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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute Heute lese ich etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Samadhi“.

Samadhi ist der überbewusste Zustand, in dem wir unsere wahre Natur erkennen, der Zustand, in dem wir aus der Täuschung, aus der Identifikation herauskommen und das erkennen, was wirklich ist. Samadhi ist ein Zustand, der für jeden offen ist. Samadhi ist die großartigste Erfahrung, die es überhaupt gibt. Samadhi ist die Erfahrung, nach der wir bewusst oder unbewusst immer streben. Der Mensch wird niemals zufrieden sein mit irgendetwas, was nicht Samadhi ist. Alles andere ist immer irgendwo nicht ausreichend. Das ist das Besondere im Menschen: Er weiß das von sich. Tiere sind irgendwie glücklich, wenn sie gefressen haben und schlafen können. Der Mensch ist nie wirklich zufrieden. Gut, vielleicht mal kurzfristig, nachdem er gegessen hat, vielleicht auch nachts, während er schläft, aber ansonsten strebt er nach mehr, nach Anderem, nach Höherem.

Nicht jeder Mensch weiß, wonach er strebt. Die Hauptsache ist, irgend etwas muss noch geschehen, irgend etwas muss noch passieren. Es sei denn, er hat resigniert, aber damit ist er auch nicht zufrieden. Irgendwo ist diese innere Unruhe da, weil der Ruf der Seele da ist: „Komm zu mir! Mich gibt es. Komm, erfahre mich. Erfahre das, was ist. Höre auf, dich mit dem Kleinen oder mit dem scheinbar Großen zu identifizieren.“

Swami Sivananda schreibt in diesem Kapitel natürlich aus eigener Erfahrung. Es sind nicht irgendwelche Theorien, es ist nicht irgendetwas, was irgendjemand mal vor 4000 Jahren behauptet hat. Samadhi ist etwas, das Menschen seit Jahrtausenden erfahren und das auch heute Menschen erfahren.

„Samadhi ist die Erfahrung der Einheit mit Gott. Samadhi ist eine überbewusste Erfahrung. Samadhi ist Adhyatmic Anubhava.“ Anubhava heißt zum einen Erfahrung, „anu“ heißt aber auch „eins“, „bhava“ heißt „Gefühl“. Es ist anu, es ist das eine einzigartige Gefühl, von dem alles andere letztlich eine Widerspiegelung ist.
Mircea Eliade, einer der großen Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts, hat einmal gesagt: „Samadhi ist Enstase.“ Ekstase heißt eigentlich, außer sich zu sein. Ekstase heißt, wirklich in sich zu sein. Aber ich glaube, außer Eliade hat keiner dieses Wort in diesem Sinne gebraucht. Aber deshalb wird die Ekstase auch als transzendente Erfahrung bezeichnet. Jenseits dessen, was wir jetzt begreifen können. Ekstase im Sinne von: Wir sind wirklich in uns, ist wonnevolle Vereinigung. Es ist die Erfahrung der Einheit. Wenn man sagt, wonnevoll oder Vereinigung, dann ist das die Erfahrung der Einheit.

„Der Geist geht im Ewigen, dem Atman auf, wie Salz im Wasser oder Kampfer in der Flamme. Samadhi ist ein Zustand reinen Bewusstseins.“ Man kann auch sagen, wir sind uns bewusst. Was den Menschen ausmacht, ist Bewusstsein. Angenommen, man hätte kein Bewusstsein, wer wäre man dann?

Esgibt es eine ganze Reihe von Patienten, die sind im Wachkoma und erleben darin eigentlich alles. Es ist ein reiches Leben. Wenn die zum Teil wieder zurückkommen und dann berichten, was sie dort in ihrem eigenen Universum erlebt haben, können wir ahnen, was entscheidend ist. Selbst wenn der Körper sich nicht bewegen kann, selbst wenn ein Mensch sich nicht ausdrücken kann, wenn er nichts machen kann: Sofern Bewusstsein da ist, ist der Mensch. Unerheblich, ob er irgendwas tun kann.

Dagegen, wenn da ein Körper ohne Bewusstsein liegt, ist nichts, was da ist. Nur im Samadhi ist diese Bewusstheit voll da, unbeschränkt, unendlich. „Samadhi lässt dich Atman verwirklichen. Durch Samadhi wird das begrenzte Selbst im grenzenlosen, absoluten Bewusstsein aufgenommen. Das Einssein von Jivatman, individuelle Seele und Paramatman, kosmische Seele, wird verwirklicht.“

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: bedeutung, einheit, ewig, inspirationen, samadhi, sukadev, tägliche, verschmelzen

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