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Jay Mata Kali, Jay Mata Durga

Kali – Kali heißt, die Dunkle, die Geheimnisvolle. Kali, der Aspekt, der uns hilft, alles loszulassen. Kali ist auch letztlich die bedingungslose Hingabe, das bedingungslose Vertrauen, was auch immer geschieht, geschieht letztlich durch göttliche Gnade. Und wir wissen nicht, was die göttliche Gnade mit uns vorhat. Mal ist es schön, mal ist es weniger schön. Mal ist es subjektiv schön, mal ist es objektiv schön, und nicht immer passen die beiden zusammen. Aber wenn wir uns bewusst sind, hinter allem steckt die eine unendliche Kraft, hinter allem steckt diese Kraft von Kali, der göttlichen Mutter, wenn wir diese Kraft überall spüren, dann können wir immer bei Ananda sein.

Jay Mata Kali, Jay Mata Durga. Und Durga können wir auf so viele verschiedene Weisen sehen. Durga wird dargestellt, reitend auf einem Tiger. Durga heißt auch, etwas, das alles Schlechte vernichtet. Aber Durga steht auch für Liebe. Durga steht auch für die göttliche Mutter. Und wir können auch sagen, nachdem wir Kali als bedingungslose Hingabe zu Gott nehmen, können wir auch Durga sagen, Durga im Sinne von, Liebe auch zu unseren Mitgeschöpfen. Und die Welt mutet uns manchmal eine ganze Menge zu. Ist euch das auch schon passiert, dass schwierige Sachen gekommen sind? Und man manchmal nicht weiß, wie kriegt man alles bewältigt?

Der eine will dies, der andere will jenes und man selbst weiß, man muss das auch noch machen. Das kommt dem ein oder anderen vertraut vor. Man hat irgendwo auf etwas fest gebaut und es läuft dann ganz anders. Und so viel. Wobei wir ja hier, jetzt in unseren Breitengraden, momentan auf einem großen Luxusniveau uns in Problemen sehen. Thailand – ein Drittel des Landes unter Wasser. Die haben ganz andere Sorgen, Millionen Menschen mussten evakuiert werden, ein paar hundert Menschen sind gestorben. Ich weiß nicht, wie jetzt momentan der Stand ist, aber es hieß, dass es noch länger andauern würde. Nicht nur ein paar Tage, seit Wochen. Jay Mata Kali. Selbst hinter diesen Dingen, ohne dass wir wissen, was der Sinn dort hinter ist. Und letztlich, manchmal müssen wir sagen aus Verzweiflung heraus: „Oh Gott, ich weiß nicht, warum Du das machen kannst.“ Letztlich können wir nicht sagen, alles macht Gott, es geschieht, aber hinter allem ist irgendwo dieses göttliche Wirken. Letztlich können wir es nur dann akzeptieren, wenn wir entweder sagen, wir wissen es nicht, oder wenn wir sagen, vor dem Standpunkt von Hunderten und von Millionen von Inkarnation, ist das jetzt eine Episode, die schlimm genug ist, aber nur eine Episode. Jay Mata Kali heißt manchmal, wir werfen die Hände noch oben und sagen: „Jay Mata Kali.“ Dann kommt aber: „Jay Mata Durga.“

Es gibt zwei Möglichkeiten, wenn es schwierig wird. Das eine ist, wir können schießen um uns herum, alle anderen treten, schießen und schubsen und hoffen, dass es so besser wird. Was passiert aber dann? Andere treten, schießen und schubsen zurück oder ziehen sich zurück und das ist manchmal noch schlimmer. Dann hat man niemanden mehr. Durga steht für eine andere Reaktion, die wir haben können. Wir können Liebe haben, wir können Mitgefühl haben, wir können feststellen: „Ja, es ist schwierig, für andere wird es auch schwierig sein. Lasst uns doch in Mitgefühl uns gegenseitig helfen. Lasst uns doch einen Bewusstseinsraum der Verbindung schaffen. Lasst uns doch letztlich in Liebe die Sache gemeinsam angehen.“

Man sagt gerne: „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Manchmal ist es dann gar keins mehr. Manchmal wachsen Menschen auch zusammen in der Not. Manchmal machen sie das Gegenteil. Bis zu einem gewissen Grad haben wir selbst es in der Hand. Bis zu einem gewissen Grad. Manchen Menschen will man was Gutes tun und was machen die? Schießen, schubsen und treten zurück. Das gibt es auch. Jetzt können wir uns wieder entscheiden. Gut, manchmal muss man dann irgendwo aufpassen, dass man nicht verletzt wird. Aber wir können dann auch sehen, der andere macht es aus Verzweiflung, er macht es nicht aus Bösartigkeit. Er ist auch irgendwo in die Enge gedrückt. Also kein Grund jetzt, ihn vernichten zu wollen. Manchmal muss man irgendwo natürlich Grenzen setzen. Aber dann wieder schauen, Verständnis, Mitgefühl, Liebe. Und so geht dann vieles leichter, so geht vieles besser. Und so können wir sagen: „Jay Mata Kali - was auch immer geschieht, es ist die göttliche Mutter. Jay Mata Durga – mögen wir wie Durga alle lieben können und Mitgefühl äußern können.“ Und so können wir gerade dann, wenn es schwierig wird, auch Schönes erfahren.
Hari Om Tat Sat

 

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

 

 

 

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Tags: Sukadev, tägliche inspiration

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