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Sitze an einem stillen Ort in PadmaSiddhi oder Sukha Asana (Lotos- oder Schneidersitz). Befreie dich von allen Leidenschaften, Emotionen und Impulsen. Ziehe den Geist immer wieder von den Ob­jekten und Sinneseindrücken ab. Nun wird der Geist ruhig, einpünktig, rein und subtil. Mit Hilfe dieses geschulten Instruments, dem disziplinierten Geist, kontempliere über das unendliche Selbst. Denke an nichts anderes. Lasse keine weltlichen Gedanken im Geist auftauchen. Gestatte dem Geist nicht, an physische oder geistige Vergnügen zu denken. Wenn er sich auf diese Gedanken einlässt, bearbeite ihn. Dann wird er zu Gott gehen. So wie der Ganges unaufhörlich dem Meer zufließt, sollen sich die Gedanken ständig auf Gott zu bewegen. So wie Öl in einem ununterbrochenen ständigen Strom fließt, wenn es von einem Gefäß in ein anderes gegossen wird, so wie der harmonische Klang, den das Läuten einer Glocke erzeugt, in einem ständigen Strom an das Ohr dringt, so muss auch der Geist in einem unaufhörlichen Strom zu Gott fließen.

Habe ein geistiges Bild von Gott oder Brahman - konkret oder abstrakt - bevor du zu meditieren beginnst. Wenn du Anfänger in der Meditation bist, beginne erst mit etwa zehn Minuten Rezitation von Mantras, erhabener Slokas oder Stotras, sobald du dich zur Meditation hinsetzt. Das erhebt den Geist. Dann lässt sich der Geist leicht von weltlichen Objekten abziehen. Dann hefte den Geist durch wiederholtes intensives Bemühen auf nur einen Gedanken. Ziehe wieder und wieder den Geist von anderen Gedanken und Wahrnehmungen zurück zu dem einen Gedanken bzw. dem einen Meditationsgegenstand. Darauf folgt Nishta (Gedankenleere).

Wenn man ein Feuer entfacht häuft man Stroh auf, Papier und Kleinholz. Am Anfang erlischt das Feuer vielleicht rasch. Es wird einige Male durch Blasen angefacht. Nach einiger Zeit wird es zu einem großen Feuer. Man kann es jetzt kaum löschen, auch nicht mit viel Mühe. Ebenso fallen Anfänger am Beginn der Meditation immer wieder in ihre alten Fur­chen zurück. Sie müssen ihren Geist immer wieder erheben und auf Lakshya, den Konzentrationspunkt, heften. Wenn die Meditation fest und stetig wird, wurzelst du schließlich fest in der Konzentration und in Gott. Dann wird die Meditation Sahaja, natürlich. Sie wird zur Gewohnheit.



Dies ist eine Textpassage aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
für den spirituellen Weg


Essays und praktische Anleitungen
für spirituelle Aspiranten
Auszüge aus Werken von Swami Sivananda

Bücher von Swami Sivananda findest du online unter:

yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda

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Tags: Inspiration und Weisheit, Inspiration und Weisheit für den spirituellen Weg, Meditation, Meditationspraxis, Swami Sivananda, spiritueller Weg

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