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Gott wirkt hinter jedem einzelnen – BhG IX.17

Krishna, Inkarnation, Manifestation Gottes, spricht:
„Ich bin der Vater dieser Welt, die Mutter, der Verwalter der Früchte der Handlungen und der Großvater, das eine Ding, das erkannt werden muss, die Läuterung, die heilige Silbe, wie auch Rig, Sama und Yajur Veda.“
Krishna gibt hier Weisen, wie wir Gott im Einzelnen erkennen können. Vorher hat er davon gesprochen, Er ist alles. Er, nicht Krishna, sondern Gott ist alles, Brahman ist alles. Wir können jetzt Gott im Einzelnen erkennen. „Ich bin der Vater dieser Welt.“ Damit sind alle Geschöpfe Kinder Gottes. Wir können uns als Kinder Gottes fühlen oder Kinder der Göttin. Gott ist auch die Mutter hinter allem. Gott ist der Verwalter der Früchte der Handlungen. Was heißt das? Wir strengen uns an, aber was nachher dabei herauskommt, liegt in Gottes Hand. Man sagt daher: Tue dein Bestes und überlasse alles Gott. Unsere Aufgabe ist, etwas zu tun. Gott wird dafür sorgen, dass das kommt, was kommen soll. Er sagt: „Ich bin die Läuterung.“ Wenn du Asanas und Pranayamas übst, wenn du meditierst, wenn du dich reinigst, wenn du Kriyas übst, Gott ist letztlich die Läuterung, die dabei geschieht. Wenn du etwas tust, dann willst du es nur Gott ermöglichen. Du kannst sagen, deine Asanas, dein Pranayama, deine Meditation, deine Mantras, all deine Praktiken, sind nur Bitten darum, dass Gott in dir Läuterung bewirkt. Es ist wie eine Verehrung Gottes und sagt: „Oh Gott, bitte hilf mir, höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen.“ Gott ist Om, die heilige Silbe Om. Wenn du „Om“ wiederholst, sei dir bewusst, es ist der Name Gottes. Wenn du „Om“ wiederholst und etwas spürst, letztlich, du spürst Gott. Du bittest Gott darum, in dir manifest zu werden. Gott ist die heiligen Schriften. Er sagt ja, Rig, Sama und Yajur Veda. Gott ist alle heiligen Schriften. Wenn du die heiligen Schriften liest, jetzt z.B. die Bhagavad Gita auch hörst, dann sei dir bewusst, auch darin ist Gott manifestiert. So wie Patanjali im Yoga Sutra sagt: „Durch Studium der heiligen Schriften kommt die Fähigkeit, Gott wahrzunehmen.“ Das ist wichtig. Wenn du eine heilige Schrift studierst, studiere sie nicht mit einem historischen Geist, studiere sie nicht, um Grammatik zu lernen. Gut, das kannst du auch machen. Aber am meisten Nutzen hast du davon, wenn du eine heilige Schrift studierst, weil du da weißt, sie ist eine Manifestation Gottes.

Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Bhakti, Krishna, Mythologie, Yoga

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