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Liebe dich selbst

Liebe dich selbst.
Fange bei dir an.
Und ich versichere dir,
der Rest kommt von alleine.

Denn sich selbst zu lieben,
ist die gewaltigste Aufgabe im Leben.
Wenn du die gemeistert hast,
ist alles andere ein Spiel.

Erst wenn du dir selbst
alle deine Liebe geschenkt hast,
kannst du dich vergessen.
Dann stehst du dir nicht mehr im Wege,
wenn du auf andere zugehen möchtest.

~ Bhajan Noam ~

Aus meinem Buch "Du bist diese Liebe"
Mehr: www.bhajan-noam.com/LIEBE.html

Lesung in Bonn am 27. 1. im "Mistura Fina"
Info: 0152 5354 9889

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Tags: Bhajan_Noam, Liebe

Kommentar von Lini am 13. Januar 2012 um 12:19am

Was oder wer steht mir noch dabei im Weg, wenn ich auf andere zugehen möchte? Ich schaffe das zwar manchmal sehr gut, aber doch nicht immer spontan, obwohl es genau das ist, was mir am Herzen liegt und woran ich arbeite??

Kommentar von Bhajan Noam am 13. Januar 2012 um 3:13am

Das Leben, das lebendige Leben, ist ein Fluss. Es gilt nicht, einen Fluss zu schaffen oder an ihm zu arbeiten, sondern mitzufließen. Spontanität geschieht spontan. Du kannst Dir das Spontansein nicht vornehmen. Öffnung geschieht, wenn die Blüte so weit ist. Wer eine Knospe gewaltsam aufreißt, kann zwar ihr Innenleben studieren, aber die Blüte hat er zerstört. Betrachte es einfach alles etwas spielerischer. Spiele mit Dir, sei liebevoll zu Dir... und dann schau mal spielerisch nach draußen. Je öfter Du dieses Hinundher spielst und nicht so ernst nimmst, desto natürlicher wird es geschehen. Und desto liebevoller kannst Du auch zu Dir und anderen sein. Bau keine Mauern aus Verpflichtungen auf, weder Dir selbst noch anderen gegenüber. Dann wird es immer leichter und kommt vom Herzen. Bisher hört sich das noch sehr nach Kopf an. Und mit Kopf meine ich die Stimmen der Eltern, der Lehrer, der Gesellschaft, die allesamt immer besser wissen, was für Dich gut ist, was Du zu tun und zu lassen hast. Vergiss das alles. Nur das Herz kennt Deine höchst persönliche Wahrheit, niemand sonst. Je mehr Du Dich dem Herzen zuwendest, desto mehr wird es sich öffnen und seine Stimme wird klarer und lauter werden. Dann gibt es keine Fragen mehr, nur Vertrauen. Das heißt nicht, dass dann das totale Wissen da ist. Nein, aber ein sicherer Führer, die göttliche Stimme in Deinem Herzen. Bis es so weit ist, wird es noch viel Verwirrung geben. Kümmere Dich nicht so besonders drum, gehe immer weiter. Falle tausendmal hin und stehe tausendundeinmal wieder auf. Om Shanti, Bhajan ***

Kommentar von Inga No am 13. Januar 2012 um 5:06pm

toll :)

Kommentar von Shanta Brigitte am 14. Januar 2012 um 12:14pm

Gibt es eine Übung, wie man sich selbst besser lieben lernt?

Kommentar von Bhajan Noam am 14. Januar 2012 um 1:28pm

Liebe Shanta!

Zunächst einmal zum grundsätzlichen Verständnis: Selbstliebe ist das Natürlichste der Welt, so natürlich wie der Atem, so natürlich wie das Leben selbst. Nur von dieser Natürlichkeit sind wir sehr weit entfernt worden. Und deshalb müssen wir etwas tun, was eigentlich gar nicht geht: Natürlichkeit üben. Das ist eigentlich ein Wiederspruch in sich. Alles, was natürlich ist, ist spontan, geschieht einfach, entfaltet sich ungeplant. Das im Auge zu behalten, ist sehr wichtig, wenn wir in diesem Zusammenhang von Übungen sprechen. Ich möcht sie deshalb auch lieber als Hilfen zur Erinnerung betrachtet wissen.

Es gibt zwei übergeordnete Übungen, sozusagen permanente Übungen, die jede Situation und jeden Moment betreffen. Die erste ist: Entspanne dich ganz ins Hier und Jetzt und genieße diesen Augenblick mit allen Gaben, die er für dich bereithält. Die zweite ist: Erkenne dich selbst. Hinterfrage, wer ist dieses Ich, das denkt, das handelt, das scheinbar in einem Netz von so vielen Verpflichtungen gefangen ist. Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Was ist von allem der Kern, die Essenz?

Daneben kann man themenbezogene Übungen machen. Das Hauptthema, das die Selbstannahme, die Selbstliebe für uns immer wieder problematisch gestaltet, ist, dass wir uns in vielen Situationen und häufig sogar grundlegend schuldig fühlen. Und ich möchte hier nicht von der Übung des "Selbstverzeihens" sprechen, denn das würde meiner Meinung nach die Schuld noch bestärken. Wenn da jemand ist, auch wenn ich es selbst bin, der mir verzeiht, wird ja schon eine Schuld vorausgesetzt. Schuld und Verzeihen sind nur die zwei Seiten derselben Münze. Wirf diese Münze weg, von mir aus in einen heiligen Brunnen, aber wirf sie fort! Es gibt keine Schuld, es gibt nur Unbewusstheit. In dem Augenblick, in dem wir bewusst werden, ist jegliche Schuld, wenn es denn eine gab, verschwunden. Und ich rede hier auch besonders von der Schuld, die eingebildet ist, die von außen eingeredet wurde. Ich rede von Manipulation, dem größten Übel überhaupt. Mit Schuldzuweisung funktioniert unsere Erziehung und letztlich die gesamte Gesellschaft. Es ist der älteste Trick der Menschheit, psychologisch Macht auszuüben. Wie kann ein Kind sich schuldig machen? Es gibt sein Bestes, und vieles weiß es nicht, kennt es nicht und probiert sich aus. Wir dürfen das Kind liebevoll unterweisen, einführen in diese sehr fremde Welt, doch woher nehmen wir uns das Recht, es für Missgeschicke zu bestrafen und es mit Schuldgefühlen zuzuschütten? Aber genau das passiert. Jeden Tag. Und genau das wird das Kind später an seine Kinder weitervererben, wie es seine Eltern und deren Eltern seit Adam und Eva getan haben. Die Übung ist, diesen Voodoo, diese schwarze Zauberei in sich selbst zu beenden. Diese Übung könnte zum Beispiel so aussehen, dass du dir selbst versicherst: "Ich habe in jeder vergangenen Situation stets mein Bestes gegeben. Ich bin ein Mensch, ich bin begrenzt in meinen Fähigkeiten, in meiner Wahrnehmung und in meinem Bewusstsein. Ich wachse und reife mit meinen Erfahrungen. Ich werde immer wacher und aufmerksamer im Hier und Jetzt planen, handeln und mich äußern. Ich bin ein Kind der Schöpfung und vertraue ihrer Weisheit, die mich zum Licht des Erwachens führt. Indem mein Herz sich immer mehr öffnet, dass sich unter der Last von Schuldzuweisungen schloss und verhärtete, begegne ich der nie versiegten Quelle der Liebe in mir, die mir die Stärke und Macht verleiht, Verantwortung in dieser Welt zu übernehmen und mich ausschließlich der Wahrheit zu verpflichten." - Ich hoffe, dass Du aus dieser Antwort etwas schöpfen kannst, das Dir weiterhilft. Om Shanti, Bhajan ***

Kommentar von Shanta Brigitte am 14. Januar 2012 um 2:08pm

danke für Deine Erklärungen lieber Bhajan Noam. Ich sehe dies auch so, dass wir von dieser Natürlichkeit sehr weit entfernt wurden, uns unbewusst entfernt haben, durch die Konditionierungen die uns auferlegt worden sind. Deshalb meine Frage nach Möglichkeiten oder Hilfen eben, um dieser Natürlichkeit wieder einen Schritt näher zu kommen. Ich habe unlängst über eine Mediation über das innere Kind gelesen. Der Yoga-Weg zeigt uns immer wieder neue Möglichkeiten auf über die ich dankbar bin.
Namaste.

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