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Ich lese etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“, aus dem Kapitel „Meditation“. Swami Sivananda schreibt:
„Einige nützliche Hinweise. Strenge in der Meditation die Augen nicht an. Strenge das Gehirn nicht an. Kämpfe nicht mit dem Geist. Das ist ein Fehler, den viele Anfänger begehen und das ist der Grund, weshalb sie rasch ermüden. Mache keine heftigen Anstrengungen, um den Geist unter Kontrolle zu bringen. Gib ihm lieber für einige Zeit etwas Freiheit, lasse ihn laufen und seine Kräfte erschöpfen. Der Geist wird nun zuerst wie ein ungelehriger Affe herumspringen. Schließlich wird er sich beruhigen und dann kann der Geist auf das Konzentrationsobjekt geheftet werden.“

 

Das ist eine Möglichkeit, wenn man gerade eine Phase hat, in der der Geist sehr unruhig ist, dann lässt man ihn eine Weile und beobachtet ihn vielleicht dabei. Und dann, nach einer Weile, wird der Geist ruhiger werden.

„Mache keine heftigen Anstrengungen, um den Geist unter Kontrolle zu bringen. Vertreibe nicht willentlich und heftig die einsickernden Gedanken, sondern lasse die göttlichen Gedanken sanft fließen. So werden unerwünschte Gedanken von selbst verschwinden.“

Also, auch hier gilt, man wird das, was man nicht will, nicht dadurch los, dass man es vertreiben will. Vermutlich kennen die meisten die Sache. Angenommen, ihr würdet jetzt eurem Geist sagen: „Denke nicht an einen grünen Affen.“ Und das ist die sicherste Methode, an einen grünen Affen zu denken. Ihr könnt jetzt gerade mal das Experiment machen, ich werde irgendwann „jetzt“ sagen, ab da solltet ihr dreißig Sekunden lang bei geschlossenen Augen nicht an einen grünen Affen denken. Schließt gerade mal eure Augen. Ihr solltet weder an einen kleinen grünen Affen noch an einen großen grünen Affen denken. Es sollte weder ein hellgrüner noch ein dunkelgrüner Affe sein. Und er sollte weder links in eurem Blickfeld sein noch rechts und erst recht sollte der grüne Affe nicht in der Mitte sein. Ihr solltet weder an das Wort „grüner Affe“ denken noch solltet ihr das Bild eines grünen Affen vor Augen haben. Von jetzt an all diese Sachen nicht denken, Augen schließen.

 

Es waren jetzt nur fünfzehn Sekunden, aber vermutlich, der ein oder andere von euch hat zum ersten Mal in seinem Leben an einen grünen Affen gedacht. Also dadurch, dass man sagt, „denke nicht an einen grünen Affen“, dadurch werden die Gedanken an einen grünen Affen überhaupt erst erzeugt. Aber die meisten von euch kennen auch den Trick, was man machen kann, um nicht an einen grünen Affen zu denken. Was nämlich? Zum Beispiel an eine rote Giraffe denken, also an etwas anderes denken. Dann kann es zwar passieren, dass plötzlich der grüne Affe mal winkt oder auf der Giraffe Platz macht, aber nicht sehr lange. Und so sagt er auch hier, also nicht versuchen die einsickernden Gedanken willentlich und heftig zu vertreiben, sondern die positiven Gedanken hervorrufen, immer wieder sich mehr auf das konzentrieren, was man an Gedanken hervorrufen will und dann verschwinden die anderen von selbst.
„Wenn man beginnt, einen Raum auszukehren, der sechs Monate lang verschlossen war, kommt verschiedenster Schmutz aus den Ecken des Raumes. Genauso kommen in der Meditation unter dem Einfluss der Meditation und durch die Gnade Gottes verschiedene Unreinheiten an die Oberfläche des Geistes. Überwinde sie tapfer, eine nach der anderen, mit den entsprechenden Methoden und den entgegengesetzten Tugenden und Gedanken. Entwickle die sattvigen Tugenden, wie Geduld, Ausdauer, Barmherzigkeit, LiebeNachsicht und Reinheit. Gute Eigenschaften zu entwickeln ist hilfreich für die Meditation. Umgekehrt hilft die Meditation, diese sattvigen, diese reinen, liebenden Eigenschaften zu entwickeln. Meditiere regelmäßig. Regelmäßigkeit in der Meditation ist von großer Bedeutung.“

 

Hari Om Tat Sat
 

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

 

 

 

 

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Tags: Sukadev, tägliche inspiration

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