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Ich lese aus dem Kapitel „Meditation“, aus dem Buch  „Göttliche Erkenntnis“ „Nutzen der Meditation“, die Fortsetzung von dem, was ich gestern Morgen gelesen hatte: „Meditation entwickelt Stärke und reine Gedanken. Geistige Bilder sind deutlich und genau abgezeichnet. Gute Gedanken sind fest begründet. Durch das Klären der Gedanken verschwindet die Verwirrung. Du wirst selbst spüren, wie du die Schritte auf der nächsten Sprosse der spirituellen Leiter zu setzen hast. Eine geheimnisvolle innere Stimme wird dich lenken. Höre sie aufmerksam.“
Hier beschreibt er einige weitere Wirkungen von Meditation. Wenn man regelmäßig meditiert, bekommt man eine innere Stärke. Und er sagt, reine Gedanken. Das heißt, die Gedankenkraft wird auch stärker. Letztlich sind Gedanken nicht nur Abfeuern von Aktionspotenzialen im Hirn und Aktivierung von irgendwelchen Nervenzellverbindungen, sondern Gedanken sind geistige Kräfte. Und im Yoga sagen wir, dass Gedanken besonders starke, machtvolle Kräfte sind. Und wir können es lernen, diese Gedanken stärker werden zu lassen, indem wir sie konzentrieren, und dafür hilft auch wiederum die Meditation.

 

Sehr viele Menschen haben einen schwachen Geist, weil der Geist sehr verwirrt ist. Man will dieses, man will jenes usw. und man kann sich auf nichts Besonderes konzentrieren. Wenn man meditiert, meditiert man ja – normalerweise, die meisten Menschen, die meditieren, meditieren zwanzig, dreißig Minuten am Tag. Zwanzig, dreißig Minuten lang bemüht man sich, den Geist zu fokussieren. Das ist ein Training unseres Geistes. Dann wird der Geist konzentrierter und stärker. Indem wir unseren Geist konzentrierter und stärker machen, ist er nachher auch sehr wirksam für andere Sachen. Die Konzentrationsfähigkeit, die wir in der Meditation entwickeln, können wir auch für anderes entwickeln. Und wenn wir meditieren, finden wir auch einen gewissen Zugang zu einer tieferen Wirklichkeit, höheren Wirklichkeit, die uns dann auch wieder mit Kraft füllt. Wenn wir z.B. meditieren, wie wir es eben gemacht haben, auf Anahata oder Ajna Chakra, zusammen mit einem Mantra, dann öffnet sich etwas und dann bekommen wir Zugang zu einer bestimmten Energie, die fließt. Und diese Energie, die dort fließt, die macht auch wieder unsere Gedanken stärker. Dann sagt er, geistige Bilder sind deutlich und genau abgezeichnet. Insbesondere, wenn man mit der Tratak Meditation übt, dann kann auch die Fähigkeit zur Visualisierung besser werden. Oder wenn man eine visuelle Meditationstechnik hat und sich bemüht, ein bestimmtes Bild vor das geistige Auge zu bringen, dann bekommt die Fähigkeit zur Visualisierung eine stärkere Stärke. Und auch hier wieder, im Alltag, wenn man sich etwas visualisiert, dann ist das auch eine Kraft.

 

Wenn man etwas Bestimmtes erreichen will, kann man sich vorstellen, man hat es erreicht, oder wie es ist, wenn man es erreicht hat. Oder man kann auch mit Affirmationen arbeiten. All das sind geistige Kräfte, die in der Meditation entwickelt werden. Dann sagt er, durch das Klären der Gedanken verschwindet die Verwirrung. Du wirst selbst spüren, wie du die Schritte auf der nächsten Sprosse der spirituellen Leiter zu setzen hast.“ Man bekommt einen Zugang zu seiner höheren Natur. Man bekommt Zugang zu etwas, was ganz tief in einem ist. Und dann kann diese innere Stimme hörbar werden. Manchmal ist sie sehr klar, manchmal versteckt sie sich auch. Und letztlich, manchmal ist auch gut, dass wir aus eigener Unterscheidungskraft eine Entscheidung treffen müssen. Manchmal müssen wir auch eine Entscheidung treffen in der Ungewissheit, dann sind wir vielleicht besonders demütig, weil wir nicht genau wissen, was ist richtig, was ist nicht richtig. Dann treffen wir die Entscheidung, bringen sie Gott dar und sagen: „Oh Gott, ich habe sie jetzt nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, ich weiß nicht, ob sie richtig ist, ich bringe sie Dir dar.“ Und Krishna sagt ja in der Bhagavad Gita, wer das, was er tut, ganz Gott darbringt, der macht letztlich nichts Falsches. Und so ist es durchaus gut, dass wir nicht immer und in jedem Moment genau wissen, was zu tun ist. Dann wäre die Demut weg.

So, manchmal wissen wir es, manchmal ist es klar, manchmal spricht die Stimme, manchmal spricht sie nicht, aber es ist irgendwo klar von der Unterscheidungskraft oder von der Ethik her, was das Richtige ist, und manchmal müssen wir in der Ungewissheit entscheiden. Aber insgesamt sagt er: „Eine geheimnisvolle innere Stimme wird dich lenken, höre sie aufmerksam.“ Da merkt man auch, dass Gott die Gestalt von verschiedenen Menschen annimmt. Manchmal hat man das Gefühl, irgendjemand hat einen falsch behandelt, ungerechtfertigt behandelt, vieles ist schiefgegangen und dann könnte man dem Menschen Vorwürfe machen. Manchmal sind auch mehrere Menschen da, man könnte ihnen allen Vorwürfe machen. Und so kann man durch die Welt gehen und ständig Vorwürfe machen. Und vielleicht hat man sogar berechtigte Gründe, das zu machen. Nur, man wächst auf diese Weise nicht. Wenn wir irgendwo erkennen, es gibt manchmal Verquickungen ungünstiger und unglücklicher Umstände, die letztlich dazu führen, dass eine karmische Situation kommt, in der ich dann wachsen kann.

Im Yoga sagen wir: Letztlich, was auch immer geschieht, geschieht irgendwo, dass wir daran wachsen können. Und es geschieht eine ganze Menge und manchmal geschieht es, dass Menschen sehr eigenartig sich verhalten. Und auch das, können wir davon ausgehen, geschieht, damit wir spirituell daran wachsen und damit sich unser Karma letztlich entfalten kann. „Das Feuer der Meditation beseitigt alle Fäulnis des Lasters.“ Interessantes Bild. „Das Feuer der Meditation beseitigt alle Fäulnis des Lasters. Dann kommt plötzlich die Erkenntnis, die göttliche Weisheit, die direkt zu Mukti, letztendlicher Befreiung führt.“ Also, wenn wir meditieren, Unreinheiten werden verbrannt, Unreinheiten kommen auch an die Oberfläche und gehen los. Wir werden oft konfrontiert mit dem, was in uns so steckt und das ist zunächst mal nicht nur Positives, da gibt es auch Schattenseiten und all das. All das kommt da. Aber Meditation hilft, das irgendwo – er sagt hier – zu beseitigen. Das heißt nicht, dass wir gleich alle unsere Laster loswerden, aber wir können mindestens sehr viele loswerden und es lüftet sich das Ganze. Und dann kommen wir zu dem, was noch tiefer in uns ist. Und ganz tief in uns, dort ist Satchidananda, oder wie er hier schreibt, göttliche Weisheit, und das führt zu Mukti, letztliche Befreiung.


„Meditiere, meditiere, meditiere. Vergeude keine Minute. Die Meditation wird allen Kummer des Lebens beseitigen. Dies ist eine einzigartige Gelegenheit.“

Hari Om Tat Sat


 

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

 

 

 

 

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Tags: Sukadev, tägliche inspiration

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