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Swami Vishnudevananda – Im Namen des Friedens

Es gibt eine Filmdokumentation über das Leben von Swami Vishnudevananda. Swami Vishnudevananda – ihr seht ihn von euch aus gesehen links oben - der Meister, in dessen Tradition wir uns hier befinden. Diese Filmdokumentation findet ihr auch auf unseren Internetseiten „mein.yoga-vidya.de“ und die Filmdokumentation heißt: „In the name of peace. Im Namen des Friedens.“ Und dieser Titel drückt sehr gut aus, wofür Swami Vishnudevananda steht und letztlich was wir auch bei Yoga Vidya erreichen wollen, wir wollen etwas mehr Frieden in die Welt bringen. Und es gibt verschiedene Formen von Frieden. Man kann sagen, Yoga wirkt auf verschiedenen Ebenen und die Hoffnung ist, dass all diese Ebenen sich auch gegenseitig befruchten. Zunächst, Yoga hilft, Frieden in uns selbst zu schaffen. Fängt schon an, physische Entspannung. Verspannung ist nichts anderes als ein Unfrieden unserer Körperteile gegeneinander. Und im Yoga lernen wir, zu entspannen, dass wir anschließend auch wieder gut anspannen können. Aber insgesamt, der Körper arbeitet gut mit zusammen, der Organismus funktioniert gut und die Heilwirkung von Yoga ist ja inzwischen empirisch ausreichend belegt, so dass man sicherlich sagen kann, das Beste, was man für Gesundheit des Körpers und für gutes Funktionieren des Körpers überhaupt machen kann, ist Yoga. Also, Frieden mit dem Körper. Als zweites, Frieden auch mit unserer Psyche. Frieden mit unseren Emotionen. Frieden mit unserer Persönlichkeit. Yoga geht davon aus, dass nichts in uns wirklich abgrundtief schlecht ist. Wir kommen ja hier, mindestens bei Yoga Vidya, aus einer Adwaita Richtung, also einer Nicht-Dualität, wo wir sagen, das Tiefste von jedem Menschen ist das unendliche Bewusstsein. Wir sind alle miteinander verbunden, in jedem Menschen ist der göttliche Funken und der drückt sich aus auch über die Psyche, auch über die Emotionen, Gefühle, Gedanken. Nicht alles ist dann sehr hilfreich, wie es sich ausdrücken will. Ich glaube, das weiß auch jeder. Aber nichts ist schlecht und bekämpfenswert, sondern wir wollen lernen, in Frieden mit uns selbst zu leben, unsere Bedürfnisse, Anliegen usw. in Frieden zu leben oder auch in Frieden auch mal zu beherrschen, denn nicht alles ist lebbar in dieser Welt der Dualität, und das friedvoll zu machen. Frieden auf einer nächsten Ebene, ist Frieden im Zwischenmenschlichen. Und auch da gibt es im Yoga eine Reihe von hilfreichen Dingen. Wenn wir ein bisschen mehr im Frieden mit uns selbst sind, sind wir meistens auch ein bisschen mehr im Frieden mit anderen. Manche Kämpfe, die wir mit anderen haben, sind letztlich Externalisierungen von Kämpfen, die wir in uns haben. Und gerade im Karma Yoga, Bhakti Yoga, Jnana Yoga, auch Raja Yoga, gibt es viele Hinweise und Tipps, wie wir mit anderen umgehen können. Das Mindeste ist, dass wir sagen: Das Selbst ist in allen Wesen gleich. Wir sind nicht nur hier, sondern wir sind in jedem einzelnen Wesen. Und auf der Bhakti Ebene, also im Yoga der Hingabe, würde man sagen, wir sind alle Kinder Gottes, damit sind wir alle Geschwister. Sogar auf der biologischen Ebene stammen wir alle von den gleichen Eltern ab. Es ist gar nicht so lange her, ich weiß nicht, sechzig- oder achtzigtausend oder hunderttausend Jahre vorn Christus, dort gab es nur, ich glaube, ein paar Dutzend Menschen, die noch überlebt haben, und wir stammen alle von den gleichen ab. Und jeder von uns hat gleiche Vorfahren. Nicht nur gleiche, sondern identische Vorfahren. Aber wir haben einen direkten Vorfahren, nämlich Gott, und der ist unser direkter Vater oder Mutter oder wie auch immer wir es sehen wollen. Das wären jetzt die Bhaktas, also die Hingabe. Vedanta würde sagen, Bewusstsein in allen ist gleich. Und so wollen wir mit anderen umgehen als ob sie Manifestation unseres eigenen Selbst wären. Schließlich geht es um Frieden mit allen anderen Religionen. Oder Yoga ist ja keine Religion, aber egal, welcher Religion man angehört oder auch keiner Religion angehört, wir wollen in Frieden leben mit anderen, mit anders Gläubigen, anders Hautfarbigen usw., denn letztlich, Menschen sind alle eins. Die ganze Menschheit ist eins. Swami Vishnu hat schon vom globalen Dorf, global Village, gesprochen als der Ausdruck noch nicht so populär war, wie er ja heute ist. Wir sind alle eine Dorfgemeinschaft auf einem kleinen Planeten. Und auch hier können wir uns zum einen natürlich engagieren für den Frieden und Swami Vishnu war ja einer, der auch Friedensmissionen gemacht hat, mit seinem Flugzeug geflogen ist von Westberlin nach Ostberlin, von Israel nach Ägypten, von Indien nach Pakistan. Er ist mit Peter Sellers, dem Schauspieler, der auch ein Schüler von ihm war, durch die Straßen von Belfast gegangen, durch die damaligen No-Go-Areas. Also, er hat sich auch so eingesetzt, aber er meinte, noch wichtiger ist, wenn wir Yoga üben, sollten wir immer zu Anfang der Yogapraxis und zum Ende der Yogapraxis Friedensgedanken in die ganze Welt schicken. So wie wir das auch zu Beginn der Meditation machen, wie wir es am Ende des Satsangs machen. Jetzt werden wir ja gleich Friedensgebete rezitieren. Und auch das Arati, die Lichtzeremonie, hat unter anderem die Wirkung, Lichtgedanken überall in die ganze Welt zu schicken. Und Swami Vishnu hat uns immer ermutigt, egal, ob wir jetzt das so mit Mantras machen oder zeremoniell oder in eigenen Worten oder mit Lichtgedanken, wenn jeder spirituelle Aspirant mindestens jeden Morgen und jeden Abend und vor jeder Meditation und nach jeder Meditation und vor jeder Yogastunde und nach jeder Yogastunde ein paar Sekunden Friedensgedanken überall hinschickt, dann könnte auch die geistige Atmosphäre eine friedvollere werden und das kann dann auch eine Wirkung haben auf den physischen Frieden auf der Welt.

Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Frieden, Peace, Swami, Vishnudevananda

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