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Ich will heute Morgen in sehr kurzer Form eine der Geschichten aus der Devi Mahatmyam rezitieren. Devi Mahatmyam ist die Schrift, die jeden Abend von 19:00 Uhr an bei der Puja rezitiert wird und aus der ich schon so ein paar Geschichten während der letzten Tage erzählt hatte. Und die letzte Geschichte ist wieder eine Geschichte von Dämonen und Devi. Die Dämonen haben wieder gekämpft mit den Devas, also den Engelswesen und die Dämonen, unter der Herrschaft von Shumbha und Nishumbha, haben die Engel aus dem Himmel vertrieben, haben die Erde regiert, haben alles tyrannisiert, unterdrückt und haben dort eine Willkürherrschaft errichtet und es weder Menschen noch sonstigen Bewohnern irgendwo ermöglicht, ein gutes und schönes Leben zu führen. Und die Engelswesen wussten nicht weiter, sie waren selbst zu schwach, haben sich also an die göttliche Mutter gewandt. Sie wussten zunächst nicht, wo sie überhaupt zur göttlichen Mutter hingehen können und so verehrten sie sie einfach. Wenn man verzweifelt ist, das ist ja das Symbol dort hinter, man bemüht sich irgendwie, sein Leben positiv zu gestalten, man bemüht sich, für etwas Gutes sich zu engagieren, man bemüht sich, an sich selbst zu arbeiten und manchmal ist es so, wir schaffen es aus eigener Kraft nicht. Dann können wir uns wenden an Gott oder an die Göttin oder was auch immer unser Bezug sein mag zu etwas Höherem. Und es gibt dort eine große Hymne, wie die Engelswesen die Göttin verehrt haben und dann erschien diese Göttin in Gestalt von einer wunderschönen Frau. Und sie wurde gesehen auf dieser Erde und dann kamen die Boten von Shumbha und Nishumbha und sagten zu Shumbha und Nishumbha, „Oh, Ihr habt die tollsten Elefanten, Ihr habt die großartigsten Reichtümer, Ihr habt den tollsten Palast, Ihr habt die tollsten Juwelen, aber die schönste Frau der Welt, die gehört Euch noch nicht.“ Und da dachten Shumbha und Nishumbha, „Ja, dann sollte sie uns auch gehören.“ Das waren andere Zeiten gewesen. Und also sandten die beiden einen Boten aus, nämlich Dhoomralocana sollte zu der Devi gehen, um ihr zu sagen, „Werde die Frau von Shumbha oder Nishumbha, du kannst es dir aussuchen.“ Dhoomralocana kam dort als hin und sagte, „Meine Herren, Shumbha und Nishumbha, die Herren des ganzen Universums, die haben uns geschickt, dass wir dich als Frau dort einladen.“ Und die Devi, die Göttin sagte, „Das ehrt mich sehr, dass diese Herren des Universums mich heiraten wollen, es gibt nur ein Problem. Das Problem ist, ich habe irgendwann mal den Vorsatz gefasst, ich werde nur die Frau von jemandem werden, der mich im Zweikampf besiegt.“ Dann, Dhoomralocana sagte, „Was ist das für ein Unsinn? Du, eine schwache Frau, willst jetzt einen Zweikampf mit Shumbha und Nishumbha, die die Engelswesen, sogar Indra selbst besiegt haben?“ Sagte die Devi, „Ja, das mag eine Dummheit gewesen sein, aber was soll ich tun, ich habe mir diesen Vorsatz gefasst.“ Als Shumbha und Nishumbha das gehört haben, dort schickten sie Dhoomralocana nochmal und sagten, „Bitte sie, dass sie herkommen soll und ansonsten ziehe sie an den Haaren herbei. Und um sicher zu gehen, nimm ein ganzes Heer von hunderttausend Dämonen gleich mit.“ So kam Dhoomralocana und die Devi sagte, „Jetzt haben wir ein Problem. Du hast einen Auftrag und ich habe einen Vorsatz, was sollen wir machen?“ Und so, Dhoomralocana versuchte jetzt die Devi an ihren Haaren zu ziehen, aber wie ihr euch denken könnt, die Devi war halt nicht einfach irgendjemand und sie sagte nur, „Hum“ und alle Dämonen zerfielen zu Asche. Das ist noch ein bisschen ausführlicher beschrieben, aber ich will es ja etwas kurz fassen. Als Shumbha und Nishumbha gehört haben, was mit der ganzen Armee der Dämonen geworden ist, dann schickten sie Chanda und Mundha, ganz besonders großartige Heerführer, um jetzt die Devi dort heran zu schleifen. Und die Devi, als sie dieses große Heer sah, manifestierte aus sich selbst Kali, die schwarze Göttin. Und jetzt gab es Devi, in der Gestalt dieser wunderschönen Frau auf einem Tiger, und die Kali – ich fasse es kurz – besiegten Chanda und Mundha. Es geht dort ein ganzes Kapitel darüber. Shumbha und Nishumbha sandten jetzt Raktabija und der hatte jetzt eine besondere Eigenschaft gehabt. Wenn irgendwie eine Wunde ihm zugefügt wurde, dann aus jedem Blutstropfen entstand ein neuer Raktabija. Und jetzt, als die Devi kämpfte gegen diesen Raktabija gab es jetzt ein Problem, nämlich, jedes Mal, wenn der Raktabija einen Blutstropfen dort herunterfallen ließ, dann entstand ein neuer Raktabija. Dann gab es da mehrere Dinge. Als erstes, die Devi war plötzlich nicht mehr alleine, sondern jeder der Devas sandte aus sich selbst eine neue Devi. Also aus Vishnu entstand Vaishnavi, aus Shiva, Shivani, aus Indra, Indrani oder Aindri und aus Varuna, Varunani und so entstand dann ein Heer von Göttinnen, die dann kämpften gegen das Heer der Asuras, aber so viel Raktabijas erfüllten jetzt plötzlich die ganze Welt. Dann streckte Kali die Zunge aus, über die ganze Welt, und so viel kein Blutstropfen mehr auf die Erde, sondern alle fielen auf die Zunge der Kali und die ganzen Dämonen wurden von Kali gleich mit geschluckt. So wurde auch dieses Heer besiegt. Die letzte Episode war dann, Nishumbha war besiegt, die Dämonen waren besiegt. Jetzt plötzlich besann sich Shumbha auf Fairness und sagte, „Oh, ich bin jetzt nur noch allein und du bist so viele, das ist unfair.“ Vorher hatte er Heere von Hunderttausenden gegen eine einzige Frau geschickt. Jetzt plötzlich, wo er allein war… Dann lachte die Devi und sagte, „Eka Aham. Ich bin nur eins. In Wahrheit gibt es nur ein Einziges in diesem ganzen Universum und das bin ich.“ Plötzlich wurde aus allen Devis nur noch eine Devi. Der Shumbha hatte es immer noch nicht verstanden, denn eigentlich sagte ja Devi, „Es gibt nur ein Einziges. Ich bin letztlich die kosmische Energie und alles.“ Anstatt dass Shumbha verstanden hätte, dass auch er Teil davon war, dachte er jetzt, „Aha, jetzt habe ich wieder eine Chance.“ Und so kämpfte er gegen die Devi und natürlich, auch er wurde besiegt und so wurde wieder das Recht und Dharma, die kosmische Ordnung hergestellt und Devi war überall.
Man kann das auf verschiedenen Ebenen interpretieren, aber ihr könnt das jetzt mal einfach in eurem Unterbewusstsein für euch selbst wirken lassen. Ich will nur erwähnen, diese Geschichte hat sehr tiefe psychologische Bedeutungen und sehr viele archetypische Bedeutungen und wen das sehr interessiert, in unserem Internet haben wir ja auch verschiedene Podcastsendungen, da habe ich auch gerade über diese Geschichte einen sehr viel längeren Vortrag mal gehalten, den ihr auch findet. Ihr müsst nur gucken unter „Devi“ und wenn ihr das auf unserer Suchmaschine auf unserer Seite eingebt, dann werdet ihr sehr viel darüber finden.

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Tags: Nishumbha, Shumbha, brahma, navaratri, saraswati, shiva, vishnu

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