mitfühlend. Mit geht es so, dass ich spüre, wenn es jemandem schlecht geht, dann ich leide ich sehr mit. Aber das hilft dem anderen nicht und mir geht es dann auch noch schlecht. Deshalb habe ich mir mittlerweile angewöhnt, demjenigen meine Liebe und mein Mitgefühl zu "senden" und bemühe mich dann aber wieder zu meiner Mitte zurückzufinden.

Was mir im akuten Fall hilft, sind auch Atemtechniken, wie tiefes Einatmen und ganz langsam wieder auszuatmen und das 6 Mal oder auch ein passendes Mantra oder Gebet.

OM Shanti Ursula

Namasté,

vielen lieben Dank für eure Antworten.
Vor allem die Vorschläge von Wüppe und Ursula werde ich mir sehr ans Herz legen :)
Der Tipp mit den Atemübungen hat mir auch in der Vergangenheit geholfen (vor allem nach Panikattacken).
Die positiven Suggestionen beim Atmen werde ich auf jeden Fall so oft wie möglich mit einbringen.
Was mich noch interessieren würde, sind nicht nur Übungen für eine akute Situation, sondern auch welche zur Vorbeugung (Yogaübungen oder Übungen für die Chakrastimulation --> speziell bei Sensibilität/Angststörungen).
Vielen Dank und liebe Grüße!
Om Shanti,
Nachtkerze

Kuck doch mal auf dieser Seite unter der Rubrik "Videos", da kannst du dann verschiedene Suchbgriffe eingeben, da findest du bestimmt, was du suchst.

Liebe Nachtkerze,
bei extremen Panikstörungen kann ich dir nur raten, proffessionelle Hilfe zu suchen. Ich war 6 Wochen in einer psychiatrischen Tagesklinik, das war neben Yoga-Vidya mein Rettungsanker. Ich versuche, wenigstens einmal im Jahr ein Wochenende in Horn Bad-Meinberg zu verbringen, um mich wieder "einzunorden"! Durch den Aufenthalt in der Tagesklinik wurde ich aus dem "normalen" Leben herausgenommen und konnte die Zeit sehr gut für mich nutzen. Ich hatte mir vorher Yoga-Vidya Entspannung, Meditation aufgenommen, die ich dort, wann immer es mir möglich war, angewendet habe. Auch die Aufenthalte im Ashram sind für mich sehr sehr wichtig, ich komme auf dem Zahnfleisch angekrochen und gehe (auch schon nach einem Wochenende!) wie ein Phönix aus der Asche wieder nach Hause. Durch meinen Nervenzusammenbruch 2011!!!!! oder Burnout, wie man heute so sagt, war ich wirklich so weit unten, dass ich noch nicht mal eine Straße überqueren konnte!! Lass es bitte nicht so weit kommen!!!! Es gibt viele Achtsamkeitsübungen, die du bei Yoga-Vidya lernen kannst, vieles ist auch online eingestellt. Aber gönn´dir die Zeit, mal hin zu fahren ......und genieße es....... Om Shanti

Bei mir kam die "erneute" Hypersensibilität mit dem Wechseljahren. Als Kind war ich schon immer so empfindlich mit fast allem, was natürlich oft auf Unverständnis und Ungeduld getoßen ist. Mit der Pubertät bin ich zum Glück dann in Vielem stabiler und unempfindlicher geworden. Aber mit den Wechseljahren, also mit der veränderten Hormonlage, kam alles wieder zurück und zwar noch stärker als in der Kindheit. Besonders habe ich jetzt auch immer wieder mit (unbegründeten) Angstgefühlen zu kämpfen. Es muss also nicht an einer Überanstregnung, Überforderung oder einem nahenden Burn Out liegen. Hormone sind sehr mächtig und können alles mögliche (unangenehme) auslösen, wie z.B.: innere Unruhe, emotionale Labilität, Schlafstörungen, Angstgefühle, Hitzewallungen und bestimmt auch noch mehr.

Deshalb, liebe Nachtkerze, ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber evtl. könnte es auch daran liegen. Bei mir fing es schon mit 45 Jahren an. Aber gerade für hormonbedingte Probleme gibt es ja auch Hormonyoga. Mir hat es auch schon geholfen, als endlich wusste, woran es überhaupt liegt und als ganz schlimm und kaum auszuhalten war, habe ich Kapseln mit pflanzlichen Wirkstoffen aus der Drogerie genommen, die den Verlauf etwas abgeschwächt haben.

OM Shanti Ursula

Der Planet Merkur ist dieser Tage "ruecklaeufig", die Planeten bewegen auch so Einiges....Merkur ist der "Messenger", er kann schlaflose, unruhige Naechte, wirre Gedanken, fantastisch wilde Traeume bringen, allein was der Mond so ausuebt!

Es ist schwierig in dieser Welt zu leben, vielleicht einen ganz normalen Job unter "ganz normalen Menschen" auszuueben, eine harte Pruefung sich da treu zu bleiben!

Auch gute, langjaehrige Bekannte, Freunde koennen zu einer rechten "Plage" werden, genuegt Mensch nicht mehr ihren Anforderungen, wird Mensch ploetzlich geschmaeht, vielleicht verachtet, gehaenselt ja, es gibt viele Pruefsteine, unzaehlige in vielen Variationen!

Ich finde mich oft mit recht prahlerischen Menschen, die dazu noch die Neigung haben "hinter dem Ruecken" zu schwaetzen, und einfach oft Geschichten aus Tatsachen, Dichtung und Verzerrungen verbreiten, konfrontiert. Das faellt auf wenn Mensch zu einem Bekanntenkreis eingeladen wird und bei dem Eintreffen von vielen sprachlos angestarrt wird, vieles laesst sich aus den Augen und Gesichten einfach so, ablesen!

Sich dann nicht davon kriegen zu lassen, kuehl und gelassen zu bleiben, auch wenn Jemand aus der "Ich-weiss-was" Truppe einem was "ganz im Vertrauen" fluestert.... NICHT kriegen lassen, das ist die wahre Kunst!

Denn: Es sind DEREN Geschichten, Fantastereien und Gedankenkonstrukte, ihr Neid, ihre missguenstigen Gedanken mit denen sie IHRE Welt, ihre Probleme zu erklaeren oder zu vertuschen suchen!!!

Ich weiss, sehr schwierig, aber zu meistern!

Das Beste habe ich ueber Jahre herausgefunden ist stillschweigen, schweigen auch in Gedanken versuchen moeglichst NICHT auf dieses "Getroete" und "Geschnatter" hereinzufallen, es stammt eh' aus dem Unterbewusstsein, ist Reaktion auf Erfahrenes, Akteuer sit immer das Ego!

Schweigen (mauna) ist eine grosse Kunst, das Schweigen des Geistes herbei zu fuehren das groesste Kunstwerk ueberhaupt!

Okay, der Merkur ist rückläufig, aber was hat das jetzt mit Panikattacken und unerklärlichen Angstgefühlen zu tun ?

Ansonsten gebe ich dir recht, es schwierig unter "normalen" Menschen zu leben, mir geht es jedenfalls oft auch so. Aber auch wenn es ja nur deren Geschichten sind, kann es feinfühligen Menschen passieren, dass sie mitfühlen, wenn es jemandem schlecht geht oder dass sie sich von schlechter Laune anderer auf der Gefühlsebene "anstecken" lassen, was ist damit ?

.....wie gesagt koennte auch damit zusammen haengen! Also vorueberziehend wie der Wind oder Wolken am sonst klaren blauen Himmel an dem wir uns sonst so erfreuen, der "Himmel" bleibt immer der Gleiche, die Art und Weise wie wir die Erscheinungen auf dieser Buehne wahrnehmen und interpretieren machen erst die Summe des Wahrgenommenen aus!... Es haengt auch stark damit zusammen wie wir uns mit den Geschehnissen befassen, wieviel Energie wir in diese Phaenomene leiten, sich allein damit zu befassen, ist schon ausreichend um diesen Phaenomenen Energie und damit Kraft zu geben!

Mantra ist das was den Geist schuetzt, Meditation der Weg den "blauen Himmel" als solchen zu erkennen und darin, losgeloest von ALLEM, zu verweilen!

Grundsätzlich gebe ich dir recht, lieber mk. Es kann natürlich verschiedene Ursachen haben, man sollte dabei nichts unüberlegt lassen....

Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für die vielen Beiträge! Ich freue mich, dass sich hier noch einige weitere Diskussionspartner und viele andere Aspekte zusammengefunden haben.
Was Ursula sagt, macht wirklich Sinn, denn sowohl in den Wechseljahren als auch vor der Regelperiode ist der Östrogenspiegel so niedrig, dass Frauen regelrecht "Entzugserscheinungen" bekommen und die ganze Stimmungslage kippt. Und da kann ich wirklich von eigenen Erfahrungen sprechen, ich bin zwar erst 25, aber eben auch ne Frau...
Von daher weiß ich schon, was los, ist, wenn es an bestimmten Tagen besonders extrem ist...

Auch danke für deinen Beitrag, mk, aber ich glaube eher weniger an die Ursache bei Planetenkonstellationen, da ich ja nicht von einer akuten Situation spreche, sondern von einer allgemeinen (und beim Zelten waren die Planeten bestimmt auch wieder anders)
Und es ist ja schon auffällig, dass vor allem Frauen unter dieser "Feinfühligkeit leiden", nicht wahr? :)
Müssten dann nicht auch ne Menge Männer am Rad drehen, wenn sich die Planeten am Himmel verschieben? ;-)

Schön, Wüppe, dass du wieder so gut zu dir selbst gefunden hast :) Und ich weiß auch, wie wohltuend ein Aufenthalt bei Yoga Vidya sein kann, war diesen Sommer das erste Mal ne Woche in Bad Meinberg und es wird garantiert nicht das letzte Mal sein.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass sich die Schilderung meiner Situation offensichtlich heftiger angehört hat, als es ist, denn es ist ja nicht so, dass ich am laufenden Band Angstzustände habe; oder ich weiß einfach noch nicht, "wie schlimm" es wirklich ist. Man unterschätzt vieles ja auch gerne ganz einfach mal, gerade was das eigene Befinden betrifft, vor allem wenn man einen sehr belebten Alltag hat.

Ich hatte zumindest heute ein sehr aufwühlendes beängstigendes Erlebnis... Aber das gehört meiner Meinung nach nicht mehr in die offene Runde.
Herzliche Grüße und vielen Dank für die vielen Antworten.
Om Shanti
Nachtkerze

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