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Konzentration und Meditation führt zu Gottesverwirklichung

Ich lese etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Meditation“.

Swami Sivananda schreibt:
„Ein tugendhaftes Leben zu führen alleine ist nicht ausreichend für Gottesverwirklichung. Konzentration und Meditation sind unbedingt notwendig. Ein gutes, tugendhaftes Leben bereitet den Geist als taugliches Instrument für Konzentration und Meditation vor. Konzentration und Meditation führen schließlich zur Selbstverwirklichung.“

 

Hier beschreibt er den Zusammenhang zwischen einem ethischen Leben und Meditation. Beides gehört zusammen. Wenn wir zu der höchsten Erfahrung kommen wollen – egal, ob wir es als Gottverwirklichung, Gotteserfahrung, Selbstverwirklichung oder Nirwana oder Unio Mystica bezeichnen – wenn wir dort hinkommen wollen, dort gilt zum einen, ein tugendhaftes Leben zu führen, also nach ethischen Gesichtspunkten zu leben, und es gilt auch, zu praktizieren, insbesondere die Meditation.  

 

„Mit der Meditation kannst du zur Selbsterkenntnis kommen. Mit ihrer Hilfe kannst du in den göttlichen Zustand hineinwachsen. Mit Meditation kannst du dich aus den Fesseln des Geistes befreien und Unsterblichkeit erlangen.“
Hier beschreibt er die höheren Wirkungen der Meditation. Meditation ist auch gut für die Gesundheit, Meditation ist auch gut für inneres Gleichgewicht, Meditation ist gerade in einer Zeit, wo das Leben voller Herausforderungen steckt und Menschen sehr vieles zu tun haben, ganz besonders wichtig, dass man eine gewisse Zeit lang den Geist zur Ruhe kommen lässt, dass man eine gewisse Zeit lang in die Stille geht, eine gewisse Zeit lang in die Bewusstheit hineingeht.

 

Heutzutage haben Menschen so viele verschiedene Dinge zu tun. Man erzählt oft vom Multitasking, Menschen machen so viele Dinge parallel und gleichzeitig und das kann auch in eine Überforderung des Geistes ausarten. Und wenn man dort jeden Tag eine gewisse Zeit lang meditiert, kommt man so zur Ruhe und hat ein paar Minuten, wo man loslassen kann.

 

Aber Loslassen und Abschalten ist nicht der Hauptsinn der Meditation, auch wenn das heutzutage gerade auch besonders wichtig ist, sondern über die Meditation gehen wir noch darüber hinaus, uns einfach nur gut zu fühlen, zur Ruhe zu kommen. Wir können in der Meditation zur Selbsterkenntnis kommen. Er sagt, wir können in den göttlichen Zustand hineinwachsen. Jetzt ist natürlich die Frage, was heißt göttlicher Zustand? Da kann man lange überlegen. Es ist das, was wir in der Meditation als solches erfahren. Eine Erfahrung von Wonne, von Liebe, von Freude, von Verbundenheit, von Ausdehnung. Das kann man als göttliche Erfahrung bezeichnen. Er sagt noch, „aus den Fesseln des Geistes befreien“.

 

Unser Geist meint es eigentlich gut, er gibt uns so viele verschiedene Ideen und Möglichkeiten ein, aber wir verhaften uns daran. Dann sind wir gebunden und dann glauben wir: „Mein Glück hängt nur an dem und dem“ Oder: „Warum muss das immer so sein, könnte es nicht anders sein?“ Manche von euch mögen solche Gedanken kennen. Stattdessen können wir lernen, uns davon zu lösen. Wir können feststellen: „Ich bin jenseits der Gedanken und ich kann deshalb auch aus dieser Verhaftung an die Gedanken herauswachsen. Und danach kann ich die Gedanken als das nehmen, was sie eigentlich sind, wohlgemeinte Vorschläge unseres Geistes, etwas Gutes beizutragen.“ Wir sind dann nicht mehr gefesselt, sondern wir sind in der Freiheit.
„Meditation ist ein großartiger Weg zur Befreiung, zu Moksha. Meditation ist eine mysteriöse Leiter, die von der Erde zum Himmel reicht, vom Irrtum zur Wahrheit, von der Dunkelheit zum Licht, vom Schmerz zur Wonne, von der Ruhelosigkeit zum tiefen Frieden und von der Unwissenheit zur Erkenntnis, letztlich von der Verhaftung an das Sterbliche, zur Erfahrung der Ewigkeit.“

 

Hari Om Tat Sat

 

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

 

 

 

 

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Tags: Sukadev, tägliche inspiration

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