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Reinkarnationsforschung ist eine schwierige Angelegenheit, weil die Informationen über frühere Leben aus vielen Quellen stammen können und nur schwer überprüfbar sind. Die Kritiker verlangen handfeste Beweise. Und selbst wenn ihnen gute Beweise gegeben werden, findet ein kreativer Kritiker immer noch irgendwo ein Haar in der Suppe.

Der bekannteste Wiedergeburtsfall in Indien ist Shanti Devi. Sie wurde 1926 in Neu-Delhi geboren und erinnerte sich bereits als Kind genau an ihr früheres Leben als Hausfrau im 128 Kilometern entfernten Mathura. Obwohl sie noch nie an diesem Ort gewesen war, konnte sie genau ihren früheren Ehemann, das Haus und die Stadt beschreiben. Sie erinnerte sich sogar an die Stelle, wo sie früher immer ihr Geld versteckt hatte.

1935 wurde die indische Presse auf Shanti Devi aufmerksam. Mit vielen Journalisten und Wissenschaftlern machte sich das kleine Mädchen auf in ihre frühere Heimatstadt. Sie fand von alleine ihr früheres Haus wieder und konnte dem Hausbesitzer alle Fragen über seine frühere Ehefrau beantworten. Auch das Geldversteck wurde gefunden. Der schwedische Buchautor Lönnerstrand hörte davon, hielt es für einen großangelegten Schwindel und reiste nach Indien, um den Fall zu überprüfen. Er kam nach eingehender Untersuchung zu dem Ergebnis: “Das ist ein völlig aufgeklärter und bewiesener Fall von Reinkarnation.”

Ein zweiter viel diskutierter Fall stammt von dem sechsjährigen Taranjit Singh. Er erinnerte sich 2002 an sein vergangenes Leben an einem anderen indischen Ort. Er konnte seinen früheren Namen angeben und berichtete von einem Unfall, bei dem er um sein Leben gekommen war. Auf dem Weg zur Schule sei er von einem Motorroller angefahren worden. Er habe eine schwere Kopfverletzung erlitten und sei daran am nächsten Tag gestorben.
Alle Angaben wurden nachgeprüft und bestätigt. Besonders spannend ist, dass er zum Unfallzeitpunkt 30 Rupien und zwei Schulbücher bei sich gehabt hatte. Auch diese Angaben von Taranjit wurden überprüft und bestätigt. Einige Zeit später hörte der Gerichtsmediziner Chauhan von Taranjit und prüfte den Fall noch einmal gründlich nach. Er befragte die Familien in den zwei Dörfern und machte eine forensische Handschriftenanalyse. Er stellte fest, dass Taranjit und seine frühere Inkarnation fast hundertprozentig in ihren Handschriften übereinstimmten.

Sehr bekannt ist die Wiedergeburt des Dalai Lama. Im tibetischen Buddhismus inkarnieren sich die erleuchteten Meister grundsätzlich immer wieder auf der Erde, um ihre Arbeit fortzusetzen. Sie geben vor ihrem Tod Hinweise auf den Ort und die Umstände ihrer Wiedergeburt. Vor ihrer offiziellen Anerkennung als Reinkarnation müssen sie eine Prüfung ablegen, die sie nur als echte Inkarnation bestehen können. Sie müssen zwischen vielen gleichartigen Dingen die Gebrauchsgegenstände ihres Vorgängers herausfinden.

Nach dem Tod des 13. Dalai Lama machte sich ein Suchtrupp aus hohen tibetischen Mönchen auf, um den nächsten Dalai Lama zu finden. Sie folgten ihren Visionen und den Hinweisen des verstorbenen Dalai Lamas. Als der Suchtrupp das Haus des 14. Dalai Lama gefunden hatte, wurde der Anführer von dem vierjährigen Tenzin Gyatsu mit den Worten “Sera Lama” begrüßt. Der alte Lama stammte tatsächlich aus dem Kloster Sera, was der kleine Junge auf natürlichem Wege nicht wissen konnte. Der Anführer zeigte dem kleinen 14. Dalai Lama zwei Gebetstrommeln, bei denen der Dalai Lama sofort erkannte: “Das ist meine!” Noch zwölfmal wurde der 14. Dalai Lama getestet. Dann erfolgte die Anerkennung als Reinkarnation. Der Suchtrupp nahm ihn mit nach Lhasa und erzog ihn dort für seine Aufgabe als späteres Oberhaupt der Tibeter. Der Dalai Lama selbst erklärte später, dass er eine spirituelle Verbundenheit zu seinem Vorgänger spüre.

Etwa eine Milliarde Menschen auf der Erde glauben an die Wiedergeburt. Die Lehre von der Wiedergeburt ist eine Basis des Buddhismus und des Hinduismus. Im Christentum wird teilweise an die Wiedergeburt geglaubt. Die meisten Christen nehmen zumindest an, dass Heilige wiedergeboren werden können, um der Menschheit zu helfen. Es steht in der Bibel, dass sich Jesus noch einmal auf der Erde inkarnieren will und dass Johannes der Täufer die Wiedergeburt des Wüstenyogis Elias war.

Oft wird behauptet, dass in den großen Religionen einfach aus traditionellen Gründen an die Wiedergeburt geglaubt wird, ohne dass irgendwelche Beweise dafür vorliegen. So ist es aber nicht. Die Beweise sind die Aussagen der Religionsgründer. Jesus hat erklärt, dass er noch einmal auf die Erde kommen will. Buddha hat bezeugt, dass er bei der Erleuchtung seine früheren Leben sehen konnte. Und Krishna hat in der Bhagavad Gita ebenfalls auf der Basis persönlichen Wissens die Reinkarnation zum Zentrum des Hinduismus gemacht.

Alle großen Stresssituationen aus den früheren Leben werden im Seelengedächtnis gespeichert. Wenn sich die Verspannungen lösen, tauchen in Träumen oder im Wachzustand Bilder oder kurze Szenen (kleine Filme) aus den Stresssituationen auf. Die Lösungsprozesse sind oft mit intensiven Körperreaktionen wie Unruhe, Muskelzittern, Hitze oder Kälte verbunden. Bei Nils lösten sich auf seinem spirituellen Weg zuerst die Verspannungen aus dem jetzigen Leben. In kurzen Filmszenen sah er stressreiche Examenssituationen, Beziehungsstreitigkeiten und verdrängte Unfälle. Da Nils die Stressereignisse noch in Erinnerung hatte, wurde ihm der Zusammenhang zwischen seinen spirituellen Übungen, Auflösung von inneren Verspannungen und dem Auftauchen von Lösungsträumen deutlich bewusst. Er lernte klar zu unterscheiden was ein Lösungstraum und was ein normaler Traum war.

Nachdem Nils drei Jahre als Yogi gelebt hatte, lösten sich die bei seiner Geburt entstandenen Verspannungen. Nils durchlebte noch einmal bewusst seine Geburt. Er floss durch einen dunklen Kanal hindurch, spürte großen Stress und war dann im Freien. Später erlebte er dann noch zehn Geburten aus früheren Leben. Tod und Geburt sind nach den Berichten der tibetischen Yogis die beiden Hauptfälle der im Seelengedächtnis gespeicherten Stresssituationen.

Nach elf Jahren als Yogi tauchten plötzlich die früheren Leben in seinem Geist auf. Nils lernte im Laufe der folgenden sechs Jahre etwa tausend frühere Leben kennen. Zuerst lösten sich nur einzelne frühere Leben. Dann kamen ganz viele frühere Leben wieder an die Oberfläche seines Bewusstseins. Und nach etwa vier Jahren ebbte der Prozess langsam wieder ab. Nils konnte meistens alle Einzelheiten der jeweiligen Stresssituation und auch die Lebensumwelt erkennen. Aus den einzelnen Bildern konnte er geographische und zeitliche Zuordnungen vornehmen.

Die meisten Lösungsträume bezogen sich auf frühere Leben als Tier. Nils wurde oft von anderen Tieren gefressen und hatte dabei große Ängste. Durch diese Ängste musste Nils jetzt jedes Mal noch einmal hindurchgehen, damit sich die jeweilige Stresssituation auflösen konnte. Nils wurde als Affe von Löwen gefressen und als kleiner Fisch von großen Fischen. Als Adlermutter erlebte er den traumatischen Verlust eines Adlerkindes, weil der Winter zu früh kam. Als Wölfin hatte er viele Kinder, aber auch viel Stress in der Wolfsgruppe. Oft sah er in Visionen, wie er als sterbendes Tier von kleinen Würmern aufgefressen wurde.

Seine Inkarnation als Mensch begann Nils vor etwa hunderttausend Jahren in der Steinzeit. In einem Traum sah er sich als Mann mit einem Fell um den Körper und einem Speer in der Hand. Er jagte große Tiere, verlor bei einem Jagdunfall seine Mutter und interessierte sich ansonsten hauptsächlich für Sex. Auch die Steinzeitfrauen konnten sehr reizvoll sein. In weiteren Kurzträumen sah Nils auch seine Leben als Schamane, chinesischer Beamter, indische Frau und christlicher Mönch.

Am schlimmsten in seinen früheren Leben waren die vielen Kriege, die ihn insbesondere in seiner Schamanenzeit häufig heimgesucht hatten. Er verlor seine Freunde, seine Frau und seine Kinder. Nils sah sich traurig vor verkohlten Häuserruinen stehen. Die Feinde hatten seine ganze Familie umgebracht. Das war für ihn schrecklicher, als wenn er selbst gestorben wäre. Damals entwickelte sich in ihm der Wunsch nach einer glücklichen Welt mit genug zu Essen, fröhlichen Menschen und einem dauerhaften Frieden. Mögen viele Menschen diesen Wunsch teilen und sich dafür engagieren.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Reinkarnation

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogsp ... n-der.html

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Tags: Reinkarnation

Kommentar von Bhajan Noam am 24. Juni 2014 um 12:53pm

Reinkarnation 

 

Gleich zu Beginn sei dies gesagt: Es gibt nur EIN LEBEN. Dieses Leben erfährt, wenn man es bildhaft für sich so ausdrücken möchte, unendlich viele und gewiss sehr unterschiedliche Abschnitte, erfreuliche und unerfreuliche Inkarnationen. In Wahrheit aber ist das Leben ein unablässiges Fließen. Die Seele fließt mit dem Fluss der Erfahrungen einen scheinbar langen Weg von den Quellen hin zum Meer der großen Einheit. Dazu benutzt sie immer wieder neue Boote. Wenn eins von der gewaltigen Strömung verschlissen wurde, nimmt sie sich ein neues. Doch der Weg geht unaufhaltsam zum Meer. Wir brauchen niemals – und können es auch gar nicht –  gegen die Strömungen zu schwimmen, nur um alte Boote zu suchen. Es geht in jedem Abschnitt einzig darum, sich jetzt und immer wieder jetzt ganz dem Fließen hinzugeben. Für neue Schiffe ist hinlänglich gesorgt.

 

Die Wasser der großen Flüsse machen kein Problem daraus, dass sie einstmals vom Himmel herunterfielen, dass sich ihnen Felsen in den Weg stellten, dass sie Hals über Kopf  steile Abhänge hinunter stürzten, dass sie zwischendurch getrunken und wieder ausgeschieden wurden... Wasser fließt und findet immer den leichtesten Weg an Widerständen vorbei. Und es fließt  a b w ä r t s !

 

Wenn der Mensch sich vor dem Leben verneigt – innerlich, wahrhaftig, mit seinem ganzen Wesen – dann ist er weich, ist er nachgiebig und geschmeidig. Und das ist auch die Qualität des eigentlichen Lebens, es schmiegt sich in alle Unebenheiten und Rauheiten und glättet sie, löst die Widerstände mit der Kraft unendlicher Zeit auf und trägt den Abraum gelassen mit sich fort.

 

Das Leben aber, das niemals endende, kosmische Sein und der göttliche Funke, der innerste Kern der Seele, sind EINS. Was wir als Seele bezeichnen, ist in Wahrheit nichts als der Informationsträger für längst Vergangenes und als solcher gehört sie eigentlich noch gänzlich zur materiellen Welt, zur Welt der Körper, zur Welt der Ruderboote, Schlachtschiffe oder Raumschiffe. Die Seele besteht aus Energie, doch Energie ist nichts anderes als weniger dichte Materie. Sogenannte Materie ist eine dichtere Schwingung, Energie ist eine feinere Schwingung, beides ist diesseitig. Das Leben jedoch, das unendliche Sein und der göttliche Funke sind vollkommen jenseits davon. Es stellt sich als „Nichts“ aus diesseitiger, aus wissenschaftlicher Sicht dar, und es ist ALLES aus der jenseitigen Sicht des WISSENS.

 

Wir sind nicht die Erfahrungen, die wir in diesem oder anderen Abschnitten der Unendlichkeit gemacht haben, wir sind DAS. Wir sind nicht die Boote, auch nicht der Kapitän, der Lenker der Geschicke, wir sind weit jenseits der Schicksalsströme, geborgen in unendlicher Liebe.  

 

Die sogenannte Reinkarnationstherapie ist überflüssig, wenn wir dieses ursprüngliche WISSEN haben. In diesem WISSEN ist alles Wissen, sind alle Erfahrungen, Erinnerungen und Empfindungen enthalten, und vollkommen  g l e i c h g ü l t i g  – im wortwörtlich doppelten Sinn: von gleichem Wert, von gleicher Substanz einerseits und andrerseits gänzlich unwichtig. Je mehr wir uns mit unserem Bewusstsein nach innen bewegen und unser eigentliches Wesen entdecken und erkennen, desto leichter können wir die Prägungen dieser momentanen Verkörperung und nach und nach auch aller anderen Verkörperungen ablegen. Es werden für uns scheinbar relevante Themen aus „früheren Leben“ auftauchen, ganz natürlich, doch daraus sollten wir keine Geschichten weiterspinnen, denn sie sind genauso unreal wie die Vorstellungen, die wir von diesem Leben entwickelt haben. Sie sind lediglich Anekdoten, Witze, auch wenn sie wie Dramen ausschauen.

 

Und in diesem Licht sollte man sich Folgendes vor Augen führen: Die sogenannte Reinkarnationstherapie ist, wie alles andere, nur ein Teil im Prozess des großen Seins. Sie kann nicht außerhalb davon geplant werden. Es gibt keine Terminabsprache außerhalb des Prozesses. Das zu wissen oder zu ahnen, ist doch auch ganz lustig und entspannend. Oder?  

- Bhajan Noam -

Aus seinem Buch "SHASTRAS - Meistertexte" ISBN 978-3-00-041812-9

Mehr Informationen unter: www.bhajan-noam.com/BUCH.html

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