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„Wirkliche Freiheit ist innere Unabhängigkeit
von Freiheit und Unfreiheit.“

FREIHEIT ?!...?

Solange ich in diesem Körper weile, erkenne ich Freiheit
an der Leichtigkeit meines Atems und an der Weite meines Herzens.
Doch diese Kriterien sollten nicht von der Anwesenheit
oder Abwesenheit eines anderen abhängig sein.

Wenn ich um jeden Preis "meine Freiheit" einfordere,
könnte es sein, dass ich alles andere als frei bin,
sondern ein Gefangener falscher Vorstellungen.

Frei sein heißt, auch in Einschränkung oder scheinbarer Einschränkung
"meiner Freiheit" frei zu sein und mich frei zu fühlen.

Eine freiwillige - und vielleicht auch eine unfreiwillige -
Einschränkung "meiner Freiheit" könnte im Nachhinein
sogar eine Bereicherung und Erweiterung sein.

Wenn ich das Wort "Freiheit" durch Leichtigkeit ersetze,
bewege ich mich gleich in einer ganz anderen Dimension.
Ich kann in einer Bindung sein und mich leicht fühlen,
weil es stimmt, weil ich durch die Bindung getragen werde.
Und ich kann angeblich frei sein und mich äußerst schwer
und wie in Gefangenschaft fühlen, gefangen in mir selbst.

Leichtigkeit kann ich auch fühlen im Bewusstsein
der heiligen Eingebundenheit in dieses
wunderbare und unendliche Lebensspiel.

Frei von was will ich sein, wenn ich an Freiheit denke?
Oder: Frei zu was will ich sein, wenn ich Freiheit fordere?

Kein Staat hat das Recht, meine Freiheit einzuengen,
wenn ich nicht ein anderes Staatsmitglied
in seiner Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit beschneide.

Wenn du aber etwas lernen möchtest und ich gebe dir Regeln,
wie du es am einfachsten lernst, macht dich das unfrei?

Wenn ich mich entscheide, aus Notwendigkeit oder anderem,
Zeit mit dir zu verbringen, macht mich das unfrei?

Und wenn Gott uns die Freiheit gegeben hat, sind wir dann frei?
Wie kann das, was mir ein anderer gibt, Freiheit sein?
Und wie kann etwas, was ich annehme, Freiheit sein?
Darüber lohnt es sich, tief nachzudenken.

Das Leben ist natürlichen Gezeiten ausgesetzt:
Eine Phase können wir Freiheit nennen, die andere Bindung.
Aber das Leben ist das Leben ist das Leben! Ist was ist!

DAS LEBEN ist höher als „meine Freiheit“
Wenn ich in DEM LEBEN bin, weiß ich nichts von Freiheit.

Und dennoch: Ich gestehe jedem ein unveräußerliches Recht
auf „seine Freiheit“ zu und unterstütze ihn in jeder Weise dabei.

Einverstandensein löst jedes Nachdenken über Freiheit auf.

Wenn ich mit Freiheit den Göttlichen Plan meine,
dann streite ich dafür – und lasse auch wieder los aus Angst,
ich könnte vielleicht doch etwas missverstanden haben.

Ist es wirklich mein freier Wille, wenn ich hier beende…?

~ Bhajan Noam ~

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

Ausbildungen: www.bhajan-noam.de

***

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Tags: Atem, Bhajan_Noam, Bindung, Einschränkung, Freiheit, Herz, Unfreiheit, Vorstellung

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