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Krishna sprach:
„Wiederum, Oh mächtig bewaffneter Arjuna, höre Meine erhabenen Worte, die Ich dir, den Ich liebe, verkünden werde, damit es dir wohl ergehe.“
Bhagavad Gita ist ein Zwiegespräch zwischen Krishna und Arjuna. Die meisten der Zuhörer wissen das längst, aber da dieser Podcast ja über viele Monate, letztlich über viele Jahre geht, will ich da nochmal ein paar Worte sagen zur Bhagavad Gita. Und wenn du schon regelmäßig zuhörst, es ist auch immer wieder gut, sich bewusst zu machen, was die Bhagavad Gita ist. Bhagavad heißt Erhabener, der Göttliche, Gita heißt Gesang. Krishna ist eine Manifestation Gottes, er gilt als Avatar, als Inkarnation. Daher, was er sagt, sind nicht nur irgendwelche Worte, sondern es sind Offenbarungen. Bhagavad Gita gilt als Offenbarung Gottes. Und es ist gut, diese Worte auch anzuhören mit einem gewissen Vertrauen, mit einer gewissen Demut, mit dem Wunsch, zu lernen. Anders als andere Bücher, wo man mit einer großen Kritik herangehen kann oder vielleicht historisch überlegt. Bhagavad Gita ist eine Schrift, von der du besonders viel lernst, wenn du mit Hingabe sie anhörst, wenn du dir überlegst: „Ja, was heißt das für mich? Wie kann ich das umsetzen?“ So gilt die Bhagavad Gita auch als Mantraschrift. Du kannst auch einfach die Verse anhören und wenn du die Verse anhörst, an sich das Sanskrit hat Wirkung auf dich. Du kannst meditieren über einen Vers. Du kannst darüber nachdenken. Du kannst auch die Bhagavad Gita wie ein Orakel aufschlagen. Du kannst dir eine Frage stellen oder Gott eine Frage stellen, dann die Bhagavad Gita aufschlagen und den Vers nehmen als Antwort auf deine Frage oder mindestens als Hinweis, von welchem Standpunkt aus du die Frage angehen kannst. Krishna spricht im 1. Vers des 10. Kapitels: „Ich liebe dich. Ich will dir Gutes tun.“ Und auch das ist etwas, was du dir vergegenwärtigen kannst. Gott liebt dich so, wie du bist. Gott will dir Gutes. Gott spricht Worte zu dir, damit es dir gut geht. Alles, was im Alltag geschieht, sind letztlich auch die Worte Gottes. Aber alles, was geschieht, auch weniger schöne Dinge, helfen, damit du Gott erfährst, helfen, damit du dich entwickelst. Letztlich, Gott liebt dich. Das klingt vielleicht etwas abgedroschen. Du hast vielleicht in deiner Kindheit, so wie ich, andere gehabt, die dir irgendwelche Plaketten aufgeklebt haben, „Gott liebt dich“ oder „Gott liebt auch dich“. Aber auf eine gewisse Weise ist das purer Bhakti. Du weißt, Gott liebt dich und er liebt dich so, wie du bist. Du musst dir die Liebe Gottes nicht verdienen. Du musst nicht irgendwie ein toller Yogi sein, um Gottes Liebe zu verdienen. Letztlich, Gott liebt dich so, wie du bist, mit all deinen Schwächen. Und weil Gott dich liebt, will er dir helfen, dass du dich weiter entwickelst. Gott stellt dir keine Vorbedingungen für seine Liebe. Gott bringt die Liebe ohne Bedingungen. Er liebt dich bedingungslos. Du kannst diese Liebe annehmen und du kannst sie spüren. Du kannst sie auch ablehnen, dann spürst du sie vielleicht nicht. Gott wird dich immer weiter lieben. So wie eine Mutter ihr Kind liebt, egal, was das Kind macht. Auch wenn das Kind sich gegen die Liebe wehrt, die Mutter wird das Kind lieben. So liebt dich Gott. Nimm diese Liebe an. Sei dir dessen bewusst und entspanne dich ganz.

Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Bhakti, Krishna, Mythologie, Yoga

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