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Gestern stand ich noch am Rande des Abgrunds, heute bin ich schon einen Schritt weiter! (aus Spruch des Tages)

Meine Mutter ist dement und lebt seit 6 Wochen in einem Altersheim. Es war eine schwere Zeit der Umstellung, des Loslassens und des Neubeginns. Meine Mutter ist zwar körperlich noch relativ gesund, aber sie verliert weitgehend ihr Gedächtnis. Sie kann nicht mehr alleine leben. Nach zwei Wochen der Trauer hat meine Mutter sich positiv auf das Heim eingestellt. Ich beobachte, dass sie im Heim viel glücklicher ist als in ihrem Haus. In ihrem Haus war sie in den letzten Jahren sehr einsam, weil alle ihre Freunde gestorben sind. So ist das, wenn man 91 Jahre alt ist. Im Altersheim hat sie jetzt viele neue Freunde gefunden. Sie lebt sichtlich auf.

Ich besuche meine Mutter einmal in der Woche. Für mich ist das ein schwerer Gang. Aber spirituell auch ein Gewinn. Ich werde mir immer mehr bewusst, dass das Leben aus Geburt, Alter und Tod besteht. Leben ist Veränderung und Vergänglichkeit. Lebenskunst ist es positiv mit den Dingen zu fließen. Und auch das Leid im Leben anzunehmen. Bei jedem Besuch tauche in ein in eine Art Horrorshow. Demente Alte ziehen mit ihren Rollstühlen durch die Gänge. Sie haben nichts mehr zu tun als jeden Tag ihre Runden durch das Heim zu ziehen. Viele sind krank. Manche stöhnen oder schreien vor Schmerz. Manche blicken leer ohne Verstand in die Gegend. Sie haben die unterschiedlichsten Behinderungen und Krankheiten. Ich suche meine Mutter und mache mit ihr Lach-Yoga.

Meine Mutter geht ins Altersheim https://www.youtube.com/watch?v=GdI2dYmRLVA

Gestern war ich wieder im Heim und habe meine Mutter besucht und gesucht. Ich fand sie in einer kleinen Gruppe von alten, die gemütlich in einer Art Wintergarten saßen. Dabei kam es zu einer interessanten Diskussion über das Leben nach dem Tod. Viele der Alten glaubten nicht an ein Leben nach dem Tod. Einige hielten es für möglich. Einige waren voller Hoffnung auf das Paradies.

Ich habe vor einigen Jahren in einem geführten Traum von meinen Meister das Wissen erhalten, wie man beim Tod in die Lichtbereiche im Jenseits und ins Paradies aufsteigt. Man muss den Geist stabilisieren. Wenn die Seele ruhig, gelassen un positiv durch die Sterbeprozesse geht, steigt sie ins Licht auf. Sogyal Rinpoche lehrt: "Halte deinen Geist rein. Verbinde ihn mit deinem Meister oder deinem spirituellen Vorbild." Hilfreich ist ein Gebet oder ein Mantra. Ich bekam im Traum das Mantra "Ja". Ich dachte es die ganze Zeit während meines Sterbens. Mein Bewusstsein erlosch. Und ich wachte im Licht wieder auf.

Gut ist es einen erleuchteten Meister zu haben. Der Meister hilft einem gut durch den Tod zu kommen. Der Dalai Lama vertritt die Zwei-Hände-Lehre. Die eine Hand ist die Hand des Meisters und die andere die Hand des Sterbenden. Der Sterbende muss die Hand des Meisters ergreifen, sich geistig mit ihm verbinden, an ihn denken, zu ihm beten oder ein Mantra sprechen. Dann spürt der Meister den Menschen über eine höhere Raumdimension und kann ihm spirituell helfen. Mögen uns allen das Sterben gelingen. Und das Leben.

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Tags: Tod

Kommentar von Wiebke am 21. Mai 2015 um 5:29pm

Deine Geschichte hat mich sehr berührt, denn ich habe ähnliches erlebt........was machen die Menschen, die keinen Meister haben??

Kommentar von Nils Horn am 22. Mai 2015 um 12:41am

Es ist eine Gnade einen Meister zu haben.

Kommentar von Wiebke am 23. Mai 2015 um 6:45pm

....findet man seinen Meister?..... oder der Meister dich???

Kommentar von Nils Horn am 23. Mai 2015 um 7:39pm

Ich fand meinen Meister, in dem ich viele Meister gesehen habe und wusste, wo es passt.

Kommentar von Baja am 24. Mai 2015 um 8:27pm

Ich bin 2005 initiiert worden, aber viele Zweifel blieben. Vertrauen ist ein schwieriges Feld.
Am lebendigsten fühle ich mich ,wenn ich mit meinen Bewohnern arbeite, die teilweise dement, psychisch"krank" oder eben "anders" sind.
Was wir suchen,findet uns.
Alle Menschen haben einen Meister.
Gott. Allah. Bhudda... Ein Geist-viele Namen.

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