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Khechari Mudra ist eine Form der Energielenkungsübung, Mudra, wo die Zunge eine große Rolle spielt. Es gibt verschiedene Formen von Khechari Mudra. Und dies ist jetzt keine Hatha Yoga Vortrag. Wir haben ja auch bei Yoga Vidya viele Hatha Yoga Vorträge und Übungsanleitungen. Gehe auf www.yoga-vidya.de und gib dort „Khechari Mudra“ ein, dann findest du mehr Erklärungen dazu und mehr Übungsanleitungen. Khechari – es gibt Gründe, was Khechari heißen soll, und Ableitungen. Kha heißt irgendwo auch Raum, wie in Akasha. Es ist zwar mit kh, also, es stimmt nicht so ganz, aber es ist eine Ableitung. Kha heißt „nach oben“, Kha heißt „Himmel“, Achara heißt Wandern, Verhalten. Und Khechari ist dann ein Verhalten, das nach oben zum Himmel führt. Die Zunge geht erst nach oben und dann nach hinten. Die einfachste Form der Kechari Mudra ist, einfach die Zunge, wenn das jetzt der Oberkiefer ist, hier ist die Zunge, die Zunge wird nach hinten gefaltet und geht dann nach hinten Richtung Kehle. Das ist also eine einfache Form von Khechari Mudra. Des Weiteren kann man dabei auch den Kopf nach hinten geben, nach oben schauen, das nennen wir dann bei Yoga Vidya „das große Khechari Mudra“. Kleines Khechari Mudra, Zunge nach hinten rollen. Großes Khechari Mudra, den Kopf nach hinten geben. Die Zunge nach hinten gerollt, hilft, Udana Vayu zu harmonisieren, einer der fünf Pranaströme, der besonders mit dem Nervensystem in Verbindung steht, mit Schlafen, mit Sprechen usw. Khechari Mudra hilft, dieses Udana Vayu zu harmonisieren, hilft so auch zu innerer Ruhe. Udana Vayu hilft auch, den physischen Körper zu verlassen und so hilft auch Khechari Mudra, in einer Meditation besonders tief zu gehen und höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen. Wenn du das große Khechari Mudra machst, den Kopf nach hinten, nach oben schaust, dann kann dein Bewusstsein sich ganz nach oben ausdehnen. Du dehnst dich nach oben zum Himmel aus, du erfährst die himmlische Welt, du erfährst die Verbindung mit dem Göttlichen. Es gibt noch sehr viel mehr Bedeutungen zu Kechari Mudra, da schaue auf unseren Internetseiten nach, www.yoga-vidya.de, gib ins Suchfeld ein, „Khechari Mudra“, und dort findest du noch sehr viel mehr darüber. Khechari Mudra – eine Form der Zungen-Mudra.

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Tags: Yoga Vidya Sanskrit-Lexikon, Yoga Vidya Sanskrit-Wörterbuch

Kommentar von Bhajan Noam am 28. Oktober 2015 um 10:45am

Khechari Mudra ist eine Übung, die auch in der Atemtherapie bekannt ist und heißt einfach nur "Zunge umschlagen". Sie wird empfohlen bei Nervosität und Aufregung und gilt auch als gute Einschlafübung. Die Zunge umschlagen und gleichzeitig sanft in den Bauch atmen fährt das Energiesystem runter, man wird dabei ruhiger.

Khechari Mudra habe ich bei meinem Meister im Kundalini Yoga als eine von vier Zungenmudras kennengelernt, die den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft entsprechen und diese unterstützen.

1. Die Zungenspitze nach oben zum Gaumen ausgerichtet entspricht dem Element Feuer und regt eine aufsteigende Energie in der Sushumna (zentraler Energiekanal) an.

2. Die Zunge gerade ausgestreckt und durch den schmalen Spalt zwischen oberen Schneidezähnen und der Zunge durch den Mund atmen fördert das Luftelement, bringt Leichtigkeit, entspannt den Brustraum, entlastet das Herz.

3. Die Zungenspitze zum Mundboden gerichtet gibt Erdung, bringt die Energie runter, lässt Spannungen abfließen.

4. Und zuletzt Keshari Mudra: das Zunge zum Gaumen hin umschlagen (Wellenform) entspricht dem Wasserelement. Es ist die wichtigste Zungenmudra, da der menschliche Körper zu 70% aus Wasser besteht. Schon die alten Griechen und Römer und ebenfalls der Pfarrer Kneipp wussten dies und sagten deshalb: "Wenn die Säfte im Körper in Harmonie sind, ist der Mensch gesund." - Mit den Säften ist das Blut, die Zwischenzellflüssigkeit, die Lymphe und sind alle Sekrete im Körper gemeint. Kheshari Mudra wirkt genau in diesen Bereichen. Der Blutfluss wird besser verteilt, Bluthochdruck kann gesenkt werden, die Lymphe, unser Reinigungssystem, kann besser abfließen, die Zellen werden versorgt, die Bildung der Sekrete wird harmonisiert, das betrifft zum Beispiel die Gallenflüssigkeit, die Magensäure, die Verdauungssäfte im Darm usw. Zusätzlich wird das vegetative Nervensystem beruhigt und ein harmonischer Energiefluss im Körper bewirkt. Aufbrausende Emotionen werden besänftigt und der Geist wird stiller. Und das alles nur durch ein simples Umschlagen der Zunge… Probiere es einmal 10 Minuten aus. Setze dich entspannt aufgerichtet hin, atme leicht vertieft in den Bauch und halte die Zunge zum Gaumen hin umgeschlagen. Du wirst die beruhigende Wirkung bald spüren. - Ich habe es ausprobiert bei Übelkeit im Magen, der Magen fängt sofort an, mehr Magensäfte zu produzieren und die Speise schnell zu verdauen. Es hilft auch bei der therapeutischen Arbeit, wenn man z.B. das Gefühl hat, man übernimmt Energien vom Patienten, mit umgeschlagener Zunge bleibt man mehr bei sich und nimmt keine fremden Energien auf. Kheshari Mudra kann in vielen Situationen ein gutes Notfallmittel sein.

 

Kommentar von kashiraja am 29. Oktober 2015 um 11:45am

Im Kriya Yoga und im System der Fortgeschrittenen Yoga Übungen von Yogani hat Kechari Mudra ein wichtige Funktion. Dort unterscheidet man auch mehrere Stufen von Kechari Mudra. (vgl. die Abbildung bei den Fortgeschrittenen Yoga Übungen, Lektion 108b)
Ab der zweiten geht die Zunge hoch in den Nasenrachenraum, was sehr stimulierend für die spirituellen Energien ist (vgl. FYÜ-Lektion 108).

Bei der Kriya Yoga Einweihung mit Shibendu Lahiri wird eine Vorübung von Kechari gelehrt, Talabya Kriya, mit der ein spiritueller Aspirant relativ schnell erreicht, dass seine Zunge in den Nasenrachenraum hochkommt. Der Kechari-Mudra-Prozess ist aber ein Prozess, der Jahre dauern kann. In machen Kriya-Yoga-Systemen heißt es, dass es nicht sinnvoll ist, höhere Kriya-Yoga-Techniken ohne mindestens Kechari-II zu üben.
Ist die Zunge einmal im Nasenrachenraum, kann sie dort mit der Zeit ihren Spielraum erweitern, bis sie schließlich von innen her das dritte Auge direkt stimulieren kann.
Wegen der Bedeutung, die Kechari Mudra II für die spirituelle Entwicklung eines Aspiranten hat, bezeichnet Yogani den Eintritt in Kechari Mudra II als den Beginn der spirituellen Pubertät.
Mit der Zunge im Nasenrachenraum kann man unter anderem auch die Wechselatmung auf eine sehr elegante und kraftvolle Weise ausführen. Anstatt mit den Fingern von außen hält man die Nasenlöcher mit der Zunge von innen wechselseitig zu. Das potenziert die Wirkung von Anuloma Viloma schätzungsweise um das zehnfache.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass Kechari Mudra in den höheren Stufen, das man vielfältig einsetzen kann, für die spirituelle Entwicklung sehr wichtig ist.

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