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Gott ist die Zeit, die alles vernichtet – Bhagavad Gita XI.32

Gott ist die Zeit, die alles vernichtet – Bhagavad Gita XI.32 -

Hari Om. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen. Wir sind in der Bhagavad Gita, 11. Kapitel, 32. Vers.

„Shri bhagavan uvaca Kalo’smi loka-ksaya-krt pravrddho lokan samahartum iha pravrttah rte’pi tvam na bhaivisyanti sarve ye’vasthitah pratyanikesu yodhah.“ Krishna sprach:

„Ich bin die mächtige, weltzerstörende Zeit, die dabei ist, die Welten zu vernichten. Auch ohne dein Zutun wird keiner der in den feindlichen Armeen aufgestellten Krieger überleben.“

Der erste Teil dieses Verses hat traurige Berühmtheit erlangt. Oppenheimer, der Erfinder der ersten Atombombe hat diesen Satz gesagt, als er gesehen hat, welche grauenhafte Zerstörung die Atombombe ausgelöst hat. Dieser Vers drückt aus, alles, was einen Anfang hat, hat dann ein Ende. Ich erzähle das immer wieder, denn das ist eine der Essenzen des 11. Kapitels. Eine zweite Essenz ist, letztlich macht Gott alles. Wir Menschen machen eigentlich nichts. Das ist immer wieder die Frage: Freier Wille oder alles vorherbestimmt? Hat der Mensch selbst einen freien Willen? Auf einer Seite hat er einen freien Willen. Wir haben Buddhi, die eigene Unterscheidungskraft, Urteilsvermögen, Entscheidungsvermögen. Du kannst dich z.B. jetzt entscheiden, den Podcast abzuschalten oder weiter zuzuhören. Du kannst dich entscheiden, das, was du tust, zu unterbrechen und jetzt bewusst zuzuhören. So viele verschiedene Möglichkeiten hast du. Also, auf einer Seite hast du einen freien Willen. Auf der anderen Seite kann sich der Mensch nur für das entscheiden, das auch im kosmischen Plan vorgesehen ist. In der Yoga Vasishta wird darüber oft gesprochen. Und dort sieht es auch so aus, als ob es Parallelwirklichkeiten gibt. Man kann also bis zu einem gewissen Grade entscheiden, welchen Weg man durch diese verschiedenen Parallelwirklichkeiten geht. Nur, wir können nicht wirklich etwas ganz Neues, Außergewöhnliches bewirken. Daher können wir auch ganz entspannt sein. Wir können nicht durch eine einzelne Handlung die Weltgeschichte verändern, noch nicht mal unsere kleine Weltgeschichte. Letztlich kann nur das geschehen, was in Gottes Willen vorgesehen ist. Wir können nach bestem Wissen und
Gewissen entscheiden. Wir können so einen Weg durch dieses multidimensionale Universum suchen, der uns vielleicht zügiger zur Verwirklichung führt, der uns vielleicht mehr Freude erfahren lässt und auch unsere Mitmenschen mehr Freude erfahren lässt. Wir sollten aber demütig sein und wissen, wir können nur das tun, wir können nur uns für das entscheiden, was in Gottes Wille auch ist. So können wir auch entspannen, denn wir können auch nichts Schlechtes tun, was nicht in Gottes Wille ist. Natürlich ist es falsch,
ethisch falsche Handlungen auszuführen. Nur, wenn wir es machen, dann können wir es bereuen, wir können uns vornehmen, es besser zu machen, wir können es
Gott darbringen und wir können uns bewusst sein, Gott wird auch durch unsere Fehler wirken, Gott wird auch durch unseren Leichtsinn wirken. Wir können ganz loslassen, Gott alles darbringen.

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

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Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

Kommentar von doris.griebler@web.de am 1. Juni 2012 um 2:34pm

Deine Reaktion auf Yoga ist in jedem Fall zu heftig.
Die Fragen sind: Wie beweglich ist Dein Körper? Wieviel Sport treibst Du sonst noch?
Versuche eine sanftere Art des Yoga für Dich zu finden bzw. den richtigen Yoga und Du wirst
viel Freude dabei empfinden.
Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg.

Kommentar

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