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Krishna sagt: „Menschen, die durch diesen oder jenen Wunsch ihre Weisheit verloren haben, gehen zu anderen Göttern und folgen von ihrer Natur geführt diesem oder jenem Ritus.“
Im Alten Testament findet man die Aussage: „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ Oder Jesus sagt im Neuen Testament: „Keiner kommt zum Vater als durch mich.“ Krishna sagt hier auch etwas Ähnliches, er sagt dies noch in den nächsten Versen deutlicher. Das kann man falsch verstehen, meine ich. In meiner Interpretation wäre es falsch, zu denken, dass Gott will, dass wir ihn nur auf eine bestimmte Weise verehren und alles andere wäre nicht so gut. Ich meine, es gibt nur einen einzigen Gott. Egal, ob Christen Gott verehren oder die Hindus oder die Moslems, es gibt nur einen Gott. So wie es bei den Moslems heißt, es gibt keinen Gott außer Gott. Es kann also keine mehrere Götter geben. Wenn es keine mehrere Götter geben kann, dann ist es auch nicht möglich, jemand anderes als Gott zu verehren. Aber Menschen erweisen anderen Dingen hohen Respekt eben als Gott. Manche verehren Fußball. Manche verehren Reichtum. Manche verehren ihr Auto. Manche verehren ihr Mikro. Menschen können Verschiedenem folgen und Verschiedenes verehren. Krishna sagt, wenn man den Wunsch hat, dann kann man die Weisheit verlieren. Aus Wünschen entsteht dann eine Verehrung eben anderen, was man praktisch zu Göttern werden lässt. Und das hilft einem natürlich nicht wirklich weiter zur Selbstverwirklichung. So gilt es, werde dir bewusst, die Ehrerbietung, die du anderem gegenüber hast, ist ein Ausdruck der Ehrerbietung an Gott. So kannst du sehr wohl auch eine Hochachtung vor deinem Auto haben, du kannst sehr wohl eine große Liebe zu Frau und Kindern und Mann und Eltern haben, du kannst all das nehmen als Ausdruck der Liebe zu Gott und der Ehrerbietung zu Gott. Und dann verehrst du nur Gott. Wenn du aber statt Gott andere Dinge verehrst und deine ganze Aufmerksamkeit und Liebe anderen schickst, ohne dabei an Gott zu denken, dann ist das nicht so gut. Dann kommst du raus aus der Weisheit und du kommst nicht zur ewigen Wonne. So betrachte all dein Denken, all dein Streben und all deine Lieben und all deine Verehrung als Ausdruck der Verehrung Gottes. So verehrst du nur einen Gott, nämlich das eine Unendliche und Ewige.

Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Gott, Verehrung

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