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„Samadhi – Samadhi ist Einssein mit Gott. Es ist eine überbewusste Erfahrung. Es ist Adhyatma Anubhava, die Verwirklichung des ursprünglichen kosmischen Selbst. Samadhi, Ekstase ist wonnevolle Vereinigung. Der Geist geht im Ewigen, dem Atman, dem höchsten Selbst, dem kosmischen Bewusstsein, auf wie Salz in Wasser oder Kampfer in der Flamme. Es ist ein Zustand reinen Bewusstseins. Samadhi verankert dich in Atman, dem höchsten Selbst. Durch Samadhi wird das begrenzte Selbst im grenzenlosen absoluten Bewusstsein aufgenommen. Das Einssein von Jivatman, individueller Seele, und Paramatman, kosmischer Seele, wird verwirklicht.“


Yoga hat Wirkungen auf so vielen verschiedenen Ebenen. Yoga hilft, sich zu entspannen. Yoga hilft, gesund zu sein. Yoga hilft, sich etwas mehr in Harmonie mit sich selbst zu fühlen. Yoga hilft, mehr Energie zu bekommen, körperliche Energie, emotionale Energie, geistige Energie. Yoga hilft, dass man mehr Kontakt bekommt zu seinen inneren Fähigkeiten. Die meisten Menschen, die eine Weile Yoga üben, merken, dass irgendwie noch mehr in ihnen drinsteckt, was sich irgendwo manifestieren will. Das sind alles auch wichtige Wirkungen vom Yoga. Aber Yoga hat auch ein höchstes Ziel und dieses Ziel ist schon durch den Namen „Yoga“ ausgedrückt. Yoga heißt nämlich unter anderem Einheit, Vereinigung. Im Yoga wollen wir die höchste Wirklichkeit tatsächlich erfahren. Yoga ist etwas sehr Optimistisches, es sagt nämlich, wir müssen nicht sterben, um die Selbstverwirklichung oder Gottverwirklichung, Erlösung, Befreiung zu erreichen, sondern in diesem Leben können wir die höchste Einheit erfahren. Und es gibt natürlich zum einen diesen Samadhi, wo wir dies dauerhaft verwirklichen, aber die meisten Menschen hatten schon solche Erfahrungen, kleine Andeutungen von Einheit. Sei es in einer Tiefenentspannung, in einer Asana, sei es in einer menschlichen Begegnung, in einer Naturerfahrung, vielleicht auch in einer schweren Krankheit, in einer Verzweiflung, plötzlich dieses Gefühl der Verbundenheit. Und durch die regelmäßigen spirituellen Praktiken, insbesondere auch, wenn man die Praktiken intensiviert, kann man immer mehr diese Erfahrungen machen: „Ich bin nicht beschränkt auf den Körper. Ich bin nicht beschränkt auf die Psyche. Ich bin nicht beschränkt auf diese ganzen kleinen und größeren Schwierigkeiten, die vielleicht auch da sind, sondern ich bin das Unendliche, ich bin das Ewige. Mein Bewusstsein ist letztlich eins mit dem kosmischen Bewusstsein.“

Das ist keine Glaubensfrage, sondern es ist eine Erfahrungssache. Es ist eine Sache, die wir tatsächlich erfahren können, immer wieder erfahren können. Wir können es nicht immer erfahren. Es heißt auch, solange wir noch bestimmte Lektionen zu lernen haben oder bestimmte Missionen im Leben zu erfüllen haben, die bedingen, dass wir nur ein beschränktes Wissen haben, solange haben wir auch nur dieses beschränkte Wissen. Deshalb, es gilt auch, bei all der Praxis, demütig zu sein.

Wir können jetzt nicht sagen: „Ich will es unbedingt jetzt verwirklichen und da gehe ich mit dem Kopf durch die Wand und durch alle Verhaftungen hindurch“. Es wäre schön, wenn es so klappen würde. Es ist die Frage, wäre das wirklich schön? Aber jedenfalls, es klappt so nicht. Es gilt, intensive Bemühung zu haben, es gilt immer wieder in diese Bewusstheit zu schauen, ist es jetzt möglich, tiefere Bewusstheit zu haben? Es gilt, immer wieder die Praxis neu zu intensivieren. Dann gilt es, die Lektionen des Alltags zu lernen. Es gilt, zu schauen: „Was ist meine Aufgabe? Welche Dinge habe ich zu tun?“ Und dann, wenn wir diese getan haben oder nachdem wir sie am Tag getan haben, können wir schauen, jetzt, ist es möglich, wieder tiefer zu gehen. Oder wenn ihr wieder in den Ashram geht, wie jetzt, an diesem Wochenende seid ihr da, manche ein paar Tage, manche ein paar Wochen, manche Monate, Jahre, Jahrzehnte. Gut, so lange gibt es den Ashram noch nicht. Aber man kann sagen: „Jetzt bin ich da und jetzt will ich schauen, ist es möglich, dieses Höchste mehr zu erfahren?“ Und dann schauen: „Ist es jetzt so weit?“ Und das ist auch etwas, das diese Absicht auch da sein kann, aber es ist eben die verhaftungslose Absicht. Wir wollen das erfahren und schauen: „Ist es möglich? Und wie weit ist es möglich?“ Und dann lassen wir wieder los. Und dann von neuem. Wir schauen: „Ist es möglich, es zu erfahren? Und wie weit ist es möglich?“ Und dann lassen wir wieder los.
Noch ein paar Sätze aus der Feder von Swami Sivananda:


„Der Samadhi-Zustand ist reinste Wonne, reinste Freude und tiefster Frieden. Nur so viel kann gesagt werden. Spüre es selbst!“

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

 

 

 

 

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Tags: Sukadev, tägliche inspiration

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