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Yoga-TherapeutIn – muss man dafür Heilpraktiker sein?

Yoga-TherapeutIn – muss man dafür Heilpraktiker sein?

FRAGE

Die Yogatherapie Ausbildung ist abgeschlossen, doch bleibt etwas Unsicherheit, ob ich/ wir die Bezeichnung Yogatherapeutin überhaupt verwenden dürfen. Es ging die These rum, dass nur Ärzte und Heilpraktiker Diagnosen erstellen, und therapieren dürfen. Auch unser Ausbilder meinte, wir können uns “nur” Yoga-Gesundheitspraktiker nennen.

Wie siehst Du das?

ANTWORT

Diagnostizieren im schulmedizinischen Sinne dürfen nur Heilpraktiker und Ärzte, das stimmt. Das ist keine These, sondern gesetzlich verankert:

§1 Heilpraktikergesetz
(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.
(2) Ausübung der Heilkunde im Sinne des Gesetzes ist, jede berufs- oder gewerbemäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.

Und das ist auch gut so, da eine Yogatherapie-Ausbildung völlig andere Schwerpunkte hat. Damit kann man nicht sicher Hypothyreose von Depression unterscheiden, Asthma von Bronchitis, oder Spannungskopfschmerz von Bluthochdruck. Allein die Heilpraktiker-Ausbildung hat bereits das 10-fache Stundenvolumen, bei den Ärzten sinds um die 10 Jahre bis zum Facharzt.

Das ist aber kein Nachteil, da die meisten Menschen die kommen bereits beim Arzt waren, und ihre Diagnose kennen. Damit lässt es sich sehr gut arbeiten. Ich habe in meiner Praxis sehr oft erlebt, das Ärzte kooperationsbereit wurden, wenn sie sahen, das diese seltsamen Dinge die ihr Patient in der Yogatherapie macht ihm gut tun. Einige wurden dann so neugierig, das sie mich persönlich besuchen kamen, um sich diese unbekannte Angelegenheit mal aus der Nähe anzuschauen. Über den Patienten ist die Kommunikation und damit die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oft sehr gut möglich. Mehrfach kamen Patienten mit konkreten Aufträgen vom Arzt, was wir anstreben sollen.

Darüber hinaus habe ich auch immer wieder Patienten mit Verdacht auf irgendwas zum Arzt geschickt, um das klären zu lassen. Ich fand es durchaus angenehm, das abgeben zu können. U.a. auch deshalb, weil es mir erspart den kompletten diagnostischen Apparat vorhalten zu müssen, und weil der Arzt nun mal viel mehr Erfahrung mit sowas hat. Die Patienten hatten damit nie ein Problem.

Anders ist es, wenn du yogische Diagnosen stellst, also ausserhalb des schulmedizinischen Themenkreises. Die Schulmedizin kümmert sich um die rein funktionellen Zusammenhänge im Körper, einen Aspekt aus Anamaya-Kosha. Wie es mit den anderen 4 Koshas aussieht, das interessiert sie nicht. Dort kannst du als erfahrene Yogalehrerin und Yogatherapeutin sehr gut arbeiten, und so dazu beitragen, das der Patient seine Thematik vollständig und ganzheitllich angehen kann. Die daraus resultierenden Vorteile kennst du ja.

Du kannst zB problemlos ... hier weiterlesen.

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Tags: heilpraktiker, heilung, osteopath, therapeut, yoga

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